Perfektes Profil für Kompany

U21-Nationalspieler ist beim FC Bayern Favorit auf die Goretzka-Nachfolge

Im Mittelfeld des FC Bayern wird durch den feststehenden Abgang von Leon Goretzka ein Platz frei. Die Verantwortlichen haben bei der Nachfolge eine interne Lösung im Blick.

Obwohl der FC Bayern laut übereinstimmenden Medienmeldungen aktuell den Markt nach Mittelfeldspielern genau sondiert, dabei ganz speziell das 16-jährige Hertha-Talent Kenneth Eichhorn im Fokus hat, gibt es laut Sky einen klaren Favoriten: Der deutsche U21-Nationalspieler Noël Aséko soll im Sommer von Hannover 96 an die Säbener Straße zurückkehren.

FCB-Sportdirektor Christoph Freund beim BL-Spiel gegen Mönchengladbach.

Der Pay-TV-Sender berichtet, dass der 20-Jährige für den Fall, dass der Rekordmeister keinen neuen zentralen Mittelfeld-Spieler fürs Zentrum mehr verpflichten wird, der „Top-Kandidat auf Goretzkas Nachfolge“ ist. Aséko ist seit Anfang Februar 2025 bis zum Ende der laufenden Saison an den Zweitligisten ausgeliehen, wo er mit starken Leistungen überzeugt. Folglich planen Max Eberl, Christoph Freund & Co., ihn zurückzuholen. Dem Juniorennationalspieler wird zugetraut, Goretzkas Platz im FCB-Mittelfeld einzunehmen, wenn er seine positive Entwicklung in der Saisonvorbereitung bestätigen kann.

FCB-Talent Aséko besitzt Profil, das Kompany besonders schätzt

Wie der scheidende 31-jährige Nationalspieler wäre Aséko hinter Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović und Tom Bischof die Nummer vier in Vincent Kompanys Mittelfeld. Er könnte zunächst eine ähnliche Rolle wie Bischof einnehmen. Der Ex-Hoffenheimer wird in seiner ersten Spielzeit beim Rekordmeister auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt, vor allem als Außenverteidiger. Aséko ist wie Goretzka ein klassischer Box-to-Box-Spieler, kann aber auch auf der rechten defensiven Außenbahn spielen.

FCB-Chefcoach Vincent Kompany schätzt Spieler, die auf mehreren Positionen spielen können. Damit kann der gebürtige Berliner mit Wurzeln in Äquatorialguinea Pluspunkte beim Belgier sammeln. Ohnehin durfte er schon vor seiner Leihe zum niedersächsischen Zweitligisten bei den Bayern-Profis mittrainieren und erhielt dabei viel Lob. An der Säbener Straße ist man sogar der Meinung, dass der 20-Jährige als Teenager schon Pflichtspielminuten unter Kompany bekommen hätte, wäre er in München nicht so häufig verletzt gewesen.

Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

Aleksandar Pavlović wird am 3. Mai 2004 in München geboren. Mit deutschen und serbischen Wurzeln wächst er als waschechter Münchner auf. Seine Geburts- und Heimatstadt wird später der Schauplatz seiner großen Karriere sein.
Schon früh zeigt der kleine Aleksandar eine außergewöhnliche Begabung für den Fußball. Beim SC Fürstenfeldbruck, einem Verein in der Nähe von München, tritt er das erste Mal gegen das runde Leder. Der Grundstein für eine steile Karriere.
Im Alter von nur sieben Jahren wechselt Pavlović vom SC Fürstenfeldbruck in das renommierte Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Ein großer Schritt für das Talent – und der Beginn einer engen Verbindung mit dem deutschen Rekordmeister.
Über zwölf Jahre durchläuft Pavlović sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern München. Er entwickelt sich Schritt für Schritt weiter und gilt intern schnell als eines der größten Talente des Vereins. Sein Stil als defensiver Mittelfeldspieler wird hier langsam deutlich.
Vom aufstrebenden Talent zur wichtigen Bayern-Stütze – der Weg des Aleksandar Pavlović

FCB-Sportdirektor Freund äußerte jüngst gegenüber Sport: „Die finale Kaderplanung im Mittelfeld wird erst im Mai, Juni passieren. Aber es ist schön, dass wir auch junge, interessante Spieler aus den eigenen Reihen haben.“ Auf den Namen Aséko angesprochen, lobte Freund auf auffallende Weise: „Noël macht es richtig gut. Er bringt eine Note mit, die sehr interessant für uns ist.“

Im Vergleich zu allen anderen gehandelten Mittelfeldkandidaten wäre Aséko für den FC Bayern ein „Schnäppchen“. Hannover hat sich zwar bei der Leihe eine Kaufoption gesichert, der Rekordmeister könnte ihn jedoch durch die ebenfalls verankerte Rückkaufoption für 2,5 Millionen Euro direkt wieder zurückholen. Laut transfermarkt.de liegt der aktuelle Marktwert des Mittelfeldtalents bei acht Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Valentin Domgjoni

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