Sprittspar-Abzocke
Dieser „Spritspartrick“ ist reine Irreführung statt echter Ersparnis
Elektronische Stecker, bekannt als Spritspar-Dongles, versprechen angeblich erhebliche Treibstoffeinsparungen. Das Ganze scheint jedoch etwas zweifelhaft.
Die Geräte werden über das Internet sowie einige Geschäfte beworben. Angeblich sollen sie den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenwirken, indem sie den Verbrauch des eigenen Autos senken soll. Und das lediglich durch das Anstecken an die OBD-Buchse (ODB: On Board Diagnose), welche sich im Fußraum befindet. Nach einem Test des ADAC kommt jedoch die erschreckende Wahrheit ans Licht.
Abzocke oder Geheimtipp – Funktioniert der Spritspar-Dongle überhaupt?
Gemeinsam mit der Computerzeitschrift c‘t nimmt der ADAC ein Model des Herstellers Ecomac genauer unter die Lupe. Der Typ „ecoOBD2“ wird in zwei Versionen verkauft. In Blau, für Dieselfahrzeuge und in Grün für Benziner. Was sie jedoch gemeinsam haben, ist, dass sie dem Kunden versprechen, bis zu 15 Prozent Sprit zu sparen. Mit einer Preisspanne von fünf bis über fünfzig Euro hängt der Kaufpreis für das vermeintliche Wunder-Gerät ganz vom Vertreiber ab.
Doch das Ergebnis der Untersuchung, das der ADAC auf seiner Webseite vermeldet, ist alarmierend. Das Gerät stellt laut den Experten von c‘t keinerlei Kommunikation über die Diagnosebuchse her. „Um zu funktionieren, hätten mindestens zwei Kontakte des Steckers am ecoOBD2 mit der Schaltung verbunden sein müssen, damit er Kontakt zum CAN-Bus des Autos aufnehmen könnte“, schreibt der ADAC. Dies ist jedoch nicht der Fall.
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Das Gerät ist also komplett sinnlos. Damit das dem ahnungslosen Kunden jedoch nicht auffällt, ist der Dongle zumindest so anständig, so zu tun, als würde er arbeiten. Denn die drei verbauten Leuchtdioden blinken und vermitteln den Anschein, das Gerät würde seinen Job machen.
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Das Testergebnis war für die Experten absehbar
Dass es sich bei dem Dongle um Abzocke handelt, war jedoch wenig überraschend. Marcus Sippl arbeitet beim ADAC Technikzentrum und betont, dass die versprochene Funktion „vollkommen illusorisch“ sei. Würde diese Technologie tatsächlich existieren und funktionieren, würden sie die Autofirmen längst serienmäßig verbauen. Damit hätten die Fahrzeughersteller einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil, erklärt Sippl auf Adac.de.
Dennoch fallen Menschen auf die diversesten Produkte rein, die betrügerisch mit einer Senkung des Kraftstoffverbrauches Werbung machen. Deshalb kann der Experte „nur raten, die Finger von solchen ominösen Angeboten zu lassen. Wirkungsvoll Sprit sparen kann man mit einem zurückhaltenden Gasfuß und mit vorausschauender Fahrweise. Spritsparwundermittel gibt es nicht“.
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