Mondpreise werden korrigiert
DFB-Fans erhalten WM-Tickets nun doch günstiger – doch es gibt einen Haken
Die Ticketpreise der WM 2026 sorgten für jede Menge Ärger. Die FIFA reagiert. Was hat es mit dem Sonderkontingent für DFB-Fans auf sich?
Berlin – Eine Fußball-Weltmeisterschaft live im Stadion mitverfolgen? Was für viele seit jeher ein absoluter Traum ist, ist für andere schlichtweg unbezahlbar – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Preise, die für die Vorrunden-Spiele der deutschen Nationalmannschaft aufgerufen werden, haben die DFB-Fans schockiert. Nun gibt es eine gute Nachricht: Ein Sonderkontingent soll helfen, die Tickets erschwinglicher zu gestalten.
155 Euro gegen Curaçao, 190 Euro gegen die Elfenbeinküste und 230 Euro gegen Ecuador? Diese Preise – und zwar in der jeweils günstigsten Kategorie – wollen die Fans nicht akzeptieren. Die teilnehmenden Mannschaften dürfen sich jetzt über ein Sonderkontingent freuen, denn der FIFA waren die Proteste nicht verborgen geblieben.
Sonderkontingent soll DFB-Fans günstigere WM-Tickets bieten
Der Deutsche Fußball-Bund möchte seinen Anteil am Sonderkontingent nutzen, um den loyalsten Fans einen preiswerteren Zugang in die Stadien ermöglichen zu können. 60 US-Dollar (entspricht 51 Euro) werden aufgerufen, ganz egal, ob es sich um ein Spiel während der Vorrunde oder ein mögliches Finale handelt.
Der neue Preis klingt natürlich verlockend, aber: Nur ein Bruchteil ist auch wirklich günstiger zu erwerben. Der sogenannte „Basisrang“ betrifft gut ein Prozent aller Tickets, die restlichen Eintrittskarten also gibt es nur für Unsummen. Geschäftsführer Andreas Rettig hatte mit seiner Kritik zuletzt nicht hinterm Berg gehalten.
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„Die WM ist von Deutschland aus gesehen weit weg und ein Besuch ist ohnehin mit größerem Aufwand und hohen Reisekosten verbunden. Auch deshalb hätten wir uns für unsere Fans insgesamt günstigere Tickets gewünscht“, sagte er. Um zu veranschaulichen, wie viele Basisrang-Eintrittskarten verkauft werden, lohnt sich ein Blick auf die Ticket-Anzahl.
Gegen Curaçao stehen dem DFB insgesamt 4.307 Tickets zur Verfügung. 430 Stück wandern in den Basisrang, sind also für gut 50 Euro zu ergattern. Ein Schnäppchen wird das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada also keinesfalls – und dass der Titel am Ende unbezahlbar wäre, kann leider auch niemand behaupten.
Auch die internationale Fanvereinigung Football Supporters Europe konnte sich nicht uneingeschränkt freuen. Zwar wären die neuen Preise ein Schritt in die richtige Richtung, die geringe Anzahl jedoch könne das finanzielle Problem damit nicht beheben. Die klare Forderung: Die FIFA muss in einen ernsthaften Dialog eintreten, der den Beitrag der Fans respektiert. (is)
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