Trump sagt
„Ich wurde von Gott gerettet“: Trump in Zitaten – ein Rückblick auf das Jahr 2025
Wenn Trump spricht, hört die Welt zu. Seine Zitate zeigen, was die Menschen in diesem Jahr bewegte. Die Sätze fielen in Momenten, die das Jahr prägten.
Washington, DC – Donald Trump sitzt seit dem 20. Januar 2025 wieder im Weißen Haus. Als Präsident bestimmt er längst wieder die US-Politik. Dabei treibt er eine radikale Agenda voran, die unter anderem die Außen-, die Migrations- und die Wirtschaftspolitik umfasst. Auch die Beziehungen zum Rest der Welt hat Trump in nur einem Jahr deutlich verändert. Immerhin überzieht er das Ausland mit Zöllen oder harschen Drohungen.
So sorgt Trump fast an jedem Tag für Schlagzeilen – in den USA und darüber hinaus. Oft reicht eine einzige Aussage von ihm aus, um die Weltpolitik umzustülpen. Wir haben die schrägsten, wirrsten und abenteuerlichsten Zitate von Donald Trump aus diesem Jahr für Sie zusammengestellt.
Grönland und Kanada: Was Trump mit fremden Territorien vorhat – in Zitaten
Grönland ist ein unglaublicher Ort, und die Menschen dort werden enorm davon profitieren, falls – und sobald – es Teil unserer Nation wird.
Noch vor seiner Amtsübernahme wirbelte Trump die Welt durcheinander. So bekundete er schon früh sein Interesse daran, die Kontrolle über das zum Königreich Dänemark zählende Grönland zu übernehmen. Schon in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mit der Idee für Furore gesorgt, Grönland einfach zu kaufen. Zwischendurch schloss er sogar den Einsatz des Militärs nicht aus. Durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland, wegen dort vermuteter Bodenschätze sowie eines wichtigen US-Militärstützpunktes ist die Insel für die USA strategisch enorm bedeutsam.
Das Einzige, was Sinn ergibt, ist, dass Kanada unser geschätzter 51. Bundesstaat wird.
Auch den Nachbarstaat Kanada sähe Trump gerne als Teil der USA. Mit wiederholten Äußerungen dazu löste er ebenfalls Empörung aus. Kanada ist das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde und ist Mitglied der Nato und der G7. In einem NBC-Interview machte Trump aber klar, dass er militärische Gewalt in diesem Fall nicht als Option sehe.
Schock-Momente und große Eklats: So turbulent war das Politik-Jahr 2025




Trump-Zitate aus seiner Rede zur Amtseinführung
Rund eine halbe Stunde lang sprach Trump bei seiner zweiten Amtseinführung im US-Kapitol. Dabei versuchte er erst gar nicht, sich staatsmännisch zu geben. Vielmehr griff er zu Wahlkampfrhetorik und Konfrontation. Und er hatte vor allem eine Botschaft: Mit ihm brechen glorreiche Zeiten an – ob die Menschen wollen oder nicht.
Das goldene Zeitalter Amerikas beginnt genau jetzt.
Die scharfe Rhetorik erinnert sehr an den Start in seine erste Amtszeit vor acht Jahren. Auch sein Vorgänger Joe Biden hat bei dem Termin nicht viel zu lachen. Der Demokrat muss im Publikum mit anhören, wie Trump seine Regierungszeit niedermacht und großspurig ankündigt, wesentliche Entscheidungen zurückzudrehen.
Viele Jahre lang hat ein radikales und korruptes Establishment unseren Bürgern Macht und Reichtum entzogen, während die Säulen unserer Gesellschaft zerbrochen und scheinbar in völligem Verfall lagen.
Und dann ging Trump auch auf das Attentat ein, das er im Sommer 2024 im US-Bundesstaat Pennsylvania überlebt hatte:
Ich spürte damals und glaube heute umso mehr, dass mein Leben aus einem bestimmten Grund gerettet wurde. Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen.
„Riviera des Nahen Osten“: Trump und der Gaza-Krieg
Phänomenale Lage am Meer.
Kurz nach seiner Amtseinführung pries Trump den Gazastreifen an. Man könne damit „einige schöne“ und „fantastische“ Dinge machen, sagte Trump im Weißen Haus über das abgeriegelte Küstengebiet, in dem die Zivilbevölkerung mitten im Gaza-Krieg unter katastrophalen Lebensbedingungen litt und seit Kriegsbeginn Zehntausende Menschen getötet und verletzt worden waren.
In einem früheren Leben war der US-Präsident Immobilienunternehmer. In diesem Jahr schwärmte Trump vom zerstörten Gazastreifen als einer Art Hochglanz-Bauprojekt. Das Gebiet habe immenses Potenzial für Wirtschafts- und Immobilienentwicklung, so Trump. Dort könnten künftig Menschen aus aller Welt leben. Das Ganze könne einfach „phänomenal“ und „großartig“ werden – und auch „für die Palästinenser wunderbar“:
Riviera des Nahen Ostens.
