In indigener Nationalmannschaft
Kolumbiens bester Fußballer entdeckte einst Bayern-Neuzugang Luis Díaz
Der Karriereweg von Luis Díaz bis hin zum FC Bayern war unkonventionell. Der nationale Fußball-Held war dabei ein wichtiger Türöffner.
München – Mit der Unterschrift des Kolumbianers Luis Díaz vom FC Liverpool konnte der FC Bayern endlich seinen Königstransfer für die anstehende Saison perfekt machen. Der 28-jährige Außenstürmer bringt ein Spielerprofil mit, das augenscheinlich zum Spiel der Bayern passt. Der Weg von „Lucho“ von seiner Heimatstadt Barrancas bis nach München war außergewöhnlich.
Der ungewöhnliche Karrierepfad von Luis Díaz hat unter anderem mit seiner Heimat Barrancas zu tun. Die Stadt liegt im nordöstlichen Bundesstaat La Guajira, der von Armut und staatlicher Vernachlässigung geprägt ist. Talentscouts begeben sich nur selten in die politisch instabile Region. Einen Ausweg fanden Díaz und sein Vater, der seinen Sohn bedingungslos förderte, in der 2014 ausgetragenen indigen kolumbianischen Meisterschaft. Luis Díaz Senior war dabei Trainer der Auswahl von La Guajira.
Bayern-Star Díaz überzeugte Valderrama bei indigenen Copa América
Die kolumbianischen Bundesstaaten trafen sich mit ihren jeweiligen indigenen Auswahlmannschaften zu einem Meisterschaftsturnier in der Hauptstadt Bogotá. Dort stach Díaz mit 17 Jahren heraus und wurde von keinem geringere als Carlos Valderrama für die indigene Nationalmannschaft Kolumbiens nominiert. „El Pibe“, der als größter Spieler der kolumbianischen Fußball-Geschichte gilt, war der Trainer und führte das Team 2015 zur einzigen indigenen Copa América, die in Chile parallel zur regulären Copa América ausgetragen wurde.
Luis Díaz überzeugte bei dem Turnier, schoss zwei Tore und führte das Team als 18-Jähriger bis ins Finale, wo Kolumbien schließlich Paraguay unterlag. Jahre später erklärte Valderrama seine damaligen Gedanken zu dem Ausnahmetalent. „Wenn Spieler jung sind, zeigen sie schnell, was in ihnen steckt. Dieser Junge hat es schon sehr früh gezeigt. Er hat mich von Anfang an überrascht und ich dachte: ‚Der wird es weit bringen‘“, erzählt „El Pibe.“
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Infolge der beeindruckenden Leistungen von Luis Díaz bei der Copa América de indigenen Völker empfahl Carlos Valderrama seinen Schützling seinem ehemaligen Klub Junior aus Barranquilla. In der Großstadt an der Karibikküste konnte Díaz überzeugen, wurde zunächst bei Juniors Ausbildungsklub FC Barranquilla geparkt und konnte sich letztlich auch in der ersten Mannschaft durchsetzen, von wo er letztlich seine Weltkarriere startete. Auf seinem unkonventionellen Weg war Carlos Valderrama somit ein wichtiger Türöffner für Bayerns neuen Star Luis Díaz. (jsk)
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