Nächster Halt: Istanbul
Leroys letzter Tanz: Sanés Abschiedsworte beim FC Bayern
Leroy Sané verabschiedet sich still, aber mit klaren Worten vom FC Bayern – und zeigt in seinem letzten Spiel nochmal Licht und Schatten.
Miami – Ein letztes Mal kam Leroy Sané dann doch noch vorbei. Der Flügelspieler, der ab dem heutigen 1. Juli offiziell Spieler von Galatasaray Istanbul ist, vermied während seiner Zeit beim FC Bayern öffentliche Interviews und den Gang zu den Reportern nach dem Spiel.
Sportler-Familie, Freundin und Kinder – Bayern-Abgang Leroy Sané privat




Nach dem 4:2-Sieg gegen Flamengo stellte sich der Angreifer aber noch einmal den Fragen – schließlich war die Partie sein letzter Auftritt im Bayerntrikot. „Ich muss das alles noch ein bisschen einordnen. Das war mein letztes Spiel nach fünf Jahren, das ist schon eine Weile“, bilanzierte ein gelöster Sané nach Abpfiff. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit hier, mit Höhen und Tiefen. Jetzt ist die Zeit vorbei, ich habe das bis jetzt noch gar nicht richtig realisiert. Ich wünsche den Bayern jetzt nur das Beste, sie verdienen es.“
Sané ließ wieder Großchancen liegen
Zuvor zeigte der Angreifer eine durchwachsene Leistung, die symbolisch für die eigenen Höhen und Tiefen im Spiel des Leroy Sané beim FC Bayern stand. Der Flügelspieler kam in der Schlussphase ins Spiel, hängte sich – entgegen der ihm oft vorgeworfenen Körpersprache – voll rein und kam schließlich zu zwei guten Torchancen – die Sané allerdings beide eher kläglich vergab.
Nach Abpfiff gab es dann eine lange Umarmung zwischen ihm und Vincent Kompany. „Ich habe für ihn nichts als Respekt. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man mit jemandem die Umkleidekabine geteilt hat“, sagte der Trainer, der mit Sané einst bei Manchester City zusammengespielt hat. „Wir haben bei ManCity viele Dinge zusammen gewonnen und haben auch hier weiter gewonnen. Mein Verhältnis zu ihm wird immer sehr gut bleiben. Ich wünsche ihm das Beste.“ Eine öffentliche Verabschiedung Sanés vor dem Spiel war aufgrund der FIFA-Regularien nicht möglich, vereinsintern wurde dies allerdings am Montag nachgeholt.
Bekommt Musiala jetzt die „10“?
Für Sané geht es nun in Istanbul weiter, wo er nach seiner Ankunft frenetisch empfangen wurde. „Darauf konnte man sich gar nicht vorbereiten. Wenn man da steht, ist das schon speziell. Das hat mich sehr gefreut.“ Beim FC Bayern hinterlässt Sané nun eine Lücke auf dem linken Flügel, die es für die sportliche Führung in den nächsten Wochen zu schließen gilt. Immerhin: Mit Jamal Musiala hat er zumindest für seine Rückennummer Zehn einen Nachfolger im Blick: „Ich hoffe er bekommt sie, das würde mich freuen. Er hat noch große Dinge vor sich.“
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