Marktwert-Update
Wertvollster Gladbacher: Kleindienst lässt Borussia jubeln
Tim Kleindiensts beeindruckender Aufstieg spiegelt sich in seinem Marktwert wider. Ein Youngster von Gladbach macht ebenfalls einen großen Sprung.
Mönchengladbach – In Gladbach sind sich alle einig: Tim Kleindienst war ein absoluter Volltreffer.
Kleindienst ist die Nummer eins in Gladbach – und beim DFB
Die Verpflichtung des Mittelstürmers für eine Ablösesumme in Höhe von sieben Millionen Euro war rückblickend ein echtes Schnäppchen. Nachdem Kleindienst in der ersten Bundesliga-Saison des 1. FC Heidenheim zwölfmal getroffen hatte, erzielte er in seinen ersten 25 Einsätzen für Borussia 15 Tore – und etablierte sich in der deutschen Nationalmannschaft.
Seit der erstmaligen Nominierung im Oktober hat Kleindienst sechs Länderspiele absolviert und viermal getroffen, war im Nations-League-Viertelfinale gegen Italien (2:1, 3:3) mit insgesamt zwei Treffern eine Schlüsselfigur. Der Gladbach-Star darf sich zweifelsohne zu den Gewinnern des prestigeträchtigen Duells zählen.
Je besser Kleindienst spielt, desto lauter werden Gerüchte und Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied aus Gladbach – auch wenn der 29-Jährige nach aktuellem Stand wenige Gründe hat, um Borussia zu verlassen. Am Niederrhein ist Kleindienst ein Stamm- und Unterschiedsspieler, der einen großen Anteil daran hat, dass im Mai die Rückkehr nach Europa erfolgen könnte.
Kleindienst macht Marktwert-Sprung
Über Heidenheim und Gladbach hat sich Kleindienst zu einem der besten deutschen Stürmer entwickelt, ist im März 2025 vielleicht sogar an der Spitze der Hackordnung. Der sportliche Aufstieg sowie der gestiegene Stellenwert auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene drückt sich auch in den aktualisierten Marktwerten des Portals Transfermarkt.de aus.
So war Kleindiensts Marktwert zum Zeitpunkt seines Transfers nach Gladbach auf sechs Millionen Euro geschätzt worden. Im Laufe der Saison verdoppelte sich dieser Wert, und im März-Update macht der Stürmer einen weiteren Sprung von zwölf Millionen Euro auf 17 Millionen Euro.
Rekord-Summe 222 Millionen Euro: Die 11 teuersten Transfers der Geschichte




Damit zieht Kleindienst unter anderem an Niclas Füllkrug vorbei. Der 32-jährige Stürmer von West Ham United gilt aufgrund seines ähnlichen Profils als ärgster Konkurrent in der Nationalmannschaft, wird in dieser Saison jedoch vom Verletzungspech heimgesucht. Im Kalenderjahr 2024 wurde Füllkrugs Marktwert auf 15 Millionen Euro geschätzt, im jüngsten Premier-League-Update sank dieser auf zwölf Millionen Euro.
Ullrich ist Gladbachs Shootingstar
Neben Kleindienst gibt es einen weiteren großen Gladbacher Gewinner im Marktwert-Update: Lukas Ullrich.
Hinter dem Linksverteidiger liegt eine bemerkenswerte Entwicklung. Infolge einer Fußverletzung von Luca Netz rückte Ullrich im vergangenen Herbst ins Rampenlicht. Seit dem Startelfeinsatz im DFB-Pokal-Duell mit Eintracht Frankfurt (1:2) am 30. Oktober ist der Youngster nicht mehr aus der ersten Elf wegzudenken.
Über defensive Sicherheit und zunehmende Akzente in der Offensive hat sich Ullrich in der Viererkette festgespielt, mittlerweile stehen auch die ersten Scorerpunkte zu Buche. Im November und Februar lieferte er jeweils eine Torvorlage für Kleindienst, am 22. Spieltag erzielte er gegen Union Berlin sein erstes Bundesligator.
Auch auf Nationalmannschaftsebene hat sich erstmals eine Wachablösung angedeutet, denn erstmals wurde Ullrich anstelle von Netz für die U21 nominiert. Damit geht ein Marktwertsprung von drei Millionen Euro auf acht Millionen Euro einher. Und bald könnte auch eine Vertragsverlängerung in Gladbach zu höheren Bezügen erfolgen.
In den Spielen gegen die Slowakei und Spanien erhielt allerdings Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt den Vorzug. Werden sich die beiden Shootingstars in einigen Jahren auch in der A-Nationalmannschaft um den Stammplatz duellieren?
Rubriklistenbild: © IMAGO/Steven Mohr
