Angst vor Rückkehr in die Kabine

Fußball-Stars trauern am Sarg von Liverpool-Profi Diogo Jota

Der Tod von Diogo Jota setzt der Fußball-Welt zu. Nun sind sowohl Liverpool-Mitspieler als auch weitere Stars nach Gondomar gereist, um Abschied zu nehmen.

Gondomar – Es sind Aufnahmen, die ins Mark gehen. Aufnahmen von Fußballspielern, die um einen Teamkollegen trauern. Um einen Gegenspieler. Aber vor allem um einen tollen Menschen und einen guten Freund. Zahlreich sind sowohl die Stars des FC Liverpool als auch andere Profis nach Portugal gereist, um Abschied vom am Donnerstagmorgen tödlich verunglückten Diogo Jota zu nehmen.

Im portugiesischen Städtchen Gondomar – fasst Angaben zufolge etwas mehr als 160.000 Einwohner – scheint die Uhr still zu stehen. Überall wird geweint, es herrscht lähmende Stille. Viele Menschen sind gekommen zu der Kapelle, in der die Totenschau durchgeführt wird. Hinein dürfen allerdings nur die Familie – Jota hinterlässt seine Ehefrau Rute Cardoso und drei Kinder – und Freunde.

Verunglückter Diogo Jota: Seine Frau, drei Kinder – und besondere Beziehung in Liverpool

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Die Fußballer des Liverpools kommen gegen kurz vor 23 Uhr Ortszeit und finden ihren Weg durch die anwesenden Menschen. Natürlich gibt es dieses Mal keine gemeinsamen Bilder von Fans und Profis, stattdessen nur ein paar wenige Bilder der Fotografen. Es gibt seichten Applaus für die Stars.

Liverpool-Stars nehmen Abschied am Sarg von Diogo Jota

Auf den Fotos ist zum Beispiel zu sehen, wie Liverpool-Kapitän Virgil van Dijk immer wieder mit seinen Tränen ringt. Der Kopf gesenkt, der Blick leer. Ähnlich ergeht es Verteidiger Andy Robertson, auch Trainer Arne Slot – dem in seiner Premierensaison sonst fast immer zum Jubeln zumute war – ist die herzzereißende Trauer ins Gesicht geschrieben. Gegen 23.20 Uhr kommen die Liverpool-Spieler laut Bild-Informationen wieder aus der Kapelle.

Auch Bruno Fernandes (Manchester United) war gekommen

Währenddessen hat ein Superstar der „Reds“ große Bedenken an die Rückkehr nach Liverpool geäußert. Mohamed Salah fürchtet sich davor, die Kabine zu betreten, in der zukünftig der Platz von Diogo Jota leer sein wird. Salah sagte am Freitag: „Bis gestern hätte ich nicht gedacht, dass es etwas geben könnte, das mir Angst macht, nach der Pause nach Liverpool zurückzukehren.“

Auch Ex-Liverpool-Profi Fabinho (rechts in schwarz) nahm Abschied

Und weiter: „Es wird sehr schwer sein, zu akzeptieren, dass Diogo nicht mehr da sein wird, wenn wir zurückkehren. Meine Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern und natürlich seinen Eltern, die plötzlich ihre Kinder verloren haben.“ So ergeht es allen, die vom begnadeten Fußballer und sympathischen Familienmenschen Diogo Jota weltweit Abschied nehmen. (rele)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Carlos Carneiro

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