„Wenn das keine Rote war...“

Irre Schlotterbeck-Szenen: Erst fast Rot, dann Führungstor – Die Reaktionen der Fans im Netz

Nach Schlotterbecks hartem Einsteigen gegen Stanišić explodieren die Reaktionen im Netz. Viele Bayern-Fans sprechen von einer klaren Roten Karte – der VAR sieht es anders.

Es war gerade erst die erste Halbzeit im deutschen Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gespielt und obwohl das Spektakel noch nicht an seinem Ende war, gab es schon mehrere Aufreger zu verzeichnen. Nicht nur, dass die Bayern-Fans im Vorhinein der Partie mit der Polizei aneinandergerieten, auch auf dem Rasen gab es einen großen Aufreger.

Nico Schlotterbeck im Klärungsgespräch mit Sven Jablonski nach seiner Grätsche.

Auslöser war eine Aktion von BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck. Der 26-Jährige hatte Bayerns Rechtsverteidiger Josip Stanišić mit offener Sohle und gestrecktem Bein von den Beinen geholt – kurz bevor er den BVB mit dem Kopf in Führung brachte. Nach einem VAR-Check durch Spielleiter Sven Jablonski bekam Schlotterbeck „nur“ die Gelbe Karte. Deutlich zu wenig, wenn es nach vielen Fans des deutschen Rekordmeisters geht.

Schlotterbeck bekam für rüde Sense „nur“ Gelb

Eine Gelbe Karte der Kategorie „Dunkelgelb“ – hauchdünn vorbei an einem Platzverweis. Auf Instagram teilten einige Fans, augenscheinlich Anhänger des FC Bayern, hart gegen Schlotterbeck und die Entscheidung des Schiedsrichters aus. „Also bei aller Liebe, soll noch einmal jemand sagen ‚Bayern Bonus‘. Wenn das keine Rote war, dann weiß ich auch nicht“, schreibt ein Nutzer auf Instagram. Ein weiterer kommentiert: „Diaz hat für sowas rot bekommen gegen PSG“.

Unmut findet man auf Social Media auch reichlich gegenüber Jablonski und seiner Gelb-Entscheidung. „Unglaublich unsere Schiris... egal gegen welchen Verein. Diese Saison nur katastrophale Entscheidungen“, wird unter anderem dort geschrieben. Glück im Unglück hatte derweil das Opfer der Schlotterbeck-Sense. Stanišić blieb nach dem harten Zusammenprall zunächst liegen, rappelte sich aber wenig später wieder auf und konnte weiterspielen.

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Auch Sky-Experte Lothar Matthäus reagierte emotional nach der Foul-Szene: „Gott sei Dank steht er wieder. Ich habe viele solche Verletzungen mitgemacht.“ Auch der Rekordnationalspieler hatte im ersten Moment Schlimmeres befürchtet. Schiedsrichter Jablonski wartete mit seiner Entscheidung zunächst ab, entschied nach Rücksprache mit dem VAR auf Gelb.

Matthäus bewertete die Entscheidung des Unparteiischen als korrekt – der große Aufreger blieb damit am Ende aus. Schlotterbeck selbst kommentierte die Szene nach dem Spiel so: „Es ist sehr unglücklich in meinen Augen. Die Intensität war nicht so hoch, weil ich nicht mit Volldampf reingegangen bin, aber natürlich habe ich gemerkt, dass ich ihn ordentlich getroffen habe. Ich glaube schon, dass man da schon Rot geben kann und dann hatte ich da ein bisschen Glück.“ (LF)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Maik Hölter/TEAM2sportphoto

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