Unterstützung von der Seitenlinie

Frauen-EM: DFB-Kapitänin Giulia Gwinn trifft Entscheidung für Viertelfinale

Giulia Gwinn half dem deutschen Team zuletzt gegen Schweden trotz ihrer schweren Verletzung. Für das EM-Viertelfinale ist jetzt eine Entscheidung gefallen.

Basel – Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft kann im EM-Viertelfinale gegen Frankreich erneut auf eine besondere Unterstützung zählen: Kapitänin Giulia Gwinn, die weiter verletzungsbedingt ausfällt, wird erneut zum Team reisen und im Stadion in Basel dabei sein.

Giulia Gwinn unterstützt DFB-Frauen auch gegen Frankreich

Obwohl Gwinn selbst nicht auf dem Platz stehen kann, bleibt sie eine wichtige Stütze für das DFB-Team. Die 26-Jährige hatte sich beim Auftaktspiel gegen Polen eine bittere Innenbandverletzung am linken Knie zugezogen und fällt für mehrere Wochen aus. Trotz dieses Rückschlags lässt sie ihre Mannschaftskolleginnen nicht allein und versucht dem Team mit ihrer Erfahrung und ihren Führungsqualitäten auch von außerhalb des Spielfelds wichtige Impulse geben.

DFB-Sportdirektorin Nia Künzer bestätigte nun Gwinns geplante Anwesenheit gegen Frankreich: „Giuli ist im Moment hier, wird aber zwischendurch noch mal nach München reisen und zum Frankreich-Spiel zurückkehren“, erklärte Künzer am Montag (14. Juli). Mehrere Teamkolleginnen hatten zuvor betont, welche Bedeutung die Kapitänin auch abseits des Rasens für die Mannschaft hat.

Giulia Gwinn zwischen Himmel und Hölle – Verletzungen, Erfolge und Privates der DFB-Kapitänin

Ihre Fußballbegeisterung entwickelte sich von klein auf. Gwinn, die auch Bastian Schweinsteiger als eines ihrer Idole benennt, im passenden Bayern-Dress.
Jedoch sollte es nicht beim Zuschauen bleiben. Den Vorbehalten ihrer Eltern zum Trotz schnürte Giulia bald selbst die Fußballschuhe und legte damit den Grundstein für ihre Karriere.
Über Friedrichshafen und Ravensburg ging es weiter nach Südbaden. Beim SC Freiburg startete 2015 ihre Profilaufbahn. Bis 2019 sollte sie im Schwarzwald bleiben.
Ihre Befähigung für große Aufgaben blieb nicht unbemerkt. Im November 2017 debütierte sie unter Steffi Jones in der A-Nationalmannschaft – beim 4:0-Sieg der DFB-Frauen über Frankreich.
Giulia Gwinn zwischen Himmel und Hölle – Verletzungen, Erfolge und Privates der DFB-Kapitänin

Frauen-EM: DFB-Sportdirektorin verbreitet Optimismus

Gwinn begann ihre Rehabilitation am 7. Juli in München, nur wenige Tage nach ihrer Verletzung. Trotz der notwendigen medizinischen Behandlung fand sie bereits beim letzten Gruppenspiel gegen Schweden den Weg zurück zur Mannschaft in Zürich.

Anders als bei der herben Pleite (1:4) gegen Schweden zuletzt soll ihre Anwesenheit beim Viertelfinale am kommenden Samstag (19. Juli, 21 Uhr) in Basel, dann auch sportlich Glück bringen und nicht nur für zusätzliche Motivation sorgen. „Trauerstimmung herrschte nicht. Wir haben ein gutes Miteinander und das gehört auch dazu“, betonte Künzer die positive Stimmung in der Mannschaft trotz der Niederlage gegen Schweden, die den verpassten Gruppensieg zur Folge hatte.

Giulia Gwinn unterstützt die DFB-Frauen auch im EM-Viertelfinale von der Seitenlinie aus.

Deutschland im EM-Viertelfinale gegen Frankreich – Gwinn-Vertreterin Wamser ist gesperrt

Das Spiel gegen Frankreich stellt nun die bislang größte Herausforderung für das deutsche Team bei dieser EM dar. Die Französinnen sind mit drei Siegen, unter anderem auch gegen den amtierenden Europameister England, durch die Vorrunde marschiert und gehen deshalb auch als Favorit ins Duell gegen die DFB-Frauen.

Beim Blick aufs deutsche Personal bereitet besonders jene rechte Abwehrseite Sorgen, auf der eigentlich Gwinn verteidigt hätte. Gegen Schweden sah ihre Vertreterin Carlotta Wamser die Rote Karte, eine weitere etatmäßige Rechtsverteidigerin ist nicht im Kader. Es bleibt abzuwarten, wie Bundestrainer Christian Wück die beiden schwerwiegenden Ausfälle auffangen will. (LuHa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Laci Perenyi

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