Paris im Endspiel
Champions-League-Finale? PSG darf sich vor allem bei einem Helden bedanken
Paris Saint-Germain erreicht das Champions-League-Finale und greift nach dem Henkelpott. Zu verdanken ist dies vor allem einem Helden bei PSG.
Paris – Am 31. Mai wird Paris Saint-Germain in der Münchner Allianz Arena das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand bestreiten. Die Franzosen setzten sich im Halbfinale mit 1:0 und 2:1 gegen den FC Arsenal durch.
Weil PSG die bessere Mannschaft war? Nein, meint Mikel Arteta. „Wir waren deutlich besser als sie“, sagte Arsenals Chefcoach nach dem Ausscheiden aus der Königsklasse bei CBS Sports.
„Unglaubliche Paraden“: Donnarumma erneut im Fokus
Doch: „Wenn man die beiden Spiele betrachtet, war ihr Torhüter der beste Spieler – er hat im Halbfinale den Unterschied ausgemacht!“ Auch Mittelfeldakteur Declan Rice konstatierte: „Es war eine dieser Nächte, wo der Torhüter unglaubliche Paraden hatte.“
Gemeint ist Gianluigi Donnarumma, der den Gunners sowohl im Emirates Stadium als auch im Parc des Princes das Leben schwermachte. Dabei gab es zu Beginn des Rückspiels infolge einer Parade einen Schreckmoment: Donnarumma musste nach einem Sturz auf die Schulter behandelt werden, Ersatztorhüter Matvei Safonov wärmte sich bereits auf.
Doch Donnarumma setzte die Partie bravourös fort. Die französische Sporttageszeitung L‘Équipe bewertete den Auftritt des italienischen Nationaltorhüters im Rückspiel gegen Arsenal mit neun von zehn Punkten – kein anderer Spieler erhielt eine bessere Bewertung: „Der Italiener blieb bei seinem Topniveau und ist einer der Helden des Finaleinzugs. Er hielt Paris zunächst in einer heißen Anfangsphase am Leben mit einer ersten Heldentat gegen Ödegaard.“
Ex-Milan-Keeper Donnarumma trifft auf Inter
Der 26-Jährige, der 2021 von der AC Mailand zu PSG wechselte, sagte vor seinem ersten Champions-League-Endspiel bei Amazon Prime: „Ich bin aufgeregt, ich werde viele meiner Teamkollegen aus der Nationalmannschaft herausfordern, es wird spannend. Ich denke schon daran, ich werde Freunde treffen, meinen alten Torwarttrainer. Gegen Inter wird es hart, aber sehr schön.“
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Donnarumma, der sich in der Vergangenheit zuweilen als Unsicherheitsfaktor im Pariser Tor erwies, ist in dieser Spielzeit der größte Verlässlichkeitsfaktor bei PSG. Bereits im Achtelfinale avancierte er mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Helden gegen den FC Liverpool. Auch im Viertelfinale gegen Aston Villa glänzte er mit einigen Paraden der Kategorie Weltklasse.
Donnarumma: „Der Spirit hat sich bei uns verändert“
Dass PSG vom Henkelpott träumen darf, ist vor allem Donnarumma zu verdanken – aber auch der Tatsache, dass Cheftrainer Luis Enrique nach den Abgängen der Superstars Lionel Messi, Neymar und im vergangenen Sommer Kylian Mbappé ein funktionierendes Team geformt hat.
„Der Spirit hat sich bei uns verändert. Wir treten jetzt viel mehr als ein Team auf. Wir spielen füreinander“, sagte Donnarumma, als er explizit nach Mbappé gefragt wurde.
„Klar, wir vermissen ihn, er ist einer der besten Spieler der Welt, und ich wünsche ihm nur das Beste, weil er ein guter Freund ist. Aktuell steht die Mannschaft aber eng zusammen, es läuft gut. So haben wir mit Italien die Europameisterschaft gewonnen. Das macht in jedem Team den Unterschied.“
Bereits nach dem Hinspiel-Erfolg gegen Arsenal schwärmte Rechtsverteidiger Achraf Hakimi davon, dass PSG in dieser Saison „wie eine Familie“ auftrete. Ob daraus auch der ganz große Wurf resultiert, wird sich am 31. Mai in München zeigen.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Sébastien Muylaert
