„Profil eines Vereinstrainers“

Marcell Jansen erklärt, warum Nagelsmann der falsche Bundestrainer war

Nicht gut oder schlecht, sondern eine Frage des Naturells: Marcell Jansen erklärt, warum Julian Nagelsmann als Bundestrainer scheitern musste und wo er seinen nächsten Schritt machen wird.

Das blamable Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026 hallt auch einige Tage später immer noch nach. Die Diskussionen um die Zukunft von Julian Nagelsmann werden nicht leiser und beschäftigen inzwischen auch die DFB-Spitzen. Und auch Ex-Nationalspieler Marcell Jansen hat in der aktuellen Folge der WM-WG von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) eine klare Meinung zum Scheitern des 38-Jährigen.

Für Marcell Jansen hängt das Scheitern von Julian Nagelsmann mit seinem Profil zusammen. (Montage)

Aus seiner Sicht ist Nagelsmann „ein sehr guter Trainer“. Und auch die fehlende Erfahrung aufgrund seines Alters lässt Jansen nicht gelten. Am Ende war er aber der richtige Mann für den falschen Job. Denn ein Nationaltrainer muss ganz andere Anforderungen erfüllen als ein Vereinstrainer.

Marcell Jansen sieht Julian Nagelsmann eher als Vereinstrainer: „Wird auch seine persönliche Analyse sein“

„Und ich glaube, da gibt es viele Möglichkeiten, zu sagen: Ist Julian Nagelsmann überhaupt ein Nationaltrainer, von seinem Profil?“, erklärt Jansen. Die Antwort auf diese Frage lautet für ihn dabei klar: Nein. „Für mich ist es ein Profil eines Vereinstrainers“, sagt der Ex-Profi über den Bundestrainer.

Nagelsmann sei jemand, der täglich arbeiten müsse. Zudem benötige er die tägliche Reflexion und eine stärkere Kommunikation um sich herum. „Das ist gar nicht, weil der Trainer gut oder schlecht ist, sondern einfach, wo passt der hin von seinem Naturell“, betont Jansen in der WM-WG. „Und Julian Nagelsmann ist für mich vom Naturell her ganz klar im Vereinsfußball aufgehoben. Und ich glaube, das wird auch seine persönliche Analyse sein im Nachgang“, betont Jansen.

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Deniz Undav (Angriff, VfB Stuttgart): Undav spielte in Stuttgart eine überragende Saison mit 25 Toren und 14 Vorlagen! Im DFB-Trikot kam er zuletzt oft nur von der Bank, traf aber trotzdem in entscheidenden Momenten, wie zuletzt im Testspiel gegen Ghana. Bei der WM könnte er als Joker oder Starter eine Schlüsselrolle einnehmen.
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Assan Ouédraogo feierte sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft beim letzten WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei (6:0). Bei nur 13 Minuten Einsatzzeit trug sich der RB-Star direkt in die Torschützenliste ein.
Waldemar Anton (Verteidigung, Borussia Dortmund): Anton hat sich beim BVB als klarer Stammspieler etabliert und überzeugt durch Zweikampfstärke und Spielaufbau. Mit 12 Länderspielen gehört er noch zu den jüngeren Kräften in der DFB-Abwehr.
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Daher traue er dem Noch-Bundestrainer auch zu, dass er sich hinstellt und sagt, er habe alles gegeben, es habe aber letztlich nicht gereicht. Eben, weil sich Nagelsmann im Vereinsfußball doch wohler fühlt, als im Job des Nationaltrainers. Und Jansen ist auch der Meinung, dass der Ex-Bayern-Trainer dort auch seinen nächsten Schritt sieht. (smo)

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa, Absolut Fussball

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