„Ein kleiner Hintergedanke“

Hoeneß gibt interessantes Detail zur Kompany-Verlängerung preis

Für den FC Bayern stellt sich die Verpflichtung von Chefcoach Vincent Kompany längst als Volltreffer heraus. Uli Hoeneß verrät nun mehr zur Vertragsverlängerung im Herbst.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung des FC Bayern im Oktober 2025 mit Vincent Kompany bis 2029 war ein konsequenter Schritt der Bosse an der Säbener Straße, die sich von Beginn an begeistert vom neuen Cheftrainer gezeigt hatten: Der Belgier hatte im Sommer 2024 eine extrem verunsicherte Mannschaft übernommen und sie wieder zu alter Leistungsstärke zurückgeführt.

FCB-Coach Vincent Kompany beim BL-Spiel gegen Mönchengladbach.

Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des Rekordmeisters, verrät im Gespräch mit dem kicker, welches zusätzliches Kalkül hinter der Entscheidung der Vertragsverlängerung stand: „Das war vor allem Überzeugung, das andere ein kleiner Hintergedanke“, so der 74-Jährige auf das Interesse von Manchester City am FCB-Cheftrainer angesprochen.

Verlängerung auch ein deutliches Zeichen an ManCity & Co.

An der Säbener Straße wollte man mit der Kontraktausdehnung primär eine klare Botschaft senden: „Wir wollten zum Ausdruck bringen, dass wir von seiner Arbeit vollkommen überzeugt sind, und er ein Trainer ist, der die Leute hier lange begeistern kann.“ Hoeneß bestätigt mit seiner Aussage den Wunsch der Verantwortlichen, mit Kompany eine Trainer-Ära zu schaffen. Eine solche hatte es beim FC Bayern seit dem ersten Engagement von Ottmar Hitzfeld (1998–2004) nicht mehr gegeben.

Allerdings war es ganz offensichtlich laut Hoeneß auch die Absicht der Bayern, mit diesem Schritt Fakten zu schaffen. So ließ der frühere Bayern-Präsident ebenfalls durchblicken, dass beim Handeln auch die internationalen Interessenten ein Thema waren. Vor allem die Premier-League-Klubs, ganz besonders Manchester City, beobachten die Entwicklung des FCB unter dem 39-Jährigen haargenau.

Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Vercauteren war einer der ersten Trainer, der Kompany volles Vertrauen schenkte und ihn schon als Teenager als Abwehrchef einsetzte. Das Verhältnis war geprägt von Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Kompany und Vanden Borre galten als die größten belgischen Talente ihrer Generation. Beide spielten gemeinsam in der Anderlecht-Jugend und debütierten früh in der ersten Mannschaft, verbunden durch eine enge Jugendfreundschaft.
Huub Stevens war Kompanys Trainer in seiner Zeit beim HSV und vermittelte ihm die Bedeutung taktischer Disziplin und defensiver Organisation. Das Verhältnis war von Respekt geprägt, auch wenn Kompanys Verletzungen verhinderten, dass sich ihre Zusammenarbeit langfristig entfalten konnte.
Beim HSV war Van der Vaart Mannschaftskapitän und ein Leitbild für den jungen Kompany. Der Belgier lernte von ihm, wie man auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt.
Guardiola, De Bruyne, Neuer: Die wichtigsten Weggefährten von Bayern-Trainer Vincent Kompany

Der Weltmeister von 1974 zur derzeitigen Marktsituation: „Es gibt schon Klubs, die mit Geld locken können, die kennen den Unterschied zwischen brutto und netto nicht mehr.“ Hoeneß verdeutlicht: Wegen einer Million mehr wechseln Top-Stars und Top-Trainer nicht zwingend – bei fünf oder zehn mehr schon.“

Seit Saisonbeginn wird Kompany immer wieder als möglicher Nachfolger von Pep Guardiola gehandelt, der seit seinem Abschied aus München im Sommer 2016 der Chefcoach von ManCity ist. Auch wenn dabei Rekordablösesummen im Raum stehen: An der Säbener Straße erteilt man solchen Gedankengängen eine klare Absage. Der Belgier hat langfristig verlängert und soll eine Ära gründen. Gleichzeitig ist auch bekannt, dass der 39-Jährige selbst nicht das geringste Interesse haben soll, den FCB in absehbarer Zeit zu verlassen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

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