Kritik lässt nicht nach
WM-Boykott 2026? DFB-Boss Rudi Völler lässt aufhorchen
Die WM 2026 wirft ihre Schatten voraus. Deutschland hofft auf den Titel. Wie passen die Diskussionen um einen WM-Boykott ins Bild? DFB-Boss Rudi Völler klärt auf.
Die deutsche Nationalmannschaft möchte zum fünften Mal Weltmeister werden. Im Juni 2026 startet die mit Spannung erwartete WM, die in Kanada, Mexiko und den USA stattfinden wird. Insbesondere der US-amerikanische Ausrichter sorgt auf politischer Ebene für Schlagzeilen. Schon mehrfach wurde entsprechend über einen Boykott des deutschen Teams diskutiert – dazu nahm jetzt DFB-Boss Rudi Völler Stellung.
Auf der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin unterstrich Völler: Ein Boykott kommt für die deutsche Mannschaft nicht in Frage. „Es ist sinnlos, das zu diskutieren. Es bringt nichts und du schadest nur den Athleten“, so Völler. Und weiter: „Ich war schon immer gegen einen Boykott, weil es nichts bringt.“ Auch Joshua Kimmich sprach sich bereits dagegen aus.
DFB-Boss Rudi Völler ist gegen WM-Boykott 2026
St.-Pauli-Klubchef Oke Göttlich hatte dazu angeregt, über einen Boykott nachzudenken. Der Funktionär hatte damals folgende Worte gefunden: „Man kann ja ein Thema nicht totschweigen. Der Fußball funktioniert nicht im Reagenzglas der gesellschaftlichen Themen.“ Rudi Völler wünscht sich vor allem eines: eine WM, bei der es um Fußball geht.
„Wir sind vor Ort, um Fußball zu spielen. Es gibt keine Maulkörbe, jeder kann seine Meinung sagen und kann auch Dinge kritisch sehen, aber nicht am Tag vor dem Spiel“, fordert der 65-Jährige. Er erinnert an die WM 2022, bei der die deutsche Nationalmannschaft einen Regenbogen-Binden-Skandal ausgelöst hatte.
DFB-Kader für die WM 2026: Wenn Nagelsmann heute nominieren müsste




In der Gruppe E des Turniers trifft der viermalige Weltmeister im Sommer auf Curacao, Ecuador und die Elfenbeinküste. Der Gegner aus Curacao hat erst kürzlich eine Trainerentlassung vorgenommen. Für das DFB-Team stehen Ende März die wichtigen Testspiele gegen die Schweiz und Ghana auf dem Programm. Wenig später wird Bundestrainer Julian Nagelsmann entscheiden müssen, wer es in den WM-Kader schafft. (is)
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