Trump und der Epstein-Skandal: Zwei Zitate des US-Präsidenten
Im Juli sah sich Trump im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mit seltener Kritik aus den eigenen Reihen konfrontiert – und war wütend. In einem Post sprach er von einem „Schwindel“ der Demokraten, dem seine „ehemaligen“ Unterstützer aus der sogenannten MAGA-Koalition aufgesessen seien:
Lasst diese Schwächlinge weitermachen und die Arbeit der Demokraten erledigen, denkt nicht einmal daran, von unserem unglaublichen und beispiellosen Erfolg zu sprechen, denn ich will ihre Unterstützung nicht mehr!
Kurz danach bestritt Trump, Urheber eines angeblichen Briefs mit schlüpfrigem Inhalt zu Epsteins Geburtstag im Jahr 2003 gewesen zu sein, über den das Wall Street Journal exklusiv berichtete. Auf Truth Social hieß es in einem Post als Reaktion auf die Berichterstattung:
Ich zeichne keine Bilder von Frauen.
Alte und neue Feindbilder: Was Trump über die Demokraten und Marjorie Taylor Greene gesagt hat
Ich kann nicht jeden Tag die Anrufe einer pöbelnden Wahnsinnigen entgegennehmen.
Nach ihrer Kritik in der Epstein-Affäre ließ Trump seine langjährige Unterstützerin Marjorie Taylor Greene fallen. In einem Post auf der Plattform Truth Social sagte sich Trump demonstrativ von der „durchgeknallten“ Kongressabgeordneten los, die „trotz meiner rekordartigen Erfolge für unser Land“ immer nur mit Beschwerden von sich hören lasse.
Aufständisches Verhalten, darauf steht die Todesstrafe!
Kurz danach setzte Trump auf Truth Social mehrere Beiträge ab, in denen er einer Gruppe von Demokraten als Verräter bezeichnete. Der Republikaner habe ihr und anderen Parlamentariern mit „Festnahme, Prozess und dem Tod“ gedroht, weil er ein von ihnen veröffentlichtes Video ablehne, sagte die Senatorin Elissa Slotkin später in einem bei X veröffentlichten Clip.
Rückblick auf die ersten 100 Tage: Trump krempelt die USA um – eine Chronik




Trump und Deutschland: Was der US-Präsident über Merz und Merkel gesagt hat
Bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus bewunderte Trump dessen Urlaubsbräune. Wo habe er diese Bräune nur her, wollte Trump wissen. Die hätte er auch gern. Merz hatte seinen Sommerurlaub für die Reise nach Washington unterbrochen und war von München aus in die USA geflogen:
Du siehst großartig mit Deinem Teint aus!
In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Politico warf Trump der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel zwei Fehler vor::
Deutschland war faktisch kriminalitätsfrei, und Angela hat zwei große Fehler gemacht: Migration und Energie. Und das waren zwei echte Hämmer.
Trump und die EU – Zitate des US-Präsidenten
Bei seiner ersten Kabinettssitzung im Februar gab Trump den Ton für feindselige Handelsbeziehungen mit der EU vor und vollzog damit eine Kehrtwende nach jahrzehntelanger Unterstützung der USA für den 27-köpfigen Wirtschafts- und Politikblock:
Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten zu betrügen. Ich meine, seien wir doch mal ehrlich. Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten aufs Kreuz zu legen. Das ist der Zweck der Union. Und das haben sie auch gut gemacht. Aber jetzt bin ich Präsident.
Dann bezeichnete Trump die Europäer als Schmarotzer. Ein Journalist fragte ihn, ob er die in einem geheimen Gruppenchat kund getane Meinung teile, wonach die Europäer schmarotzten. Zuvor waren Auszüge aus dem Chat von Mitgliedern der Trump-Regierung über Angriffe im Jemen publik geworden, aus denen tiefe Verachtung für Europa herauszulesen ist. So wurde beispielsweise Vizepräsident JD Vance mit den Worten zitiert: „Ich hasse es einfach, Europa wieder aus der Klemme zu helfen.“
Ja, ich denke, sie haben schmarotzt. Die Europäische Union war absolut schrecklich zu uns im Handel, schrecklich.
Trump, Selenskyj, Putin und der Ukraine-Krieg in Zitaten
Sie haben die Karten nicht in der Hand.
Bei einem Treffen im Oval Office warf Trump dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Undankbarkeit vor. Bei dem Gespräch, an dem auch Trumps Stellvertreter JD Vance mitmischte, kam es vor laufenden Kameras zu einem beispiellosen Eklat.
