Johanna Puff begeistert im Schwarzwald
Biathlon: Das Lachen ist zurück – „War eine extrem harte Zeit für mich“
Im Dezember stand hinter der Biathlon-Karriere von Johanna Puff noch ein dickes Fragezeichen. Jetzt ist die 24-Jährige eine der großen Gewinnerinnen der Deutschen Meisterschaften. Im Gespräch mit chiemgau24.de blickt sie auf ihre Leidenszeit zurück.
Johanna Puff war eine der prägenden Figuren der Deutschen Meisterschaften 2026 im Biathlon. Mit drei Silbermedaillen im Gepäck reist die 24-Jährige zurück in den Chiemgau. Der Weg zu den Erfolgen im Schwarzwald war beschwerlich. Umso überraschender waren die Erfolge am Notschrei.
Im Dezember 2025 stand hinter der noch jungen Biathlon-Karriere der gebürtigen Rosenheimerin ein großes Fragezeichen. Puff kollabierte beim IBU-Cup-Verfolgungsrennen in Obertilliach auf der Strecke und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung. Für Puff war die Saison beendet, an Spitzensport nicht zu denken.
Biathlon: Puff zeigt sich erleichtert – „Ich wusste nicht genau, wo ich stehe“
Im März begann sie mit leichtem Training, im September begeisterte sie mit drei Silbermedaillen in drei Rennen bei den Deutschen Meisterschaften. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Arbeit im Sommer auszahlt. Hinter mir liegt eine harte Zeit, umso schöner ist die Silbermedaille. Ich wusste nicht genau, wo ich stehe. Entsprechend groß war die Anspannung vor dem Rennen, jetzt überwiegt die Erleichterung“, sagte Puff nach dem zweiten Platz im Einzel gegenüber chiemgau24.de.
Die Freude über die Rückkehr an die Spitze des deutschen Biathlons war der Bundespolizistin deutlich anzumerken. Sie strahlte mit der Sonne am Notschrei um die Wette. „Mir geht es gesundheitlich wieder gut. Ich konnte Anfang März mit leichtem Training beginnen. In Absprache mit meinem Trainer Andi Stitzl haben wir zum Start in die offizielle Vorbereitung das Pensum dann kontinuierlich gesteigert. Inzwischen kann ich die Einheiten in der Trainingsgruppe voll mitmachen“, schilderte Puff ihren Wiedereinstieg seit dem Frühjahr.
Biathlon: Puff gibt Einblicke – „War aus mentaler Sicht eine extrem harte Zeit“
Wie beschwerlich der Weg zurück war, erklärte Puff nach dem Auftakt zur Deutschen Meisterschaft im Gespräch mit chiemgau24.de. „Es war aus mentaler Sicht eine extrem harte Zeit für mich. Hätten mich meine Familie und Freunde nicht abgelenkt und aufgefangen, hätte ich das so nicht geschafft. Auch die Trainingsplanung und die Arbeit mit Andi Stitzl haben mir auf dem Weg zurück sehr geholfen und mir den nötigen Halt gegeben“, so die 24-Jährige.
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Das nächste Ziel der Einzel-Europameisterin von 2025 ist die Qualifikation für den Weltcup im November. Die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften fließen zwar nicht in die Qualifikation ein, dennoch geht Puff mit Rückenwind und viel Selbstvertrauen in die entscheidende Phase der Vorbereitung. (Quelle: chiemgau24.de, truf)