Mbappé & Co. in den Schatten gestellt

Olise mit Hattrick: Wird der Bayernspieler der Superstar der WM?

WM-Mitfavorit Frankreich gewinnt das letzte Testspiel vor dem Turnier mit 3:1 gegen Nordirland. Bayern-Star Michael Olise zeigt dabei einmal mehr seine Extraklasse.

Dank des überragend aufgelegten Michael Olise hat Vizeweltmeister Frankreich eine gelungene WM-Generalprobe gefeiert. Im letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bezwang die Équipe Tricolore Nordirland am Montagabend in Lille mit 3:1 (1:0). Der überragende Bayern-Profi erzielte dabei alle drei Treffer (43., 49., 74.). Für Nordirland traf Patrick Kelly (64.).

Überragend im WM-Testspiel gegen Nordirland: Michael Olise.

Beim zweimaligen Weltmeister standen neben Olise auch Real-Superstar Kylian Mbappé wie auch die Champions-League-Sieger Desiré Doué und Ousmane Dembélé von Paris St. Germain in der Startformation von Didier Deschamps. Der Münchner Edeltechniker stahl jedoch allen ganz klar die Show. Sein Auftritt war eine Fortsetzung der hervorragenden Saison beim FC Bayern, in welcher er nicht nur wegen der wettbewerbsübergreifenden 57 Torbeteiligungen (22 Tore, 35 Assists laut kicker-Datenbank) überragt hatte.

Starker Auftritt: Olise stellt prominente Teamkollegen in der Équipe Tricolore in den Schatten

Unter FCB-Chefcoach Vincent Kompany entwickelte sich der als U21-Nationalspieler nach München gekommene Olise auch in der französischen A-Nationalelf zur festen Größe, auch wenn ihn sein Nationaltrainer Deschamps anfangs teils heftig kritisierte, womöglich auch „kitzelte“. Mittlerweile steht der 24-Jährige bei 17 A-Länderspielen und erzielte dabei sieben Tore.

Gegen den deutschen WM-Qualifikationsgegner Nordirland stellte er seine prominenten Teamkollegen klar in den Schatten. In dieser gezeigten Form könnte Olise auch zu einem, wenn nicht dem Superstar der WM 2026 werden. Die französische Mannschaft bestreitet ihr WM-Auftaktmatch am Dienstag der kommenden Woche gegen Senegal. Weitere Gegner in der Gruppe I sind Irak und Norwegen.

Überstrahlen Mbappé und Yamal Ronaldo und Messi? Die Superstars der WM 2026

Die WM 2026 wird zum Schaulauf der Superstars. Auf welche Glanzkicker besonders zu achten ist, sehen Sie in der folgenden Galerie.
Noch ist nicht zu 100 Prozent geklärt, ob Lionel Messi mit Argentinien die Titelverteidigung antreten wird. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der achtfache Ballon-d‘Or-Sieger sich das Sommer-Highlight nicht entgehen lassen wird.
Absoluter Titelfavorit ist 2022-Sieger Argentinien in diesem Jahr nicht. Dafür ist in jedem Fall mit Europameister Spanien zu rechnen. Zum ersten Mal erlebt Barcelona-Juwel Lamine Yamal eine Weltmeisterschaft.
Für Pedri (23) ist es bereits die zweite WM-Endrunde. 2022 schied Spanien jedoch enttäuschend im Achtelfinale gegen Marokko aus.
Überstrahlen Mbappé und Yamal Ronaldo und Messi? Die Superstars der WM 2026

Olises Leistungen werden auch in München sicherlich zum einen mit Begeisterung zur Kenntnis genommen werden, zum anderen plant man an der Säbener Straße mit ihm im Sommer eine Vertragsverlängerung über das Laufzeitende von 2029 hinaus. Ob ein Weltmeister und/oder WM-Superstar Olise dabei die Grenzen sprengen würde, ist keineswegs gewiss. Der 24-Jährige scheint nämlich unter den internationalen Top-Profis eine Ausnahmestellung einzunehmen. So verzichtet er bislang bewusst auf einen millionenschweren Ausrüstervertrag.

Ob der Supertechniker und mittlerweile auch Publikumsliebling des FC Bayern derzeit tatsächlich ein großes Transferziel des in der vergangenen Spielzeit schwächelnden Real Madrid darstellt, ist nicht bekannt bzw. wird sich in Kürze zeigen. Womöglich hat sich der wiedergewählte Präsident Florentino Pérez bei seinen Wahlkampfversprechen zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Dass Olise auch in der kommenden Saison beim deutschen Rekordmeister seine Fußballkünste zeigen wird, sollte nicht nur wegen der Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer klar sein. Der Franzose selbst fühlt sich in München pudelwohl.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Abdullah Firas/ABACA

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