Angesichts massiver russischen Luftangriffe auf die Ukraine kritisierte Trump im Mai dann aber auch das Handeln von Kremlchef Wladimir Putin. Vor der Presse sagte er, er habe sich immer gut mit dem russischen Präsidenten verstanden, aber jetzt schicke dieser mitten in den Bemühungen zur Beendigung des Kriegs „Raketen in die Städte“:
Ich bin nicht glücklich mit dem, was Putin macht. Er tötet viele Menschen. Und ich weiß nicht, was zur Hölle mit Putin passiert ist. Ich kenne ihn seit langem.
Zwei Tage später echauffierte er sich auf seiner Online-Plattform Truth Social erneut über Putin. Der Kremlchef spiele mit dem Feuer, schrieb Trump weiter.
Was Wladimir Putin nicht begreift, ist, dass Russland ohne mich bereits viele wirklich schlimme Dinge passiert wären – und ich meine wirklich schlimme.
In einem Politico-Interview beklagte Trump den Fakt, dass er den Ukraine-Krieg nicht beenden könne. Der selbst ernannte „President of Peace“ (Präsident des Friedens) führte an, mehrere Kriege beendet zu haben, etwa die Konflikte zwischen Pakistan und Indien, Israel und dem Iran oder zwischen Armenien und Aserbaidschan:
Ich habe acht Kriege beendet, und das hier wäre der neunte gewesen.
Trump und die Welt: Iran, Venezuela, Saudi-Arabien, Somalia, Nato
Im Juni signalisierte Trump auf Truth Social Unterstützung für einen Wechsel der iranischen Führung. Mit dem Kürzel aus vier Buchstaben spielte der Republikaner auf seinen Slogan „Make America Great Again“ – hier bezogen auf den Iran:
Es ist nicht politisch korrekt, den Begriff „Regime Change“ zu verwenden. Aber wenn die derzeitige iranische Führung nicht in der Lage ist, den Iran wieder großartig zu machen, warum sollte es dann nicht einen Regime Change geben??? MIGA!!!
Im Kampf gegen Drogenkartelle aus Lateinamerika will Trump das Parlament nicht um Erlaubnis für Angriffe auf Rauschgiftschmuggler bitten. Ein Journalist hatte zuvor gefragt, warum Trump den US-Kongress nicht um eine formelle Kriegserklärung bitte, wenn er den Kartellen doch bereits den Kampf angesagt habe und das republikanisch dominierte Parlament seinem Ansinnen wohl ohnehin zustimmen würde. Gemäß Verfassung ist der US-Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklären.
Ich denke, wir werden einfach Leute töten, die Drogen in unser Land bringen.
Im November verteidigte Trump den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei dessen erstem Besuch im Weißen Haus nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gegen Kritik. Auf die Frage einer Journalistin zum Fall Khashoggi sagte Trump, dieser sei „umstritten“ gewesen, viele hätten ihn nicht gemocht. Mohammed bin Salman habe jedenfalls nichts von der Sache gewusst, behauptete Trump:
Dinge passieren.
Anfang Dezember fiel Trump am Ende einer Kabinettssitzung aus der Rolle. Er bezeichnete Somalia als miserables Land und bezeichnete die aus dem ostafrikanischen Staat stammenden Menschen als Müll:
Ich will sie nicht in unserem Land haben. Ich bin ehrlich. Manche sagen vielleicht: „Oh, das ist politisch nicht korrekt.“ Das ist mir egal. Ich will sie nicht in unserem Land haben. (…) Wir werden den falschen Weg einschlagen, wenn wir weiterhin Müll in unser Land lassen.
Im Politico-Interview ging Trump auch auf die NATO ein. Er betonte, das Nordatlantikbündnis verdanke ihre heutige Zahlungsbereitschaft und Stärke allein seinem Druck. Mit seinen Worten spielte er auf eine Aussage von NATO-Chef Mark Rutte an, der bei einem Besuch im Oval Office erklärt hatte, Trump müsse wie ein strenger Vater agieren:
Die NATO nennt mich Daddy. Ich habe dort eine Menge zu sagen.
Trump und die Zölle – eine besondere Rangllste
Gott, Liebe, Religion – Zölle.
Trump verlieh seiner Vorliebe für Zölle als wirtschaftspolitisches Druckmittel mit einer ungewöhnlichen Rangliste Ausdruck. Bei einer Veranstaltung der Republikaner in Florida erklärte er, er habe das Wort „Zölle“ einst als das „schönste Wort im Wörterbuch“ bezeichnet. Die von ihm als „Fake News“ titulierte Presse habe ihn deshalb „regelrecht zerrissen“ und gefragt: „Was ist mit Religion? Was ist mit Gott? Was ist mit der Liebe?“ Er habe daraufhin seinen einstigen Favoriten zum „viertliebsten Wort im Wörterbuch“ herabgestuft. (Quellen: NBC, Wall Street Journal, Politico, Truth Social, dpa) (cs)
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