BVB legt Endspurt hin

Borussia Dortmund erreicht Transfer-Durchbruch bei Wunschstürmer

BVB und Wolverhampton erzielen wohl Einigung bei Fabio-Silva-Deal. Der Portugiese soll 26,5 Millionen Euro kosten. Doch der Transfer ist noch nicht fix.

Dortmund – Die Transferoffensive von Borussia Dortmund nimmt in den letzten Tagen des Sommerfensters weiter Fahrt auf. Nach den bereits perfekten Verpflichtungen von Carney Chukwuemeka und Aaron Anselmino vom FC Chelsea steht nun der dritte Neuzugang kurz vor der Vollendung. Der BVB hat sich mit den Wolverhampton Wanderers auf einen Transfer von Fabio Silva geeinigt.

Der BVB gibt Vollgas im Transferendspurt.

Wie Sky Sport meldet, haben sich beide Vereine nach langen Verhandlungen auf eine Einigung verständigt. Die Ablöse soll sich auf 22,5 Millionen Euro plus vier Millionen Euro an möglichen Boni belaufen. Diese Zahlen decken sich mit Berichten von The Athletic, die das Transferpaket ebenfalls auf insgesamt 26,5 Millionen Euro beziffern.

Borussia Dortmund erzielt Transfer-Durchbruch bei Wunschstürmer – ein Fragezeichen bleibt

Doch der Deal ist noch nicht komplett über die Bühne. Wie Sky Sport berichtet, war sich Silva bereits mit den Westfalen über einen Vertrag bis 2030 einig, dennoch ist es noch kein Done Deal. Die finale Zusage des Spielers fehlt noch, letzte Details müssten wohl noch geklärt werden. Andere Klubs wie die Roma und Milan wollen dazwischen grätschen, der BVB hofft auf das endgültige „Ja“. Silva wird am Mittwoch – Stand jetzt – nicht nach Dortmund fliegen, wie Sky weiter berichtet.

Nach Angaben von The Athletic hat sich Silva bereits von seinen Teamkollegen bei Wolverhampton verabschiedet. Silva war beim 3:2-Sieg der Wolves gegen West Ham United im Carabao Cup nicht im Kader. Silva wechselte 2020 für die damalige Vereinsrekordablöse von 40 Millionen Euro vom FC Porto zu den Wolverhampton Wanderers.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

In fünf Jahren kam er jedoch nur auf 62 Premier-League-Einsätze mit vier Toren und drei Assists, was auch an vier verschiedenen Leihgeschäften lag. Den entscheidenden Durchbruch erzielte Silva in der vergangenen Saison bei UD Las Palmas in der spanischen La Liga. Trotz des Abstiegs des Vereins überzeugte der Mittelstürmer mit zehn Toren und drei Assists in 24 Einsätzen und war bester Torschütze seines Teams.

Die BVB-Verantwortlichen schätzen wohl besonders Silvas Vielseitigkeit, da er für einen Mittelstürmer ungewöhnlich variabel einsetzbar ist. Silva absolvierte bislang ein A-Länderspiel für Portugal im vergangenen November. Der 23-Jährige gilt als großes Talent, das sein Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft hat.

Mit Silva würde Dortmund seine Transferoffensive im Sturm komplettieren und sich eine weitere Alternative zu Serhou Guirassy verschaffen. Der Portugiese muss allerdings erst noch sein endgültiges „Ja“ geben, bevor er sich in der Bundesliga beweisen kann. Die Konkurrenz aus Italien macht dem BVB das Leben schwer – doch die Dortmunder hoffen weiter auf den Zuschlag. (ck)

Rubriklistenbild: © Ulrich Hufnagel/Imago

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