„An mir würde es nicht scheitern“
Klopp plaudert im Live-TV weitere Details über Völler-Telefonat aus
Vor dem furiosen WM-Viertelfinaleinzug der Schweiz äußert sich Jürgen Klopp offen über den Bundestrainer-Job – und ein wichtiges Telefonat mit Rudi Völler.
Es ist das Telefonat, über das aktuell ganz Fußball-Deutschland spricht. Noch bevor am vergangenen Dienstag (7. Juli) die mit Spannung erwartete Entscheidung verkündet wurde, dass Rudi Völler weiterhin DFB-Sportdirektor bleiben wird, gab es ein Gespräch zwischen dem 66-Jährigen und dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp. In seiner Rolle als WM-Experte bei MagentaTV gab Klopp vor dem Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien spannende Einblicke in das brisante Telefonat.
„Die Situation ist ja tatsächlich insofern ungewöhnlich, als eben nichts entschieden ist. Aber trotzdem können ein paar Gespräche geführt werden, egal, wie es am Ende ausgeht“, erklärte Klopp im Live-TV auf die Frage von Magenta-Moderator Johannes B. Kerner nach einem Gespräch mit Völler. Auch Thomas Müller war dort wieder als Experte tätig und äußerte sich im Wohnzimmer seiner Vancouver Whitecaps vielsagend über Klopp und das Amt des Bundestrainers.
Klopp verrät Details von Völler-Telefonat: „An mir würde es nicht scheitern“
Ausschlaggebend für den Anruf von Klopp seien Berichte gewesen, wonach zunächst unklar war, ob Völler unter einem Bundestrainer Klopp weitermachen wolle. „Und wenn man dann liest, dass darüber nachgedacht wird, ob Rudi Völler mit mir im Fall des Falles kann, dann fand ich es schon, dass es gut ist, dass wir mal miteinander direkt sprechen und einfach klären: ‚Gut, an mir würde es nicht scheitern‘“, so Klopp weiter.
Völler selbst bestätigte bei einer Runde mit ausgewählten Medienvertretern, zu denen auch Absolut Fussball gehörte, dass das Telefonat bereits am vergangenen Samstag (4. Juli) stattgefunden habe. Mittlerweile scheint klar: Auch jenes Telefonat mit Klopp soll den DFB-Sportdirektor dazu bewogen haben, erstmal in seinem Amt zu bleiben. Es soll allerdings auch ein Gespräch mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff gegeben haben.
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Klopp verriet bei MagentaTV auch, warum er Völler an seiner Seite als möglichen Bundestrainer schätzen würde: „Wenn es so kommen sollte, dann wäre es so, dass es hilfreich ist, dass man jemanden da hat, der die Abläufe und alles kennt. Rudi auf der einen Seite mit seiner Fußball-Erfahrung und auf der anderen Seite auch mit seiner langjährigen Tätigkeit im Verband – wo ich, wenn ich es werden würde, keinerlei Erfahrung habe. Ich habe weder Nationalmannschaft gespielt noch irgendwann mal eine trainiert.“
Bis die Klopp-Verkündung als neuer DFB-Coach offiziell wird, sind allerdings noch Verhandlungen zu führen. Zunächst müssen sich Klopp und der DFB über die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit einigen. Zudem braucht es grünes Licht von Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff, da Klopps aktueller Vertrag beim Brausekonzern noch bis 2029 läuft. Für Völler wäre die EM 2028 in Großbritannien wiederum das wohl letzte Turnier seiner Amtszeit. (kus)
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