Vater zieht die Fäden

BVB-Offensivspieler Julian Brandt prüft offenbar Vereinswechsel

Julian Brandt musste zuletzt beim BVB auf der Bank Platz nehmen. Berichten zufolge soll der Offensivstar Wechsel-Optionen sondieren.

Dortmund – Macht Julian Brandt den Abflug aus Dortmund? Der BVB-Star hält sich zumindest alle Optionen offen, wie Sky jetzt berichtet. Denn demnach habe Vater und Berater Jürgen für die aktuelle und kommende Transferperiode ein Mandat an die Agentur „Wasserman“ vergeben, das für das Ausland gültig sei. 

Julian Brandt ist beim BVB nicht unumstritten.

Die aktuelle Transferperiode läuft noch bis zum 1. September, ein kurzfristiger Wechsel erscheint unwahrscheinlich, auch wenn Brandt mit der aktuellen sportlichen Situation unzufrieden sein dürfte. Denn im DFB-Pokal bei Rot Weiss Essen und beim Bundesliga-Auftakt beim FC St. Pauli war er nur Ersatz. 

Brandt: Vertrag beim BVB läuft bis 2026

Immerhin traf er in Hamburg nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 3:1, auch wenn es nur zum 3:3 reichte. In der vergangenen Saison stand er in 30 Bundesliga-Spielen 28 Mal in der Startelf. Sein Vertrag läuft allerdings nur noch bis 2026, und unumstritten ist er aufgrund schwankender Leistungen schon länger nicht mehr.

„Die Zukunft ist offen“, sagte BVB-Geschäftsführer Lars Ricken zuletzt bei Sky90. „Wir schauen, wie die Saison verläuft. Er kämpft sich aus seinem Tief heraus, ich kann mir auch eine Vertragsverlängerung vorstellen, wenn die Leistung stimmt.“ Es sei ein Vertrauensverhältnis gewachsen, dass man ein Gespür dafür bekomme in den nächsten Monaten, wohin die Reise gehe, so Ricken.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Ricken weiter: „Ich glaube, er weiß, was er am BVB hat. Auch wenn er jetzt nicht gespielt hat, Niko (Kovac, Anm. d. Red.) schätzt ihn. Wenn er solche Reaktionen zeigt, bin ich mir sicher, dass er sehr zeitnah auch unter den ersten Elf auf dem Platz steht.“ Laut den Ruhr Nachrichten sollen laut BVB-Plan Ende des Jahres Zukunftsgespräche stattfinden. Gut möglich, dass sich Brandt vorher schon anders entscheidet. (anre)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Brett Davis

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare