Trapp-Abschied beschlossen

Eintracht Frankfurt terminiert wohl Medizincheck für neuen Keeper

Bei Eintracht Frankfurt bahnt sich ein Umbruch auf der Torwart-Position an. Für den Fall, dass Kevin Trapp geht, ist der Nachfolger offenbar gefunden.

Frankfurt Eintracht Frankfurt steht möglicherweise vor einer bedeutenden Veränderung auf der Torwartposition. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der Bundesligist starkes Interesse an Michael Zetterer von Werder Bremen zeigen. Die Adlerträger reagieren damit auf den drohenden Abgang von Kapitän Kevin Trapp, der vor einem Wechsel zum Paris FC stehen soll.

Michael Zetterer könnte schon bald das Trikot von Eintracht Frankfurt haben.

Nach AF-Informationen hat sich Trapp nun endgültig für einen Abgang aus Frankfurt entschieden. Für den 35-Jährigen ist eine Ablöse zwischen einer und anderthalb Millionen Euro im Gespräch. Diese soll aufgrund des Alters jedoch eher symbolischen Charakter haben. Auf der Suche nach einem Nachfolger haben sich die Bosse um Markus Krösche bereits auf Zetterer festgelegt.

Zetterer als Top-Favorit – Eintracht Frankfurt hat bereits Medizincheck gebucht

Er erfülle das seltene und gesuchte Profil der „eierlegenden Wollmilchsau“ also einem Keeper, welcher das Profil einer neuen Nummer 1 besitzt, jedoch auch bereit ist, als Ersatzmann für Top-Talent Kauã Santos zu fungieren. Der Brasilianer soll langfristig das Trapp-Erbe antreten. Nach BILD-Informationen haben sich die SGE und Zetterer bereits auf einen Vertrag bis 2029 geeinigt. Als Ablöse stehen etwa 4,5 Millionen Euro im Raum.

Laut Informationen der Deichstube soll Eintracht Frankfurt sogar bereits einen Medizincheck für ihren neuen Torwart gebucht haben. Dies deckt sich ebenfalls mit Informationen von AF. Der Medizincheck soll noch am Wochenende stattfinden. Ob es sich dabei tatsächlich um Bremens Zetterer handelt, bleibt offen.

Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Auf Platz eins der teuersten Neuzugänge in der Geschichte von Eintracht Frankfurt ist Hugo Ekitiké. Nach einem halben Jahr auf Leihbasis wechselte der Franzose im Sommer 2024 fest zur SGE – durch Bonuszahlungen kostete er die Eintracht 31,5 Millionen Euro. Mit seinem Wechsel zum FC Liverpool für 95 Mio. Euro ist er gleichzeitig auch Rekordabgang.
Der zweitteuerste jemals von Eintracht Frankfurt getätigte Einkauf ist Elye Wahi. Satte 26 Mio. Euro zahlten die Hessen im Januar 2025, nachdem Omar Marmoush sich in Richtung Manchester City verabschiedet hatte.
Luka Jovic spielte sich als Mitglied der berühmt berüchtigten Büffelherde in den Fokus von Europas Elite. Nach zwei Jahren auf Leihbasis verpflichtete Eintracht Frankfurt den Stürmer 2019 für 22,34 Mio. Euro, nur um ihn umgehend für fast das Dreifache (63 Mio. Euro) an Real Madrid zu verkaufen.
Erst in diesem Sommer neu in der Liste der teuersten Eintracht-Neuzugänge ist Jonathan Burkardt. Nach zähen Verhandlungen hat die SGE sich mit Mainz 05 auf eine Ablöse in Höhe von 21 Mio. Euro geeinigt.
Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Beim Pokal-Spiel von Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld stand Zetterer allerdings noch in der Bremer Startelf. Ähnlich wie Kevin Trapp bei der SGE? Dino Toppmöller sorgte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Oberligisten FV Engers für einige Schmunzler, als er den Routinier trotz Wechsel-Posse für die erste Elf ankündigte.

Toppmöller bestätigte Trapps Einsatz und lobte dessen professionelle Einstellung: „Kevin ist total professionell und geht super mit der Situation um. Er wird am Sonntag im Tor stehen.“ Zeitgleich schob der erfahrene Trainer jedoch eine deutliche Einschränkung hinterher: „Ich kann nur sagen, was ich wahrnehme. Aber ich kann nicht sagen, wie es sich entwickelt.“

Zetter-Deal könnte Trapp-Einsatz blockieren

Geht es bei Zetterer plötzlich ganz schnell und trauen die Verantwortlichen ihm die Doppelbelastung zu, könnte der Neuzugang einen möglicherweise letzten Einsatz Trapps dennoch verhindern. Schließlich stellt jeder Einsatz ein Verletzungsrisiko dar. Santos laboriert derweil noch immer an den Folgen seines Kreuzbandrisses. Der Keeper macht gute Fortschritte, ein Einsatz käme jedoch noch deutlich zu früh.

Für Werder Bremen könnte ein Abgang Zetterers bedeuten, kurzfristig nach einem adäquaten Ersatz suchen zu müssen. Die Deichstube berichtet, dass der Verein bereits Ausschau nach möglichen Alternativen hält, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. (fpt und cm)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Heiko Blatterspiel

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