Kane ein „Erdbeben“
Spanische Presse warnt Real vor Bayern: „Tödlichste Torfabrik Europas“
Die spanischen Medien sehen Rekord-CL-Sieger Real Madrid vor den Viertelfinal-Duellen gegen den „schlechtest möglichen Gegner“, den FC Bayern, mit dem Rücken zur Wand.
Die spanische Presse zeigt sich vor den Klassikern des europäischen Vereinsfußballs zwischen Real Madrid und dem FC Bayern ungewöhnlich pessimistisch: Die Devise für die Königlichen laute im Gigantenduell „Alles oder nichts“ oder auch „Triumph oder Krise“. Es geht um nicht weniger als die Rettung ihrer Saison – und das ausgerechnet gegen den deutschen Rekordmeister, der sich in dieser Spielzeit fast durchgängig in Topform zeigt.
Real Madrid stehe laut dem Mundo Deportivo bereits im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse im Estadio de Santiago Bernabéu „vor dem Ruhm oder vor einer Krise, und Tatsache ist, dass Bayern München dafür nicht gerade der beste Gegner ist, wenn es nicht sogar der schlechteste ist.“
Die Partien gegen den FCB sind „Alles-oder-nichts“-Duelle für Real
Die Hauspostille von Real, die Marca, stellt klipp und klar fest, dass es für die Mannschaft von Cheftrainer Álvaro Arbeloa nach dem blamablen Pokalaus gegen den Zweitligisten Albacete Balompié und dem so gut wie verlorenen Meisterschaftskampf mit dem FC Barcelona (sieben Punkte Rückstand acht Spieltage vor Saisonende) gegen Bayern um „alles oder nichts“ geht.
Der Respekt vor dem deutschen Rekordmeister ist gewaltig: „Es gibt gefährliche Mannschaften – und dann gibt es Bayern München“, so die Marca weiter, die das Team von Vincent Kompany als die derzeit „tödlichste Torfabrik Europas“ einschätzt. Tatsächlich kann in der laufenden Spielzeit wettbewerbsübergreifend kein europäisches Topteam nur ansatzweise mit dem Toreschnitt des FCB mithalten. In der Bundesliga steht er ganz kurz davor, den legendären Torrekord der Saison 1971/72 zu knacken. Aus den aktuell 100 Toren nach 28 Spieltagen kann zudem auch noch ein „Europarekord“ werden.
Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid




Die Mannschaft aus München gehöre „zu den stabilsten in Europa“, stellt der Mundo Deportivo fest. Vor allem der mögliche Einsatz des englischen Toptorjägers Harry Kane, den AS als „Erdbeben“ bezeichnet, sei ein großer Trumpf des deutschen Rekordmeisters.
Die Sportzeitung aus Madrid mit deutlichen Sympathien für die Königlichen will den 15-fachen CL-Sieger dennoch in der „Neuauflage eines der legendärsten Duelle in der Geschichte des Europapokals“ keineswegs abschreiben. Die Madrilenen, gegen die die Bayern seit acht Spielen sieglos sind, seien schließlich der „Albtraum der Bayern“, das Bernabéu „ein deutscher Friedhof“. In dem legendären Stadion gelang deutschen Mannschaften erst dreimal ein Sieg in einem Pflichtspiel (zwei davon durch den FCB). Andersherum ist die Bilanz der spanischen Teams in München allerdings auch nicht besser – drei Heimniederlagen der Bayern in seiner 60-jährigen Europapokalgeschichte.
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