Verletzung bei Hummels-Abschied

Süle droht wochenlanger Ausfall beim BVB: Kovac gibt erstes Update

Die Verletzung von Niklas Süle macht Borussia Dortmund große Sorgen. Ein erstes Update von Niko Kovac bietet nur leichte Entwarnung.

Update vom 11. August, 17.04 Uhr: Hiobsbotschaft für Borussia Dortmund und Verteidiger Niklas Süle: Wie der BVB am Montagabend bekanntgab, hat sich der 29-Jährige im Testspiel gegen Juventus Turin eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen. Süle werde den Schwarz-Gelben in den kommenden zwei Monaten nicht zur Verfügung stehen, heißt es in der Mitteilung.

Süle war bei der Saisoneröffnung in der 18. Minute für Mats Hummels bei dessen Abschiedsspiel eingewechselt worden, musste das Feld aber kurz vor der Halbzeit verletzt wieder verlassen. Die Verletzung passierte ohne Fremdeinwirkung des Gegners.

Erstmeldung vom 11. August, 10.05 Uhr: Dortmund – Eigentlich sollte es der Tag von Mats Hummels werden, doch im Nachgang wurde mehr über einen anderen Akteur berichtet. Beim Abschiedsspiel des 36-Jährigen, welches gleichzeitig ein Testspiel gegen Juventus Turin (1:2) im Rahmen der Saisoneröffnung von Borussia Dortmund war, verletzte sich Niklas Süle kurz vor der Halbzeit und musste umgehend vom Platz. Dabei war Süle erst in der 17. Minute für Hummels eingewechselt worden.

Niklas Süle hat sich erneut verletzt.

Inzwischen hat BVB-Trainer Niko Kovac ein erstes Update gegeben und zumindest hinsichtlich einer möglichen Syndesmoseband-Verletzung Entwarnung gegeben. Dies könne man ausschließen, erklärte Kovac in der Mixed Zone. „Niki hat ein bisschen seine Wade gespürt. Wir hoffen, dass nicht allzu viel passiert ist“, so Kovac, der enthüllte, dass Süle schon „die letzten Tage ein bisschen Probleme mit der Wade“ hatte, „deswegen haben wir immer wieder dosiert.“

Schwere Verletzung bei Süle? BVB-Star droht wochenlanger Ausfall

Am Montag solle eine genauere Untersuchung stattfinden. „Wir müssen schauen, ob die Wade zugemacht hat oder ob da nicht vielleicht mehr ist.“ Die Bilder lassen jedenfalls vermuten, dass es sich nicht nur um eine kleine Blessur handelt. Ohne Fremdeinwirkung ging Süle nach einem Rückpass zu Gregor Kobel zu Boden und hielt sich umgehend die Hände vor das Gesicht. Nur mit Stützhilfe konnte der ehemalige deutsche Nationalspieler das Feld verlassen.

Wie die Bild erfahren haben will, droht Süle möglicherweise ein wochenlanger Ausfall. Demnach besteht akuter Verdacht auf einen Muskelbündelriss in der Wade. Je nach Schwere der Verletzung würde sich die Ausfalldauer in diesem Fall auf sechs bis zwölf Wochen belaufen, heißt es. Besonders bitter aus Süle-Sicht: Schon in der vergangenen Saison hatte er immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Im Oktober stand er wegen Sprunggelenkproblemen über einen Monat nicht zur Verfügung, im Dezember setzte ihn ein Syndesmosebandriss über zwei Monate außer Gefecht. Süle ist und bleibt also das Sorgenkind von Borussia Dortmund und kommt auch unter seinem ehemaligen Förderer Kovac nicht richtig in Fahrt.

Dem BVB gehen die Innenverteidiger aus

Für Kovac und den BVB wäre ein Süle-Ausfall so kurz vor Saisonstart eine Hiobsbotschaft. Mit Nico Schlotterbeck (Meniskusriss) und Emre Can (Adduktorenprobleme) fehlen bereits zwei Innenverteidiger verletzt. Aktuell stehen Kovac mit Waldemar Anton, Ramy Bensebaini, der eigentlich gelernter Linksverteidiger ist, und Filippo Mané, der noch kein Pflichtspiel für die Profis bestritten hat, somit nur drei Spieler für drei Positionen zur Verfügung.

Dennoch verfällt man beim BVB nicht in Aktionismus. Sportdirektor Sebastian Kehl wird nicht müde zu betonen, wie hitzig es aktuell auf dem Transfermarkt zugeht und dass man geduldig agieren müsse. Allmählich läuft den Westfalen aber die Zeit davon, das Transferfenster in Deutschland endet am 01. September. Ob sich bis dahin noch etwas beim BVB tut, bleibt abzuwarten. (dwe)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Noah Wedel

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