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Was stellt Gladbach mit der Kohle an, wenn Itakura wechselt?
Die Gespräche um Ko Itakura laufen. Borussia Mönchengladbach erwartet eine wichtigeAblöse. Damit kann eine Schwachstelle behoben werden.
Mönchengladbach – Ajax Amsterdam ist schon seit einigen Tagen interessiert, mittlerweile soll auch Feyenoord Rotterdam mitmischen und Eintracht Frankfurt klopft ebenfalls noch einmal an. Nachdem es wochenlang um Ko Itakura ruhig war, winkt dem Verteidiger von Borussia Mönchengladbach doch die Chance auf den nächsten Schritt.
Da Itakura nur noch bis 2026 unter Vertrag steht, ist Borussia gewissermaßen unter Zugzwang, um einen ablösefreien Abgang zu verhindern. Treiben lassen sich die Verantwortlichen in den Verhandlungen offenbar aber nicht. Wie Sky Sport berichtet, soll Gladbach ein erstes Angebot von Ajax als zu niedrig empfunden und abgelehnt haben. Mindestens zehn Millionen Euro plus Boni schweben dem Klub demnach vor.
Was stellt Gladbach mit den möglichen Itakura-Millionen an?
Ob der VfL diese Summe erwarten darf, bleibt abzuwarten. Noch ist jedenfalls genug Zeit, um mit interessierten Vereinen eine Lösung zu finden. Da Itakura am Montag und Dienstag am Mannschaftstraining teilgenommen hat, bahnt sich mutmaßlich auch kein Deal unmittelbar an.
Zugleich stellt sich die Frage, wie Borussia das Geld investieren wird, falls der Itakura-Deal klappen sollte. Kommt dann ein neuer Verteidiger oder legt Sport-Geschäftsführer Roland Virkus auf einer anderen Position nach? Bedarf besteht noch immer in der Offensive, denn auf einen echten Konkurrenten wartet Robin Hack bis heute.
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Der 26-Jährige ist auf dem linken Flügel gesetzt und alternativlos, weshalb Gladbach im Winter die Fühler nach Jan-Niklas Beste ausgestreckt haben soll, der jedoch zum SC Freiburg gewechselt ist. Nachwuchstalent Noah Pesch war noch nicht bereit für die Rolle des Hack-Ersatzes und wurde für diese Saison an den 1. FC Magdeburg verliehen.
Aushelfen musste bisher Nathan Ngoumou, der sich aber auf rechts wohler fühlt und nach seinem Achillessehnenriss im April eine Weile ausfallen wird. Erste Gerüchte über einen neuen Flügelspieler machen bereits die Runde. Laut Transfer-Insider Fabrizio Romano sollen Gladbach und RB Leipzig am englischen U19-Nationalspieler Tyrique George vom FC Chelsea interessiert sein, der links und rechts spielen kann.
Georges Marktwert wird auf zehn Millionen Euro geschätzt, mehr als eine Leihe wäre für Borussia wohl kaum drin. Beiden Klubs dürfte noch die positive Leihe von Andreas Christensen an den Niederrhein (2015-2017) in Erinnerung bleiben. Genauso könnte Gladbach aber noch einmal in der Viererkette nachlegen.
Abhängig wäre ein Transfer für die Abwehr davon, auf welcher Position Gerardo Seoane mit Kevin Diks plant. Solange Itakura Borusse ist, winken dem Zugang vom FC Kopenhagen auf dem Rechtsverteidigerposten die größten Chancen. Verabschiedet sich der japanische Nationalspieler, könnte Diks in die Zentrale rücken.
Öffnet Itakura-Abgang die Chance für Niklas Swider?
Rechtsverteidiger Omar Traoré vom 1. FC Heidenheim war zwischenzeitlich Gegenstand der Transfergerüchte, konkretisiert haben sich diese aber nicht. Wird Diks in die Innenverteidigung gezogen, wäre das Zentrum mit vier Spielern besetzt. Sofern es zu keinem weiteren Abgang kommt – Marvin Friedrich galt im Frühjahr als Transferkandidat – hat Virkus keinen Handlungsdruck.
Auch, ob hinten rechts etwas passieren wird, bleibt abzuwarten – denn Seoane hat im Laufe der Vorbereitung Nachwuchstalent Niklas Swider mehrfach auf dieser Position ausgetestet. Der eigentliche defensive Mittelfeldspieler könnte die Lücke schließen, die Stefan Lainer nach seinem Wechsel zu RB Salzburg hinterlassen hat.
Einerseits erläuterte Virkus in einer Medienrunde während des Trainingslagers am Tegernsee, für Nachwuchstalente sei es einfacher, auf den Außenpositionen im Herrenbereich Fuß zu fassen. Andererseits betonte der Sport-Geschäftsführer, Lainer und Alassane Pléa seien auch deshalb abgegeben worden, um Platz für die nächste Generation zu schaffen.
Swider hat somit die Chance, über konstante Trainings- und Testspiel-Leistungen in der Hierarchie aufzurücken und eine ernsthafte Option hinter Joe Scally und Diks darzustellen. Wird kurz vor Transferschluss deutlich, dass dieser Schritt noch eine Nummer zu groß ist, hätte Gladbach immer noch die Chance, nachzulegen. Die Voraussetzung dafür bleibt aber, dass Itakura verkauft wird.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Norbert Jansen / fohlenfoto
