Epstein-Affäre

„Royals stehen nicht über dem Gesetz“: Andrews China-Reise wirft Fragen auf

Neue Details zu Andrews China-Trip erschüttern das Königshaus. Der Chef der Strafverfolgung macht deutlich: Royals haben keine Immunität.

Die Vergangenheit holt Andrew Mountbatten-Windsor (65) mit voller Wucht ein. Brisante Dokumente aus den Epstein-Akten werfen ein verheerendes Licht auf seine Zeit als britischer Handelsbeauftragter. Im Zentrum der Vorwürfe steht eine vom Steuerzahler finanzierte China-Reise im Jahr 2010.

Der ehemalige Prinz Andrew (li.) und der verurteilte verstorbene Straftäter Jeffrey Epstein (re.). Auch als Royal steht der Königssohn nicht über dem Gesetz.

Bei dieser Reise soll Andrew womöglich vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019) weitergegeben haben. The Sun berichtet, dass die Thames Valley Police derzeit prüft, ob ausreichend Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs vorliegen. Besonders brisant: Fotos, die die Daily Mail abdruckt und die Andrew mutmaßlich bei einem privaten Dinner in Peking mit dem chinesischen Model Miya Muqi (38) zeigen sollen.

Geheime Treffen und Fotos: Andrews China-Reise entwickelt sich für Königshaus zum Albtraum

Die Aufnahmen sollen von David Stern, einem engen Geschäftspartner Andrews, direkt an Epstein geschickt worden sein. Stern soll Andrew auf der offiziellen Handelsreise nach Peking, Hongkong und Shenzhen begleitet haben. Wie die Daily Mail enthüllt, soll Stern drei Tage vor Reisebeginn ein Foto der damals 23-jährigen Muqi an Epstein geschickt haben. Das Dinner soll zudem nicht Teil des offiziellen Programms gewesen sein.

Stephen Parkinson, der Leiter des Strafverfolgungs­dienstes der Krone für England und Wales, stellt in einem Interview mit der Sunday Times auf die Frage, ob Royals über dem Gesetz stehen, unmissverständlich klar: „Nein, natürlich nicht.“ Die Tageszeitung The Guardian zitiert Parkinson mit den Worten: „Es ist meine Aufgabe, das Gesetz durchzusetzen, und das tue ich ohne Ansehen der Person.“

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Die Enthüllungen werfen grundsätzliche Fragen über die Kontrolle und Transparenz bei offiziellen Handelsreisen auf. Wie The Guardian berichtet, fordern Parlamentarier nun eine umfassende Aufklärung über Andrews Amtszeit als Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011. Die Forderungen zielen darauf ab, das gesamte Ausmaß möglicher Verstöße gegen Protokolle und Sicherheitsrichtlinien zu untersuchen.

Der Druck auf die Behörden wächst. Der ehemalige Minister Vince Cable fordert eine vollständige polizeiliche Untersuchung. In einer Stellungnahme gegenüber der BBC erklärt er: „Wir benötigen Klarheit darüber, was genau während dieser Reisen geschehen ist.“ Die Frage, ob Andrew seine Position als Handelsbeauftragter missbraucht hat, um Epstein zu begünstigen, schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Königshaus. Die Ergebnisse bleiben abzuwarten. König Charles (77) hat sich klar positioniert und sich auf die Seite der Behörden gestellt. Verwendete Quellen: thesun.co.uk, dailymail.co.uk, theguardian.com, bbc.com

Rubriklistenbild: © Foto von JORDAN PETTITT / VARIOUS SOURCES / AFP

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