Aussagen lassen aufhorchen

Überraschender Abgang? Gladbach-Star spricht über Ausstiegsklausel

Ein Gladbach-Star spricht in seiner Heimat unverblümt über die Möglichkeit eines baldigen Abschieds von den Fohlen mittels einer Ausstiegsklausel.

Mönchengladbach – Im Kader von Borussia Mönchengladbach stehen hinter mehreren Spielern Fragezeichen. Das neueste ist allerdings eine Überraschung.

Gladbach-Transfers: Viele Fragezeichen im Kader

Klar ist, dass es in der Gladbacher Defensive zu Veränderungen kommen wird. Ko Itakura, Nico Elvedi, Marvin Friedrich, Stefan Lainer, Joe Scally und Luca Netz gelten als Kandidaten auf einen Wechsel.

Diese Stars schafften den Sprung aus dem Amateurbereich zu den Profis

Kaum zu glauben, aber das links im grünen Trikot des Oberligisten SV Auersmacher ist Jonas Hector. Es sollte eines seiner letzten Spiele für den SVA sein. Mit 20 Jahren ging es dann zum 1. FC Köln. Der Rest ist Kölner Legendengeschichte.
Florian Niederlechner trägt auf dem linken Bild eine Bierbank im Trainingsshirt der SpVgg Unterhaching. Auf dem rechten Bild jubelt er im Trikot von Hertha BSC.
Für Julian Gressel sollte es in Deutschland nie zum Profifußball reichen. Am nächsten kam er dem im Trikot von Eintracht Bamberg in der Regionalligasaison 2012/13. In den USA schaffte er mit 23 bei Atlanta United den Durchbruch. 2024 kickte er bei Inter Miami an der Seite von Lionel Messi.
Miroslav Klose gab erst mit 21 Jahren sein Profi-Debüt bei Kaiserslautern. Zuvor spielte er für Homburg in der Regionalliga (l.). Sein größter Erfolg war der Gewinn der WM 2014.
Diese Stars schafften den Sprung aus dem Amateurbereich zu den Profis

In der Offensive war Tim Kleindienst eine heiße Aktie, bis der Stürmer beim 0:2 gegen den FC Bayern am 33. Spieltag eine folgenschwere Verletzung erlitten hat. Aufgrund der Ausfallzeit über mehrere Monate wird Kleindienst in Gladbach bleiben und dem Klub keinen großen Millionen-Deal bescheren. Packt dafür einer seiner Offensivkollegen die Koffer?

Gladbach-Star spricht über möglichen Abschied

Alassane Pléa hält sich diese Möglichkeit zumindest offen. Der 32-jährige Franzose hat im Podcast „After Allemagne“ von RMC Sport offen über seine Zukunft gesprochen.

Während Gladbach im Sommer 2023 alleine Jonas Hofmann, Lars Stindl, Marcus Thuram und Ramy Bensebaini verlor, verlängerte Pléa bereits ein Jahr zuvor seinen Vertrag bis 2025. Aufgrund einer Klausel hat sich der Kontrakt bis 2026 verlängert, doch dieser beinhaltet eine Ausstiegsklausel.

Alassane Pléa lässt seine Zukunft bei Borussia Mönchengladbach offen.

Er wisse gar nicht, ob er darüber reden könne, „aber es ist keine sehr hohe Zahl“, sagte Pléa über den festgeschriebenen Betrag, für den er Gladbach vorzeitig verlassen kann.

Es gelte, abzuwägen, „welche Option die beste für mich und meine Familie ist“, erläuterte der Offensivkünstler und kündigte an: „Ich werde mich hinsetzen und mit meiner Familie und meinem Berater überlegen, wie ich meine Karriere am besten fortsetzen kann.“

Kehrt Pléa nach Frankreich zurück?

Die französische Gerüchteküche brachte Pléa in der vergangenen Woche mit OSC Lille in Verbindung. Der Ligue-1-Klub aus der Heimatstadt des Gladbach-Stars wird Mittelstürmer Jonathan David verlieren. Der kanadische Nationalspieler kam 2020 für 27 Millionen Euro von KAA Gent, erzielte 109 Tore in 232 Spielen und lässt seinen Vertrag auslaufen.

Pléa schaffte über die Nachwuchsabteilung von Olympique Lyon den Sprung in den Profi-Bereich, wechselte 2014 für 500.000 Euro zu OGC Nizza und von dort aus 2018 für 23 Millionen Euro nach Gladbach. Bis heute ist der Angreifer der Rekord-Transfer der Fohlen.

Aufgrund der Qualifikation für die Europa League hätte Pléa in Lille noch einmal die Chance, die internationale Bühne zu betreten. Mit Lyon, Nizza und Gladbach absolvierte er bereits 23 Spiele im zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerb, hinzu kommen acht Champions-League-Einsätze am Niederrhein.

In dieser Saison erzielte der Routinier elf Bundesligatore und erreichte damit seine zweitbeste Ausbeute nach dem Debütjahr 2018/19 (zwölf Tore). Auf der einen Seite droht Gladbach, einen der wenigen Offensivkünstler des Kaders zu verlieren, der an guten Tagen den Unterschied machen kann. Auf der anderen Seite wäre mit einem Abgang die Chance gegeben, sich auf der Zehn oder durch eine Systemumstellung langfristig neu aufzustellen.

Welche Entscheidung Pléa treffen wird, bleibt abzuwarten – garantiert ist ein Verbleib aber keineswegs.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Norbert SCHMIDT

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