„Damit ist er gut beraten“
Muss Kleindienst raus aus Gladbach? Nagelsmann gibt DFB-Star einen Rat
Ist Tim Kleindienst bald zu gut für Gladbach? Julian Nagelsmann gibt dem neuen Torjäger der DFB-Elf einen Rat für die Zukunft auf den Weg.
Dortmund/Mönchengladbach – Die deutsche Nationalmannschaft hat sich auch wegen Tim Kleindienst für das Final-Four-Turnier der Nations League qualifiziert.
Kleindienst trifft – und bringt sich für Wechsel in Stellung?
Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach erzielte beim Hinspielsieg gegen Viertelfinalgegner Italien (2:1) wenige Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich und war auch im Rückspiel (3:3) zur Stelle. So holte Kleindienst den Elfmeter zur 1:0-Führung raus und erhöhte den Spielstand kurz vor der Halbzeitpause auf 3:0.
In seinen ersten sechs Länderspielen für Deutschland erzielte Kleindienst vier Tore. Sein Aufstieg erinnert immer mehr an die Entwicklung seines verletzten Konkurrenten Niclas Füllkrug, der in seinen ersten sechs Einsätzen für die DFB-Elf sogar sechsmal erfolgreich war und bis dato 14-mal in 22 Spielen getroffen hat.
Über die Nationalmannschaft brachte sich Füllkrug für den 2023 vollzogenen Transfer von Werder Bremen zu Borussia Dortmund in Stellung – und je häufiger Kleindienst im DFB-Trikot überzeugt, desto größer ist die Sorge im Gladbacher Fan-Umfeld, dass der Publikumsliebling nach nur einem Jahr die Segel streichen wird.
Nagelsmann gibt DFB-Shootingstar Kleindienst einen Rat
Kleindienst ackert für seinen Traum, an der Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA teilzunehmen. Geht dieser nur in Erfüllung, wenn er nach seinem erfolgreichen Jahr bei Borussia zu einem größeren Verein wechseln wird?
Auf Nachfrage von Absolut Fußball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, gab Bundestrainer Julian Nagelsmann seinem Schützling einen Rat auf den Weg: „Er soll schauen, dass er dort konstant seine Tore erzielt und Leistung bringt, und zwar so, wie er das gerade macht. Ich glaube, dass er damit gut beraten ist.“
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Kleindienst fühle sich in Gladbach wohl, der aktuelle Tabellensiebte biete ihm zudem, was er braucht: „Am Ende steht Spielzeit über allem. Die bekommt er in Gladbach.“
Grundsätzlich liege es dennoch am 29-Jährigen, über seine Zukunft zu entscheiden: „Wenn ich spontan entscheiden müsste, würde ich sagen: ‚Spiel so viel du kannst und schieß so viele Tore wie möglich‘. Wenn er das Vertrauen hat, um es bei einem noch größeren Klub als Gladbach zu tun, dann soll er es machen (lacht). Und wenn nicht, dann soll er dort bleiben.“
Kleindienst legt Wert auf sportliche Perspektive
Kleindienst selbst äußerte sich in der vergangenen Woche im Interview mit RTL/n-tv über seine Zukunft und machte deutlich, dass die Messlatte für potenziell interessierte Vereine hoch liegt.
Es sei „enorm wichtig, bei einem Verein zu spielen, wo die Chance mehr als 90 Prozent da ist, dass du Stammspieler bist“, sagte der Gladbach-Star, denn „du wirst nicht eingeladen, wenn du bei einem großen Verein auf der Bank sitzt, weil das der Nationalmannschaft nichts bringt.“
Neben einer Stammplatzgarantie müsste Kleindienst außerdem eine vielversprechende sportliche Perspektive aufgezeigt werden: „Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, das zeigt auch, dass es gut funktioniert. Das ist momentan unfassbar viel wert. Das müsste einem erst einmal geboten werden.“
Nations-League-Kader macht Gladbach Mut
Darüber hinaus war bereits die erstmalige Nominierung im Oktober ein Fingerzeig, dass der Sprung in die Nationalmannschaft auch gelingen kann, wenn man bei keinem Top-Klub unter Vertrag steht. Vielmehr steht die individuelle Leistung im Vordergrund.
Das gilt exemplarisch auch für Spieler von Borussia Dortmund. So sind Nico Schlotterbeck, Pascal Groß und Karim Adeyemi trotz des enttäuschenden elften Tabellenplatzes in der Bundesliga nominiert worden.
Der VfB Stuttgart stellte trotz Platz zehn sogar fünf Nationalspieler – und mit Oliver Baumann ist der Torwart des Tabellen-14. TSG Hoffenheim zur vorübergehenden Nummer eins ernannt worden.
Selbstverständlich gibt es keine Garantie dafür, dass Kleindienst auch in der Saison 2025/26 für Gladbach auf Torejagd gehen wird. Dennoch wirken die Chancen auf einen Verbleib bei der Fohlen-Elf größer, als es mancher Fan in den sozialen Netzwerken suggeriert.
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