Anfangs belächelt

„Perfekter Trainer“: Sportboss sieht Kompany-Ära beim FC Bayern

Von vielen Seiten anfangs als Notlösung verspottet, ist Cheftrainer Vincent Kompany längst die große Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft beim FC Bayern.

München – Dass man beim FC Bayern derzeit so glücklich über das Auftreten der Profis ist, hat sehr viel mit dem im Sommer 2024 verpflichteten Belgier Vincent Kompany zu tun. Nachdem zuvor Xabi Alonso, Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann abgesagt hatten, wurde die Verpflichtung des heute 39-Jährigen, der gerade mit dem FC Burnley aus der Premier League abgestiegen war, öffentlich mehrheitlich von viel Spott begleitet. Mittlerweile ist er nach mehr als 20 Jahren der erste FCB-Cheftrainer seit Ottmar Hitzfeld, dessen Vertrag beim Rekordmeister verlängert wurde.

FCB-Chefcoach Vincent Kompany beim BL-Spiel bei Union Berlin.

Vincent Kompanys Vertrag beim FC Bayern läuft nun bis 2029 (ursprünglich 2027). Das große Ziel des deutschen Rekordmeisters ist es, mit ihm langfristig etwas aufzubauen. Zudem erhofft man sich an der Säbener Straße, dass die Verlängerung mit dem früheren Weltklasse-Innenverteidiger auch ein Zeichen für die Spieler setzt. Denn mit einigen Profis, darunter Harry Kane, Dayot Upamecano, Michael Olise und Konrad Laimer, soll ebenfalls kurzfristig verlängert werden. Eine Kontinuität, die in den letzten Jahren beim FC Bayern so sehr vermisst wurde, soll jetzt die Spieler dazu bewegen, ihrerseits mitzuziehen.

FCB-Sportdirektor Freund schwärmt von Kompany

Christoph Freund, der Sportdirektor des FC Bayern, äußerte sich nun in einem Interview mit Sky fast schon euphorisch über die Zusammenarbeit mit dem 39-Jährigen: „Es ist einfach ein riesiges Vergnügen, mit einem solchen Trainer und Menschen zusammenzuarbeiten. Er ist ein fantastischer Charakter, ein wunderbarer Mensch“.

Der Österreicher weiter: „Es ist immer eine Freude, mit ihm zu sprechen, Dinge mit ihm zu diskutieren und ihm zuzuhören. Er ist ein intelligenter Mann, der sich viele Gedanken über Fußball und das Leben im Allgemeinen macht, deshalb ist es einfach wunderbar, dass er bei uns ist. Er ist wirklich ein außergewöhnlicher Trainer für den FC Bayern.“

Zwei Bayern-Angreifer in der Top 10: Die besten Torjäger der Champions-League-Historie

Gerd Müller – der Bomber der Nation. 570 Tore schoss der 2021 verstorbene Müller während seiner Profi-Laufbahn, davon 34 im Europapokal der Landesmeister. Dafür benötigte er nur 35 Spiele.
Edinson Cavani ist einer der erfolgreichsten Torjäger Uruguays. Er erzielte 35 Treffer in seiner CL-Laufbahn für Vereine wie die SSC Neapel, PSG und Manchester United.
36 Tore im damaligen Europapokal der Landesmeister erzielte die ungarische Legende Ferenc Puskás. Bei Real Madrid ging der Ungar sehr erfolgreich auf Torejagd, gewann mit den Madrilenen dreimal den Europa-Pott.
Sergio „Kun“ Agüero lief in der Champions League für Manchester City, Atletico Madrid und ein einziges Mal für Barcelona auf, erzielte dabei in 79 Spielen 41 Tore.
Zwei Bayern-Angreifer in der Top 10: Die besten Torjäger der Champions-League-Historie

Darauf angesprochen, ob Kompany vielleicht sogar eine lange Ära beim FC Bayern prägen kann, meinte der 48-Jährige: „Ich bin absolut überzeugt, dass er der perfekte Trainer für den FC Bayern München ist. Wir wissen, dass man im Fußball nicht alles hundertprozentig planen kann. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn er sehr lange bei Bayern bliebe. Er bringt alle notwendigen Qualifikationen dafür mit.“

Tatsächlich ist Kompany derzeit beim deutschen Rekordmeister sehr viel zuzutrauen. Seine Spieler haben sein Spielsystem, speziell das aggressive nach vorne verteidigen bestens angenommen, sie scheinen mit ihm durchs Feuer zu gehen. Selbst eine Rekordserie geht bei ihm nicht mit einer bitteren Niederlage zu Ende, ihm Gegenteil: Die Spieler gingen nach dem Ausgleichstreffer tief in der Nachspielzeit sogar mental gestärkt aus der Partie bei Union Berlin. Nach dem sechsjährigen Intermezzo von Hitzfeld an der Säbener Straße (1998-2004) waren die drei Jahre von Pep Guardiola (2013-2016) die längste Verweildauer eines FCB-Cheftrainers. Mittlerweile wäre es fast schon überraschend, wenn Kompany die nicht knacken würde.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Taeger

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