Neuer Mann für den Angriff

Schalke 04 schnappt sich Offensiv-Spieler von Liga-Konkurrent

Der FC Schalke 04 hat einem Liga-Konkurrenten einen Offensiv-Spieler weggeschnappt. Der neue Mann für den Angriff unterschrieb einen Dreijahresvertrag.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 bastelt weiter an seinem Kader und hat schlagkräftige Verstärkung für die Offensive vorgestellt. Die Königsblauen verpflichten Finn Porath vom Ligakonkurrenten Holstein Kiel. Der 28-Jährige Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2027 und kostete Berichten zufolge eine Ablöse von rund einer halben Million Euro.

Finn Porath wechselt von Holstein Kiel zu Schalke 04.

Porath soll die bisweilen lethargische Offensive der Schalker beleben, die in den ersten Wochen der neuen Saison einige Torgefahr vermissen ließ. „Finn ist ein vielseitiger Spieler, der über Jahre gute Leistungen in Kiel abgerufen hat“, sagte Youri Mulder, Direktor Profifußball, in der offiziellen Wechselmitteilung. „Mit seiner intensiven Spielweise und seinem guten Auge für Spielsituationen passt er sehr gut in unser Team.“

Schalke 04 macht Transfer von Finn Porath von Holstein Kiel perfekt

Porath, der Kiel nach immerhin sechs Jahren verlässt, freute sich ebenfalls auf das neue Karriere-Kapitel: „Nach vielen erfolgreichen Jahren in Kiel bin ich für die Zeit sehr dankbar. Ich freue mich, jetzt auf Schalke zu spielen“, sagte der Rechtsfuß. „Die Verantwortlichen haben mir in den Gesprächen aufgezeigt, wie ich mit meinen Stärken in die Mannschaft passe. Das möchte ich zeigen und kann es kaum erwarten, mit den Jungs gemeinsam auf den Trainingsplatz zu gehen.“

Porath wuchs in seiner Jugend beim Hamburger SV auf, ehe er 2017 für zwei Jahre zur Spielvereinigung Unterhaching verliehen wurde. 2019 folgte bei Kiel die nächste Karrierestation. Porath kommt für die Störche auf insgesamt 186 Pflichtspieleinsätze, davon 31 in der abgelaufenen Bundesliga-Saison, an deren Ende die Kieler den direkten Wiederabstieg in die zweite Liga erlitten.

Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Ende der 1990er Jahre prägt Huub Stevens eine erfolgreiche Ära in Gelsenkirchen. Unter seiner Regie gewinnt der FC Schalke 04 den UEFA-Cup 1997 sowie die DFB-Pokale 2001 und 2002. Dennoch ist seine erste Amtszeit nicht nur von Erfolgen, sondern auch von tiefer Tragik gekennzeichnet – allen voran durch die legendäre „Vier-Minuten-Meisterschaft“ im Jahr 2001.
Frank Neubarth (Juli 2002 bis März 2003): Auf Huub Stevens folgt Frank Neubarth. Dass Rudi Assauer, der starke Mann im Klub, auf den im Profibereich unerfahrenen Neubarth setzt, erweist sich jedoch als Fehler. Noch während der Saison 2001/2002 wird die Reißleine gezogen – Neubarth muss vorzeitig gehen.
Marc Wilmots (März 2003 bis Juni 2003): Ein Eurofighter übernimmt: „Kampfschwein“ Marc Wilmots führt die Saison als Interimslösung zu Ende. Es ist nicht das letzte Mal, dass auf Schalke altgediente Spieler in die Bresche springen – ein Muster, das den Klub noch lange begleiten wird.
Jupp Heynckes (Juni 2003 bis September 2004): Die Nachfolge ist eine prominente - Jupp Heynckes kommt. Der Einstieg verläuft vielversprechend, der erste Eindruck stimmt. Doch die Saison 2003/04 bleibt hinter den Erwartungen zurück; trotz namhafter Neuzugänge bleibt der erhoffte Aufschwung aus und die Geduld im Klub schwindet. Rudi Assauer bringt es später auf den Punkt: „Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule – aber wir haben 2004.“ Die Geschichte sollte sich später auf die Seite von Heynckes schlagen.
Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Schalke trifft am dritten Spieltag am Samstagabend im Zweitliga-Topspiel auf den VfL Bochum. Nach dem Auftaktsieg gegen Hertha BSC (2:1) mussten die Knappen gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:1) eine knappe Niederlage hinnehmen. Neben Porath könnte noch weitere Verstärkung verpflichtet werden, Schalke arbeitet offenbar am Transfer eines HSV-Routiniers. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

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