Ausfall immer länger

Verletzung bei BVB-Leistungsträger ernster als anfangs vermutet

Seit mehreren Wochen spielt Borussia Dortmund ohne einen Leistungsträger. Die Verletzung hält weiter an. Offenbar unterschätzte man ihren Schweregrad.

Dortmund – Eigentlich hatte Borussia Dortmund geplant, mit Kapitän Emre Can in die Saison 2025/26 zu starten. Die Ergebnisse mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen stimmen, der Spielführer aber ist trotzdem nicht gut gelaunt. Can fehlt weiterhin verletzt, an ein Comeback ist nicht zu denken. Ist die Verletzung wesentlich gravierender als zunächst angenommen?

BVB-Kapitän Emre Can fehlt nach wie vor verletzt.

Schon in der Schlussphase der vergangenen Saison lief der deutsche Nationalspieler unter Schmerzen auf, die offizielle Diagnose lautete am Ende „Adduktorenverletzung.“ Mittlerweile allerdings verzweifeln die BVB-Bosse, denn nach wie vor ist vollkommen unklar, wann Can wieder auf dem Platz stehen kann.

BVB-Kapitän Can offenbar schwerer verletzt als gedacht

Die BILD möchte erfahren haben, dass eine Schambein-Entzündung der Grund für den langen Ausfall sein könnte – eine sehr tückische Verletzung, bei der kaum absehbar ist, wann der Heilungsprozess abgeschlossen sein wird. Das Gerücht hält sich hartnäckig, wurde sowohl von Can selbst als auch von Borussia Dortmund jedoch dementiert.

Weil Can in Wirklichkeit an einer anderen Blessur laboriert? Oder doch eher, weil der Verein seinen Kapitän nicht dem Druck der Öffentlichkeit aussetzen will? Ehe eine Schambein-Entzündung nicht vollständig abgeheilt ist, ist jegliche Form des Trainings nicht möglich. Mario Götze, selbst lange im BVB-Trikot unterwegs, verpasste aus diesem Grund im Jahr 2012 ganze 22 Spiele.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Can weiß: Im Sommer 2026 läuft sein Vertrag bei Schwarz-Gelb aus. Eine Verlängerung ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, allerdings fordern die BVB-Bosse wohl starke Leistungen für einen neuen Kontrakt. Derzeit ist daran nicht zu denken, Can weiß nicht einmal, wann ein normales Mannschaftstraining möglich sein wird. Ob Schambein-Entzündung oder nicht – ein baldiges Comeback wäre dem Mittelfeldspieler zu wünschen. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO

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