USA malt Horrorszenario
Trump und Außenminister reagieren auf mögliches Einreiseverbot von WM-Teilnehmer Iran
Iran soll im Sommer eigentlich an der WM teilnehmen. Doch aufgrund des anhaltenden Konflikts mit den USA droht nun ein Einreiseverbot.
In weniger als zwei Monaten startet in Kanada, Mexiko und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft. Während die Nominierungen der Teams langsamer näher rücken, schwebt seit Wochen über dem Turnier die Frage, ob Iran teilnehmen darf oder nicht. Sportlich ist das Team qualifiziert, allerdings herrscht aufgrund des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten Unklarheit, ob die Mannschaft wirklich einreisen darf.
Nun hat sich der Außenminister Marco Rubio zu dem Thema geäußert. „Wenn sie von sich aus entscheiden, nicht zu kommen, dann ist das, weil sie sich dazu entschieden haben, nicht zu kommen“, sagte Rubio bei einer Veranstaltung im Weißen Haus in Washington. Zwar herrscht derzeit zwischen den beiden Nationen eine Waffenruhe, ein Ende des Konflikts ist jedoch nicht abzusehen.
„Können die vielleicht nicht reinlassen“: USA denkt über Einreiseverbot gegen Iran nach
Zuvor hatte sich auch Präsident Donald Trump zur Frage eines möglichen Einreiseverbots gegenüber der Mannschaft aus dem asiatischen Staat geäußert. „Ich denke darüber nicht viel nach“, schilderte er. Es sei aber eine „interessante Frage“, weswegen er darüber nachdenken wolle. Im Anschluss verwies er auf Rubio, der ergänzte: „Vonseiten der USA wurde ihnen nicht gesagt, dass sie nicht kommen können.“
Dabei fügte der Außenminister hinzu: „Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen.“ Laut US-Medien stellte er die Vermutung auf, dass möglicherweise militante Iraner als Trainer oder Journalisten in die USA einreisen könnten. „Wir können die vielleicht nicht reinlassen“, meinte er. „Aber nicht die Athleten selbst.“
Die finalen Teilnehmer der WM 2026 – Mehrere Debütanten und historische Türkei




Somit bleibt die Ungewissheit, was wirklich passieren wird. Ein Sondergesandter von Donald Trump hatte bereits vorgeschlagen, dass Italien den Platz von Iran einnehmen soll. Das Land selbst hat als Möglichkeit ins Spiel gebracht, ihre Gruppenspiele, die eigentlich in Los Angeles und Seattle stattfinden, in Mexiko auszutragen. Die FIFA hält sich diesbezüglich noch sehr bedeckt, allerdings bedarf es einer baldigen Entscheidung, um ein Debakel zu verhindern. (dpa/smu)
Rubriklistenbild: © ABACAPRESS /IMAGO
