Virkus spricht Klartext
Falsche Versprechen? Gladbach spricht Klartext über Čvančara
Borussia Mönchengladbach hat auf die Anschuldigungen von Tomáš Čvančara reagiert und offen über den gescheiterten Winter-Transfer gesprochen.
Mönchengladbach – Am Donnerstag herrschte bei Borussia Mönchengladbach reger Gesprächsbedarf. Das ist Usus, in der Regel halten die Fohlen an diesem Tag ihre Pressekonferenzen ab. Aber es war auch hinter den Kulissen viel los.
Čvančara erhob Vorwürfe gegen Gladbach
Tomáš Čvančara äußerte sich am Mittwoch in einem Beitrag auf Instagram zu seiner Situation bei den Fohlen, sprach im Zuge dessen von einem Wechselwunsch im Winter, falschen Versprechungen des Klubs, einer unzufriedenstellenden Rolle und betonte, sein Gedanke an eine Luftveränderung bestehe weiterhin.
Zunächst einmal erklärte nun Gerardo Seoane, der Stürmer müsse keine Konsequenzen fürchten. „Tomáš hat am Mittwoch nicht trainiert, er hatte Probleme am Rücken und Nacken. Er wird beim Abschlusstraining dabei sein und am Samstag zur Verfügung stehen“, stellte der Cheftrainer klar.
Am Rande der Pressekonferenzen steht den Reportern zusätzlich Sport-Geschäftsführer Roland Virkus als Gesprächspartner zur Verfügung. Der 58-Jährige war selbstverständlich auch zu Čvančara befragt worden, anders als Seoane äußerte er sich ausführlich zu den Geschehnissen in dieser Woche.
Virkus spricht über Stürmer-Eklat in Gladbach
„Tomáš hatte bei uns keine einfache Zeit. Wir waren unzufrieden, er war unzufrieden. Wir haben im Winter ganz offen gesprochen und gemeinsam – Tomáš, sein Management, wir – entschieden, dass eine Leihe vielleicht Sinn ergibt.“
Sinn hätte ebenjene Leihe aber nur ergeben, hätte Borussia im Gegenzug einen Ersatz verpflichten können. Franck Honorat hatte schon damals mit seiner Fußverletzung zu kämpfen, auch Nathan Ngoumou war im Januar ausgefallen. „Das war ganz transparent kommuniziert“, stellte Virkus klar.
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Bei einem potenziellen Ersatz habe es sich nicht um Jan-Niklas Beste gehandelt, der vor seinem Wechsel von Benfica zum SC Freiburg in Gladbach im Gespräch war. Gleichwohl war es müßig, über eine Alternative zu Čvančara zu sprechen, denn „es gab nichts, das uns dazu bewogen hätte, das zu machen“, so Virkus. „Es ist meine Aufgabe, für Ersatz zu sorgen, das wäre in dieser Konstellation nicht möglich gewesen.“
Virkus zu Čvančara: „Das ist für mich gegessen“
Virkus hat das Gespräch mit Čvančara gesucht, der Stürmer habe sich wiederum einsichtig gezeigt: „Jeder geht damit anders um. Er hat den falschen Weg gewählt, das sieht er ein. Damit ist das für mich gegessen.“
Ob ein Transfer bald aufgrund der Entwicklungen in dieser Saison erneut ein Thema wird? Das deutete der 24-Jährige in den sozialen Netzwerken an, war aber nicht Gegenstand des Gesprächs. „Wir haben darüber noch nicht gesprochen“, stellte Virkus klar und betonte: „Es kann sein, dass Tomáš auf uns zukommt und wir dann wieder versuchen werden, eine gute Lösung für ihn und für uns zu finden.“
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