Droht ein Zoff?
Matthäus reagiert gelassen auf brisante Hoeneß-Aussage
Nach dem geplatzten Woltemade-Transfer reagiert Hoeneß gereizt. Matthäus gibt den Äußerungen des Bayern-Urgesteins jetzt eine Einordnung.
München – „Lothar Matthäus hat nicht alle Tassen im Schrank“, wütete Uli Hoeneß vor wenigen Wochen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern wollte Nationalstürmer Nick Woltemade an die Isar holen, doch der Transfer scheiterte. Stattdessen ging der Ex-Stuttgarter zu Newcastle und kickt fortan in der Premier League. Der Grund für die harten Hoeneß-Worte: Matthäus hatte Woltemade einen astronomischen Marktwert verpasst.
Kurz vor dem Woltemade-Wechsel in die Premier League hatte Matthäus verlauten lassen, der Marktwert des Angreifers bewege sich zwischen 80 und 100 Millionen Euro. Das letzte Angebot des deutschen Rekordmeisters, das in Stuttgart keinen Anklang fand, soll bei rund 60 Millionen inklusive Boni gelegen haben.
Lothar Matthäus ordnet Worte von Uli Hoeneß ein
Letztendlich sollte der deutsche Rekord-Nationalspieler Recht behalten, Newcastle bezahlte 85 Millionen plus einen Bonus von weiteren fünf. Auf der Insel sitzt das Geld bekanntlich etwas lockerer, Matthäus äußerte sich im Rahmen des Bayern-Spiels gegen den FC Augsburg zum Transfer bzw. den weniger netten Worten von Uli Hoeneß.
„Er braucht sich nicht zu entschuldigen. Es kam wieder emotional bei ihm raus und wir kennen den Ulli. Ich habe nur kurz reagiert“, verriet der TV-Experte und fuhr am Sky-Mikrofon fort: „Ich verfolge Europa, ich weiß, dass man manchmal auch in der Premier League Mondpreise bezahlt. Dann gehen Bundesligaspieler für solche Summen rüber.“
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Matthäus erklärt zudem, dass sein eingeordneter Marktwert sowohl etwas mit der vertraglichen Laufzeit als auch etwas mit dem Interview-Partner zu tun gehabt hätte: der Bild-Zeitung. Zudem hielt der ehemalige Bayern-Star das Angebot seines Ex-Vereins in Höhe von 60 Millionen Euro für etwas zu niedrig.
„Woltemade hat ein außergewöhnliches halbes Jahr hinter sich und noch drei Jahre Vertrag in Stuttgart gehabt. Ich habe gegenüber der Bild-Zeitung 80-100 gesagt, weil es eben auch die Bild-Zeitung ist. 60 Millionen war mich eigentlich eine Zahl, die ein wenig gering war. Ich habe mit dem Journalisten darüber gesprochen und er hat es nach Rücksprache mit mir aufgeschrieben.” Da sich auch der Transfer von Nicolas Jackson zerschlug, sucht der FCB nach wie vor nach offensiver Verstärkung. (is)
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