Zentrale Rolle statt Flügelspieler

Nagelsmann schwärmt von Bayern-Star: „Extrem beeindruckend“

Serge Gnabry glänzt zum Saisonstart – und bekommt nun auch vom Bundestrainer Lob. Seine Rolle hat sich dabei deutlich verändert.

München – Serge Gnabry ist zurück im Fokus – und das nicht etwa auf dem Flügel. Nach seinem starken Saisonstart äußerte sich nun auch der Bundestrainer Julian Nagelsmann mit deutlichen Worten. Beim 6:0-Auftaktsieg des FC Bayern gegen RB Leipzig zeigte sich Gnabry in bestechender Form. Besonders auffällig: Der 30-Jährige agierte nicht wie gewohnt auf dem Flügel, sondern übernahm die Rolle hinter Harry Kane.

Serge Gnabry

Julian Nagelsmann stellte auf der Pressekonferenz zur DFB-Nominierung für die September-Spiele in der WM-Qualifikation klar: „Das Sommer-Transferfenster war für Serge ziemlich gut. Wir denken, dass er eine gute Rolle als zentrale Nummer 10 spielt. Ich sehe ihn nicht als klassischen Flügelspieler, was er beim FC Bayern zumeist spielen musste.“ Gnabry wurde für die kommenden Länderspiele nominiert, obwohl er zuvor als Wackelkandidat galt.

Zentrale Rolle statt Flügelspieler

Nagelsmann hob insbesondere Gnabrys Leistung gegen Leipzig hervor: „Das Spiel gegen Leipzig war extrem beeindruckend; es war eine der besten Leistungen, die ich in den vergangenen fünf oder sechs Jahren gesehen habe.“ Mit dieser Aussage machte der Coach deutlich, wie viel Potenzial er in der neuen Rolle seines Schützlings sieht. Zugleich formulierte er eine klare Erwartung: „Es ist wichtig, dass Serge Konstanz zeigt. Er hat Power, einen guten Abschluss und eine gewisse Kreativität. Als Nummer 10 hinter Harry Kane bringt er seine Stärken ins Spiel.“

Gnabry füllte seine neue Rolle beim Bundesligaauftakt gegen Leipzig mit Leben. Zwei Torvorlagen, zahlreiche gefährliche Aktionen – der Offensivmann präsentierte sich auffällig spielfreudig und dynamisch. Dabei vertrat er den verletzten Jamal Musiala auf der Zehn – und überzeugte mit Übersicht und Zielstrebigkeit.

Vom Sündenbock zum Hoffnungsträger: Die wundersame Auferstehung von Serge Gnabry beim FC Bayern

Gemeinsam mit Joshua Kimmich (untere Reihe, 6. von links) gehört Serge Gnabry 2008/09 (obere Reihe, 4. von links) zu den großen Nachwuchstalenten bei den Schwaben. Als gebürtiger Stuttgarter hat er die VfB-DNA im Blut.
In der B-Jugend des VfB Stuttgart macht Gnabry 2011 auf sich aufmerksam. Im Jahr 2006 war er von Stadt-Rivale Stuttgarters Kickers in die Jugendakademie des VfB gewechselt.
Der Offensivspieler entscheidet sich für einen Wechsel zum FC Arsenal, steht 2012 im Capital One Cup auf dem Platz. In Arsenals U18-Team startete sein Insel-Abenteuer.
Auch der DFB lässt sich Gnabrys Potenzial nicht engehen. Mittlerweile, wir schreiben das Jahr 2013, spielt Gnabry auch für die deutsche U19-Nationalmannschaft. Debütiert hatte er bereits in der U16.
Vom Sündenbock zum Hoffnungsträger: Die wundersame Auferstehung von Serge Gnabry beim FC Bayern

Vom Wackelkandidaten zum Schlüsselspieler

Die Entwicklung ist umso bemerkenswerter, da Gnabry noch vor wenigen Wochen als möglicher Verkaufskandidat galt. Verletzungen und Formdellen hatten ihn in der Vorsaison zurückgeworfen. Doch die Abgänge von Sané, Coman, Tel und Zaragoza, sowie die Verletzung von Jamal Musiala, veränderten die Ausgangslage – Gnabry blieb und scheint nun wichtiger denn je.

Auch Vincent Kompany weiß um die Qualitäten seines Spielers. Nach dem Spiel gegen Leipzig sagte der Bayern-Coach: „Serge ist ein sehr unterschätzter Spieler. Er war in der Vergangenheit immer wieder wichtig in großen Spielen für den FC Bayern und ist immer wieder wichtig. Ich bin nicht überrascht und finde nicht, dass er aktuell viel besser ist als normal – das ist sein Niveau.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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