Wackelt der Cheftrainer?

Nach Leipzig-Debakel: Eintracht-Boss Krösche positioniert sich in Toppmöller-Diskussion

Bei der Frankfurter Eintracht herrscht Aufregung. Auch Trainer Dino Toppmöller steht in der Kritik. SGE-Boss Markus Krösche spricht jetzt ein Machtwort.

Frankfurt – Nach einem grandiosen Jahr 2025 geht Eintracht Frankfurt derzeit ein wenig die Luft aus. Schon seit Wochen zeigt die Mannschaft äußert durchwachsene Leistungen, streut immer wieder katastrophale Auftritte ein. Auch gegen RB Leipzig erwischten die Adler einen rabenschwarzen Tag, verloren mit 0:6. Die kritischen Stimmen gegen Trainer Dino Toppmöller werden lauter, was Sportvorstand Markus Krösche auf den Plan ruft.

Markus Krösche stärkt Trainer Dino Toppmöller den Rücken.

Immer wieder kassiert die Eintracht in dieser Saison eine Flut an Gegentoren, die Spieler scheinen nicht selten vollkommen verunsichert. Beim 0:6 in Leipzig war der Rückstand nach nicht einmal fünf Minuten da. Die Anhänger wollen stellenweise gar nicht mehr hinschauen, für einige ist Trainer Toppmöller zumindest mitverantwortlich für die Misere.

Wackelt Eintracht-Trainer Toppmöller? Markus Krösche spricht Klartext

Dass Stürmer Michy Batshuayi verletzt ausgewechselt werden musste, lässt die personellen Sorgen des Übungsleiters weiter anwachsen. Von einer Trainer-Diskussion jedoch will Markus Krösche nichts wissen. Er nahm nach dem Debakel zwar kein Blatt vor den Mund, stellte sich aber auch demonstrativ vor seinen Trainer.

Einige Eintracht-Liebhaber forderten in den sozialen Medien bereits den Rauswurf von Toppmöller, doch Krösche bekräftigt: „Wir haben kein Trainerthema.“ Auf Nachfrage der Bild, ob Toppmöller ganz fest im Satten sitzen würde, antwortete der Sportvorstand: „Genau“. Wie sein Bekenntnis wohl aussehen wird, gehen auch die nächsten Spiele verloren?

Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Auf Platz eins der teuersten Neuzugänge in der Geschichte von Eintracht Frankfurt ist Hugo Ekitiké. Nach einem halben Jahr auf Leihbasis wechselte der Franzose im Sommer 2024 fest zur SGE – durch Bonuszahlungen kostete er die Eintracht 31,5 Millionen Euro. Mit seinem Wechsel zum FC Liverpool für 95 Mio. Euro ist er gleichzeitig auch Rekordabgang.
Der zweitteuerste jemals von Eintracht Frankfurt getätigte Einkauf ist Elye Wahi. Satte 26 Mio. Euro zahlten die Hessen im Januar 2025, nachdem Omar Marmoush sich in Richtung Manchester City verabschiedet hatte.
Luka Jovic spielte sich als Mitglied der berühmt berüchtigten Büffelherde in den Fokus von Europas Elite. Nach zwei Jahren auf Leihbasis verpflichtete Eintracht Frankfurt den Stürmer 2019 für 22,34 Mio. Euro, nur um ihn umgehend für fast das Dreifache (63 Mio. Euro) an Real Madrid zu verkaufen.
Erst in diesem Sommer neu in der Liste der teuersten Eintracht-Neuzugänge ist Jonathan Burkardt. Nach zähen Verhandlungen hat die SGE sich mit Mainz 05 auf eine Ablöse in Höhe von 21 Mio. Euro geeinigt.
Die teuersten Neuzugänge in Eintracht Frankfurts Vereinsgeschichte

Am Dienstag (9. Dezember) gastieren die Hessen in der Champions League beim FC Barcelona, anschließend warten in der Bundesliga Augsburg und der Hamburger SV. Am Sonntag und Montag werden bei der SGE interne Sitzungen stattfinden, um die letzten Wochen, insbesondere die Leipzig-Klatsche, zu besprechen.

Auch Abwehr-Chef Robin Koch sagte nach dem Schlusspfiff gegen RB: „Jeder muss sich hinterfragen. Heute war keiner bei 100 Prozent. Da brauchst du nicht mit Taktik anfangen. Wir müssen die Dinge aufarbeiten.“ Auch Dino Toppmöller wird sicherlich an den Gesprächen teilnehmen. Derzeit muss er offenbar nicht um seinen Job fürchten. Wie lange das noch so ist, weiß am Main derzeit niemand. (is)

Rubriklistenbild: © Imago / HMB Media / kolbert-press

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