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Wirtz-Transfer zum FC Bayern? Jetzt spricht Uli Hoeneß Klartext

Uli Hoeneß äußert sich zur möglichen Verpflichtung von Florian Wirtz und den finanziellen Herausforderungen des FC Bayern.

München – Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat klargestellt, dass ein Transfer von Florian Wirtz zum FC Bayern München aktuell nicht möglich ist. „Für seinen Transfer bräuchten wir ein Sondervermögen, wie die Bundesregierung. Daher ist das im Moment kein Thema“, erklärte Hoeneß in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Hoeneß sieht derzeit keine Chance auf Wirtz-Transfer zum FC Bayern

Hoeneß betonte, dass die finanzielle Situation des Vereins der Hauptgrund für die derzeitige Unmöglichkeit eines solchen Transfers sei. „Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da. Wir müssen wirtschaftlich umdenken“, sagte er. Um große Transfers wie den von Harry Kane oder potenziell Wirtz zu realisieren, müsse der Klub „unter Umständen in die Kreditabteilung“, was für den FC Bayern tatsächlich eine neue Situation darstellt.

Trotz seiner offiziellen Position als Aufsichtsratsmitglied äußerte Hoeneß seine persönliche Meinung, dass er Wirtz gerne bei Bayern sehen würde. „Aber das ist meine Meinung als Privatmensch“, fügte er hinzu. Die finanzielle Lage des FC Bayern erfordert ein Umdenken, insbesondere angesichts der schrumpfenden Eigenkapitaldecke. Diese Situation hat bereits Auswirkungen auf andere Personalentscheidungen, wie das Vertragsende von Thomas Müller, das ebenfalls mit den finanziellen Herausforderungen in Verbindung gebracht wird.

Uli Hoeneß (r.) spricht über einen möglichen Wechsel von Florian Wirtz (l.) zum FC Bayern.

Hoeneß erwähnte, dass die Bayern möglicherweise Kredite aufnehmen müssten, um weiterhin auf dem Transfermarkt aktiv zu sein. Dies könnte für einige zukünftige Verpflichtungen notwendig werden. Die Transferpolitik des Vereins bleibt jedoch ambitioniert und Hoeneß bleibt optimistisch, was die Möglichkeit weiterer erfolgreicher Transfers betrifft.

Muss der FC Bayern Kredite für Transfers aufnehmen?

Neben Wirtz sind auch die Zukunftsfragen bei anderen Spielern wie Leroy Sané und Leon Goretzka noch offen. Hoeneß schloss nicht aus, dass die Zusammenarbeit mit diesen Spielern fortgesetzt wird und lobte ihre jüngsten Leistungen. Der FC Bayern plant, rund um Spieler wie Joshua Kimmich eine Mannschaft aufzubauen, die international konkurrenzfähig ist.

Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Millionenfresser und Bankwärmer: Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Trotz der Herausforderungen und der Notwendigkeit, wirtschaftlich umzudenken, blickt Hoeneß optimistisch in die Zukunft des Vereins. Die Möglichkeit weiterer erfolgreicher Transfers bleibt bestehen, auch wenn der Weg dahin neue finanzielle Strategien erfordert. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO /Laci Perenyi/ photothek

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