Trotz frühem WM-Aus
Absolut-Fussball-Reporter erklärt, warum Nagelsmann nicht zurücktritt
Julian Nagelsmann wird nicht als Bundestrainer zurücktreten. Das ist sich Absolut-Fußball-Report Günter Klein sicher. Ein Abschied könnte dennoch schnell gehen.
Nach dem frühen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay steht Julian Nagelsmann stark in der Kritik. Viele Experten fordern längst den Rücktritt des Bundestrainers, doch der will weitermachen, wie er bereits nach Abpfiff in Boston unterstrich. Und das ist kein Wunder, wie der Absolut-Fussball-Reporter Günter Klein in Folge 21 der WM-WG von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) erklärte.
Nagelsmann ist noch bis 2028 an den Deutschen Fußball-Bund gebunden, sein Vertrag ist mit rund sieben Millionen Euro pro Jahr dotiert. Genau diese Summe macht einen freiwilligen Abgang für ihn so unattraktiv. „Er würde von sich aus eine Kündigung einreichen“, betonte Klein. Und damit auf sämtliche Ansprüche verzichten.
Gibt es eine Klausel, die dem DFB nach dem WM-Aus den Nagelsmann-Rauswurf ermöglicht?
Der Absolut-Fussball-Reporter hält eine andere Lösung für viel wahrscheinlicher. Seiner Meinung nach werde hinter den Kulissen an einer Vertragsauflösung inklusive Abfindung für Nagelsmann gearbeitet. Womöglich ist dieses Szenario aber auch bereits mit einer Klausel im Arbeitspapier des Bundestrainers geregelt.
„Das war beim DFB, wie ich gestern erfahren habe, auch nicht unüblich, die dann bis 14 Tage nach dem Weltmeisterschaftsende gezogen werden können, wenn sich der Verband von einem Trainer abwenden will“, berichtete Klein in der WM-WG von Absolut Fussball (powered by IIPPEN.MEDIA). Sollte eine solche Regelung greifen, könnte die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft schneller fallen als erwartet.
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Für Nagelsmann selbst muss das Ende beim DFB kein Karriereknick sein. Klein sieht das nüchtern: „Julian Nagelsmann sollte vielleicht selbst froh sein, wenn sich für ihn mal wieder eine andere Option im Fußball ergibt. Er ist halt noch sehr jung für einen Bundestrainer.“ Mit 38 Jahren hat er auf Vereinsebene bereits bewiesen, dass er zu den gefragtesten Coaches Europas zählt. (smo)
Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa, Absolut Fussball
