Royale Erschütterung
Protokoll-Panne: Regierung vorab informiert – König Charles ahnungslos
Andrew Mountbatten-Windsor wurde verhaftet – ausgerechnet am 66. Geburtstag. Was König Charles da noch nicht ahnte, macht die Sache noch brisanter.
Es ist ein Morgen, der in die Geschichte der britischen Monarchie eingehen wird. Am 19. Februar wird Andrew Mountbatten-Windsor, der jüngere Bruder von König Charles (77), von der Thames Valley Police wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen – ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag. Und während die Polizei handelt, sitzt Charles ahnungslos im Palast. Wie der US-amerikanische Nachrichtensender NBC News unter Berufung auf einen Palastvertreter berichtet, wurden weder der König persönlich noch der Buckingham-Palast offiziell vorab über die bevorstehende Festnahme informiert.
Dass die britische Regierung sehr wohl Bescheid wusste, macht die Sache noch pikanter: Der National Police Chiefs‘ Council, ein nationales Koordinierungsgremium der Strafverfolgungsbehörden, räumte ein, das Innenministerium lediglich 30 Minuten vor der Verhaftung in Kenntnis gesetzt zu haben – eine sogenannte Routinemeldung. Der Palast hingegen blieb außen vor. Für ein Königshaus, das auf Würde und Kontrolle bedacht ist, ist das ein schwerer Protokollbruch.
König Charles im Krisenmodus – wie der Palast auf Andrews Verhaftung reagiert
Der frühere Königsfotograf Ian Pelham Turner gibt dem Daily Mirror exklusiv Auskunft und bringt es auf den Punkt: „Keines der Mitglieder der königlichen Familie – König Charles und Prinz William eingeschlossen – wurde vorab darüber informiert, dass die Verhaftung stattfinden würde.“ Er vermutet, dass im Hintergrund bereits ein regelrechter Krisenstab einberufen worden sein dürfte – mit erfahrenen Königshausberatern, die nun das weitere Vorgehen koordinieren.
König Charles reagiert dennoch rasch und mit bemerkenswerter Klarheit: In einem persönlich unterzeichneten Statement – ungewöhnlich für einen Monarchen – erklärt er: „Mit tiefer Bestürzung habe ich von den Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und dem Verdacht auf Amtsmissbrauch erfahren. Was nun folgt, ist das vollständige, faire und ordnungsgemäße Verfahren, in dem diese Angelegenheit auf die gebührende Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird.“ Gleichzeitig setzt er seinen Pflichten-Kalender fort und besucht noch am selben Tag die London Fashion Week – ein bewusstes Signal der Normalität.
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Wie ernst die Lage tatsächlich ist, verdeutlicht Craig Prescott, Verfassungsrechtler an der Royal Holloway, University of London, gegenüber NBC News: „Es ist ein außerordentlicher Moment, beispiellos in der modernen Geschichte, dass der Bruder des Königs wegen einer schweren Straftat verhaftet wird.“ Sky Roberts, der Bruder des verstorbenen Epstein-Opfers Virginia Roberts Giuffre (41, † 2025), richtet sich nach der Verhaftung direkt an den Monarchen: „Ich möchte dem König weiterhin meinen Respekt aussprechen, denn es ist keine leichte Sache, gegen ein Mitglied der eigenen Familie vorzugehen.“ Verwendete Quellen: mirror.co.uk, nbcnews.com
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