DFB-Keeper am Scheideweg

Flick degradiert ter Stegen: Jetzt kann es nur eine Lösung geben

Marc-André ter Stegen ist dem FC Barcelona nicht mehr gut genug. Jetzt liegt es am DFB-Keeper, Konsequenzen zu ziehen. Ein Kommentar.

Barcelona – Marc-André ter Stegen hat für den FC Barcelona 422 Pflichtspiele bestritten. Der gebürtige Mönchengladbacher belegt damit unter den Rekordspielern Barças den elften Platz.

Ob für ter Stegen noch ein weiterer Einsatz für die Blaugrana hinzukommt, ist allerdings fraglicher denn je.

Im September 2024 zog sich ter Stegen einen Patellasehnenriss zu. Rückblickend war es für ihn sicherlich ein einschneidender Karrieremoment. Bis Mai 2025 musste er auf sein Comeback warten. Kurz darauf wanderte er wieder auf die Ersatzbank – und jetzt kommt alles viel schlimmer.

Ter Stegen beim FC Barcelona degradiert

Laut den katalanischen Sportzeitungen Sport und Mundo Deportivo soll ihm Trainer Hansi Flick zu verstehen gegeben haben, dass er beim FC Barcelona künftig sogar nur noch Nummer drei ist.

Alle Stadien der spanischen Primera División 2025/26

Estadi Municipal de Montilivi (Girona FC), 14.184 Plätze: Im Estadi Municipal hat sich mit dem Girona FC eine weitere Kraft im katalanischen Fußball etabliert. Dank des Eigentümers, der City Football Group, und ihrer Finanzspritzen konnte hier bereits Champions-League-Fußball bewundert werden.
Estadio de Vallecas (Rayo Vallecano), 14.505 Plätze: Auf dem Papier ist Vallecas ein Stadtteil von Madrid – doch im stadtteileigenen Stadion pflegen der Klub und seine Fans ihren ausgeprägten Lokalstolz. Immer wieder wurden hier große Favoriten der Liga zu Fall gebracht. In der vergangenen Spielzeit qualifizierte sich Rayo nun sogar für die Conference League.
Coliseum Alfonso Pérez (Getafe CF), 17.700 Plätze: Etwa 15 Kilometer südlich des Madrider Stadtzentrums liegt Getafe. Trotz der starken Konkurrenz in der Nachbarschaft behauptet sich der ortsansässige Klub nicht nur in La Liga, sondern nahm bereits mehrfach an der Europa League teil – unter anderem musste auch der FC Bayern im Coliseum bestehen.
„Seit 2023 wird im baskischen Vitoria-Gasteiz wieder erstklassig gespielt. Im Mendizorrotza-Stadion will Deportivo Alavés an die großen Zeiten Anfang der 2000er-Jahre anknüpfen. International bekannt wurde der Klub durch das unvergessene UEFA-Cup-Finale in Dortmund, in dem man dem FC Liverpool dramatisch mit 4:5 unterlag.
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Der für 25 Millionen Euro von Stadtrivale Espanyol verpflichtete Joan García ist demnach als Nummer eins eingeplant, Wojciech Szczęsny, der seinen Vertrag bis 2027 verlängert hat, als erster Vertreter.

García war in der abgelaufenen LaLiga-Saison der Torhüter mit den meisten Rettungstaten, Szczęsny war indes in Abwesenheit ter Stegens ein verlässlicher Rückhalt für Barça, hatte entscheidenden Anteil am nationalen Triple.

Auch das Gehalt spielt bei ter Stegen eine Rolle

Dass García und Szczęsny in der Rangordnung vor ter Stegen sind, mag der Vereinslegende aufgrund ihres Status nicht gerecht werden. Doch sportlich gibt es Argumente, die Flick respektive dem Klub recht geben. Dass es daneben um finanzielle Motive geht, liegt auf der Hand.

Absolut Fussball-Reporter Adrian Kühnel rät Marc-André ter Stegen zu einem Abgang aus Barcelona.

Der FC Barcelona schleppt sich seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen herum. Ter Stegen besitzt bei der Blaugrana noch einen bis 2028 gültigen Kontrakt, laut Sport stehen ihm bis dahin noch 42 Millionen Euro zu. Geld, das Barça wohl liebend gern einsparen möchte.

Fragwürdiges Vorgehen bei ter Stegen spiegelt die Realität im Profifußball wider

Das Vorgehen der Katalanen mit der Klubikone, die außerdem noch das Kapitänsamt beim FC Barcelona innehat, mutet aber zumindest fragwürdig an – vor allem für alle Fußballromantiker.

Es wirkt, als wolle man ter Stegen vom Hof jagen, als würden seine Verdienste keine Rolle spielen.

Wenn emotionale Faktoren außen vor gelassen werden, mag dies die Realität der heutigen Fußballindustrie widerspiegeln: Ter Stegen wird nicht mehr gebraucht, verdient dafür zu viel Geld – und soll deshalb lieber heute als morgen gehen.

Ter Stegen steckt in einem Dilemma

Trotz der prekären Situation wolle ter Stegen bleiben und sich dem Konkurrenzkampf stellen, heißt es. Noch im Juni erklärte er hinsichtlich seiner Zukunft: „Ich freue mich extrem auf die kommende Saison, weil wir eine tolle Mannschaft haben, die jung, dynamisch und hungrig ist.“

2014 wechselte ter Stegen für 12 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum FC Barcelona. Elf Jahre spielt der Torhüter schon bei Barça. Der 33-Jährige fühlt sich wohl an der katalanischen Mittelmeerküste, spricht perfekt Spanisch und identifiziert sich mit den dortigen Menschen und der dortigen Kultur.

Im Mai stemmte ter Stegen, der kurz zuvor sein Comeback gefeiert hatte, den Meisterpokal in die Höhe.

Anfang März gaben ter Stegen und seine Ehefrau Daniela ihre Trennung bekannt. Inzwischen hat ter Stegen eine neue Freundin. Ex-Partnerin Daniela lebt mit dem gemeinsamen Sohn weiterhin in Barcelona. Auch wegen seines Sohnes wolle ter Stegen den Verein und die Stadt nicht verlassen, heißt es.

Jetzt muss Marc-André ter Stegen die Reißleine ziehen

Doch wenn ter Stegen seine Karriere nicht gefährden will, muss er nun die Reißleine ziehen und sich einen neuen Klub suchen, bei dem er als Stammtorhüter gesetzt ist! An Interessenten wird es nicht mangeln. Zuletzt wurden die AS Monaco, Galatasaray und Inter Mailand als Interessenten gehandelt.

Im Sommer 2026 steht die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada an. Jahrelang war ter Stegen im DFB-Team hinter Manuel Neuer die Nummer zwei und stand dadurch bei keiner Europa- oder Weltmeisterschaft im Tor. Mit dem Rücktritt Neuers aus der Nationalmannschaft sollte sich das ändern, die WM 2026 sollte ter Stegens erstes Turnier im DFB-Tor sein.

Bloß findet Bundestrainer Julian Nagelsmann nur dann Argumente dafür, wenn ter Stegen sie mit sportlichen Resultaten liefert. Auf der Ersatzbank oder Tribüne in Barcelona setzt ter Stegen nicht nur seine DFB-Zukunft aufs Spiel setzen. Ihm droht dann auch ein unrühmliches Ende seiner Karriere – das kann sicherlich nicht in seinem Interesse sein und deshalb muss er jetzt handeln!

Rubriklistenbild: © Collage: IMAGO, Absolut Fussball

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