Auf Krücken aus dem Stadion

„Sieht nicht gut aus“: Stürmer-Verletzung alarmiert Schalke

Schalke zittert um einen jungen Stürmer. Bei der Niederlage gegen Kaiserslautern verletzte sich der Angreifer. Man befürchtet eine lange Ausfallzeit.

Gelsenkirchen – Es war eine Niederlage im doppelten Sinne, die Schalke 04 am Samstag erlitten hat. Das 0:1 gegen Kaiserslautern alleine tat den Fans schon weh, war es doch das 16. Mal in Folge, dass man nicht mit zwei Siegen starten konnte. Zusätzlicher Wermutstropfen: Stürmer Peter Remmert musste verletzt raus, die Sorgen sind groß.

Schalke-Stürmer Peter Remmert hat sich verletzt.

In der 27. Spielminute wurde der 20-Jährige am linken Knöchel behandelt, auswechseln lassen aber wollte er sich nicht. Nach den ersten 45 Minuten blieb er in der Kabine. Zunächst saß der Youngster mit einem Eisbeutel bewaffnet auf der Bank, das Stadion verließ er schließlich auf Krücken. Bange Stunden liegen vor S04, denn: Die Verletzung könnte durchaus gravierender sein.

Auch Trainer Muslic bangt um Stürmer Remmert

„Peter hat gesagt, dass es bei einer Landung nach einem Luftzweikampf passiert ist“, verrät der S04-Coach nach der Partie. „Momentan ist sein Knöchel stark angeschwollen. Jetzt müssen wir abwarten, was die Mediziner sagen.“ Der Übungsleiter hatte sichtlich Mühe, keine zu negativen Prognosen abzugeben.

„Ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Momentan schaut es aber nicht gut aus, aber ich möchte da nicht zu viel verraten, denn ich weiß es selbst nicht“ Er verwies darauf, keine voreiligen Schlüsse ziehen zu wollen, ehe eine genauere Untersuchung stattfand. Eine schwerere Verletzung wäre für den jungen Schalker unglaublich bitter.

Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Ende der 1990er Jahre prägt Huub Stevens eine erfolgreiche Ära in Gelsenkirchen. Unter seiner Regie gewinnt der FC Schalke 04 den UEFA-Cup 1997 sowie die DFB-Pokale 2001 und 2002. Dennoch ist seine erste Amtszeit nicht nur von Erfolgen, sondern auch von tiefer Tragik gekennzeichnet – allen voran durch die legendäre „Vier-Minuten-Meisterschaft“ im Jahr 2001.
Frank Neubarth (Juli 2002 bis März 2003): Auf Huub Stevens folgt Frank Neubarth. Dass Rudi Assauer, der starke Mann im Klub, auf den im Profibereich unerfahrenen Neubarth setzt, erweist sich jedoch als Fehler. Noch während der Saison 2001/2002 wird die Reißleine gezogen – Neubarth muss vorzeitig gehen.
Marc Wilmots (März 2003 bis Juni 2003): Ein Eurofighter übernimmt: „Kampfschwein“ Marc Wilmots führt die Saison als Interimslösung zu Ende. Es ist nicht das letzte Mal, dass auf Schalke altgediente Spieler in die Bresche springen – ein Muster, das den Klub noch lange begleiten wird.
Jupp Heynckes (Juni 2003 bis September 2004): Die Nachfolge ist eine prominente - Jupp Heynckes kommt. Der Einstieg verläuft vielversprechend, der erste Eindruck stimmt. Doch die Saison 2003/04 bleibt hinter den Erwartungen zurück; trotz namhafter Neuzugänge bleibt der erhoffte Aufschwung aus und die Geduld im Klub schwindet. Rudi Assauer bringt es später auf den Punkt: „Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule – aber wir haben 2004.“ Die Geschichte sollte sich später auf die Seite von Heynckes schlagen.
Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Zum Saisonauftakt gegen Hertha BSC hatte Muslic Remmert überraschend von Beginn an aufgeboten, sein Spieler dankte es ihm mit einer starken Leistung. Die Belohnung: Auch gegen Kaiserslautern ließ der Coach seinen jungen Stürmer von der ersten Minute an von der Leine. Nach der Verletzung fand er kaum noch einen Zugriff aufs Spiel, plagte sich mit Schmerzen herum.

Für die 1. Runde des DFB-Pokals, die die Knappen am 17. August gegen Lok Leipzig absolvieren, dürfte Remmert definitiv keine Option sein. Die genaue Diagnose wird in Gelsenkirchen nicht mehr lange auf sich warten lassen, der Nachwuchshoffnung wäre es zu wünschen, dass es sie nicht allzu schlimm erwischt hat. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Laci Perenyi

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