Tor trotz Verletzung
Kane beißt auf die Zähne: Eberl enthüllt Tribünen-Anekdote
Harry Kane spielte gegen Real Madrid mit angeschlagenem Sprunggelenk. Der Stürmer erzielte das Siegtor, nachdem Zuschauer ihn kritisiert hatten.
Es waren Szenen mit Seltenheitswert: In der ersten Hälfte gegen Real Madrid schlug Harry Kane gleich mehrfach Diagonalbälle in die Füße des Gegners, die der Stürmer normalerweise auch mit verbundenen Augen über 80 Meter an den Mann bringt. Man merkte Kane in dieser Phase an, dass er nach seiner Sprunggelenksverletzung bei der Nationalmannschaft noch nicht wieder komplett fit und in Topform war, gleichzeitig aber unbedingt gegen Real spielen wollte.
Und Harry Kane wäre nicht Harry Kane, wenn er trotz dieser ungewohnten Passfehler nicht doch noch das Spiel entscheiden würde: Nur ein paar Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit setzte er einen Schuss von der Sechzehnerkante überragend ins rechte untere Eck und zeigte seine gesamte Weltklasse in nur einer Aktion.
Harry Kane könnte gegen St. Pauli geschont werden
„Das hat der eine oder andere neben mir auf der Tribüne auch gesagt“, sagte Max Eberl über die eher schwächere erste Halbzeit des Stürmers. „Aber trotzdem ist Harry Kane nun mal Harry Kane. Alleine seine Anwesenheit bindet Gegenspieler. Er schießt das Tor, das machen nicht so viele, und das ist eine große Qualität.“
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Und weiter: „Er hat das Spiel durchgezogen, sich nicht geschont und für die Mannschaft aufgeopfert, obwohl er nicht hundertprozentig fit gewesen ist. Aber das zeigt einen wahren Leader.“ Entsprechend groß sind die Hoffnungen, dass Kane auch im Rückspiel auflaufen kann. Womöglich könnte er dafür beim Ligaspiel gegen St. Pauli am Samstag (18.30 Uhr, Sky) geschont werden, um kein Risiko einzugehen.
Der Engländer hatte sich im Training der englischen Nationalmannschaft eine Verletzung eingefangen und musste schon im letzten Bundesligaspiel beim SC Freiburg pausieren. Der Bundesliga-Torrekord von Robert Lewandowski dürfte bei einem erneuten Fehlen am Wochenende wohl kaum noch möglich sein. Sollte am Ende der Saison dafür der Triumph in der Champions League stehen, wird es Kane verkraften können.
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