CL-Aus im Viertelfinale

„Wahnsinn“: Früherer Referee sieht VAR-Skandal bei Bayern-Aus gegen Inter

Nach dem Ausscheiden des FC Bayern aus der Champions League brodelt die Gefühlslage. Ein Treffer von Inter Mailand löst heftige Debatten aus.

Mailand/München – Der FC Bayern München muss sich aus der Champions League verabschieden – nach einem 2:2 im Viertelfinal-Rückspiel gegen Inter Mailand ist der Traum vom Finale geplatzt. Doch ein Treffer der Italiener sorgt im Nachgang für jede Menge Gesprächsstoff. (Die internationalen Pressestimmen zum Bayern-Drama)

Umstrittenes Inter-Tor bringt das Bayern-Aus

In der 58. Minute traf Lautaro Martínez nach einem Eckball zum 1:1-Ausgleich – doch ging diesem Treffer möglicherweise ein Handspiel voraus? Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hat daran keine Zweifel.

Auf X, ehemals Twitter, zeigte sich der langjährige Bundesliga-Referee entsetzt: „Wenn Torschütze zum 1:1 den Ball mit der Hand/dem Arm vor dem Torschuss berührte, wäre das Tor klar irregulär! [...] Wahnsinn…“

Gräfe spricht nach Bayerns CL-Aus in Mailand von „Wahnsinn“

Laut Gräfe habe Martínez den Ball deutlich mit dem Arm kontrolliert, bevor er das Tor erzielte. Zwar habe Schiedsrichter Slavko Vincic die Szene in der Hektik womöglich nicht sehen können – „aber dafür gibt es den VAR“, so Gräfe weiter.

In seinem Post führt Gräfe aus: „Solche Tore will der Fußball nicht (sehen)! Weder eine direkte Torerzielung durch unabsichtliche Hand noch davor vom Torschützen, zumal er hier den Ball so erst kontrolliert vor die Füße bekommt & einschießt!“

Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Schon im Januar wurde der FC Bayern intensiv mit Christopher Nkunku in Verbindung gebracht. Sportvorstand Max Eberl soll mit dem Spielerlager schon kurz vor einer Einigung gestanden haben. Eines der Hauptprobleme blieb die hohe Preisvorstellung des FC Chelsea. Jüngsten Medienberichten zufolge könnte der Ex-Leipziger im Sommer allerdings deutlich günstiger werden – und womöglich „nur“ 40 bis 45 Millionen Euro kosten.
Dass die Bayern Florian Wirtz (li.) unbedingt verpflichten wollen, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Klub-Bosse wollen das Duo Wirtz/Musiala nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch auf Vereinsebene sehen. Die Münchner wären wohl bereit, tief in die Tasche zu greifen, um das Supertalent am liebsten schon in diesem Sommer von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen loszueisen.
Nick Woltemade steht bei den Bayern weit oben auf der Stürmer-Wunschliste. Der U21-Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer von Werder Bremen zum VfB Stuttgart, überzeugte seitdem die Bayern-Bosse von seinen Fähigkeiten. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und beinhaltet keine Ausstiegsklausel.
Und noch ein deutscher Stürmer: Mit seiner überragenden Saison bei Mainz 05 spielte Jonathan Burkardt sich bereits in die deutsche Nationalmannschaft. Logisch, dass das auch den Rekordmeister auf den Plan ruft. Ex-Bayern-Profi Nils Petersen riet Burkardt aber jüngst, einen Bayern-Wechsel aufgrund geringer Einsatzchancen gut zu überdenken.
Wo schlägt der FC Bayern zu? Die aktuellen Transfergerüchte im Überblick

Das sagen die Bayern-Spieler zu Hand-Szene

Joshua Kimmich äußerte sich nach dem bitteren CL-Aus zurückhaltend zur Szene: „Ich habe nicht wirklich mitbekommen, ob es ein Handspiel war [...] Ich habe versucht ihn zu klären und habe ihn dann angeschossen. Ich habe ihn auf jeden Fall nicht richtig wegbekommen, obwohl ich eher am Ball war.“

Auch Thomas Müller, der sein letztes Champions-League-Spiel für den FC Bayern bestritt, konnte keine klare Aussage treffen: „Meine Mitspieler haben mir ein Handspiel angezeigt. Dann will man zumindest, dass der Schiedsrichter nochmal darauf achtet, dass das auch ordentlich überprüft wird.“

Kurz nach der strittigen Szene sorgte Ex-Bayern-Verteidiger Benjamin Pavard mit dem 2:1 für Inter für den nächsten Rückschlag. Zwar gelang Eric Dier in der 76. Minute noch der Ausgleich zum 2:2, doch durch die 1:2-Niederlage im Hinspiel war das Aus für den FC Bayern besiegelt. Durch die umstrittene Szene bleibt zumindest ein bitterer Beigeschmack. (BenHot)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Martin Hoffmann

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