Neue Verhandlungen geplant
Lage im Iran: US-Militär plant wohl längeren Einsatz – Trump hält Machtwechsel für „das Beste“
Die USA erhöhen vor Atomgesprächen den militärischen Druck auf Iran. Trump stellt einen Deal in Aussicht, bringt aber auch Machtwechsel ins Spiel.
Kurz vor neuen diplomatischen Gesprächen mit dem Iran bauen die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten aus. Neue Aussagen von US-Präsident Donald Trump deuten darauf hin, dass Washington neben Verhandlungen auch eine längerfristige militärische Operation vorbereitet. Gleichzeitig spricht Trump offen über einen möglichen Machtwechsel in Teheran – ein Signal, das die Spannungen weiter verschärfen dürfte.
Auf dem Rückweg von einem Besuch der Militärbasis Fort Bragg nahe Fayetteville in North Carolina betonte Trump gegenüber Reportern, dass die Konsequenzen vom Ergebnis der Atomgespräche abhingen. Auf die Frage, wie der Iran einen Angriff vermeiden könne, sagte er: „Wenn sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun.“ Gleichzeitig kritisierte er die iranische Führung dafür, bislang viel zu reden, aber wenig zu handeln.
Trump will Situation im Iran „ein für alle Mal“ lösen – wohl massive Einsatzvorbereitungen
Noch brisanter fiel Trumps Antwort auf die Frage nach einem Machtwechsel im Iran aus: „Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte.“ Trump betonte zudem die militärische Stärke der USA und erklärte, weitere Kräfte seien bereits auf dem Weg in die Region. Ein langfristiges Ziel bleibe, die Krise „ein für alle Mal“ zu lösen.
Nach Angaben von Reuters bereitet sich das US-Militär auf mögliche, wochenlange Einsätze gegen den Iran vor, falls Trump einen Angriff anordnen sollte. Zwei US-Beamte erklärten demnach, dass die Planungen deutlich über einzelne Luftschläge hinausgehen könnten und auch staatliche sowie sicherheitsrelevante Ziele umfassen würden.
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Die neueste Eskalation: Die USS Gerald R. Ford, der größte und modernste Flugzeugträger der US-Marine, soll bald im Nahen Osten stationiert sein. Dort würde sie sich der bereits stationierten USS Abraham Lincoln und den Begleitschiffen anschließen. Reuters berichtet zusätzlich von tausenden weiteren Soldaten, Kampfflugzeugen und Zerstörern, die in Stellung gebracht werden.
USA und Iran führen Atomgespräche in Genf: Diplomatie unter Druck
Gleichzeitig berichtete Axios über Aussagen mehrerer informierter Quellen, nach denen bereits am Dienstag (17. Februar) in Genf eine zweite Runde von Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran stattfinden soll. Auf US-Seite nehmen wohl Trumps Berater Jared Kushner und Sondergesandter Steve Witkoff teil, während die iranische Delegation erneut vom Außenminister Abbas Araghtschi angeführt werde. Vermittelt werde weiterhin durch den Oman.
Die Vorbereitungen für das Gespräch scheinen bereits auf Hochtouren zu laufen, wie Axios berichtete: Der Sondergesandte Steve Witkoff habe dem omanischen Außenminister Badr al-Busaidi bei Vorgesprächen mehrere Mitteilungen an den Iran genannt. Al-Busaidi hat demnach auf Basis der Aussagen ein Dokument vorbereitet, das er an den Sekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Larijani, weitergegeben haben soll. Der bestätigte die Ankunft der US-Mitteilungen im iranischen Staatsfernsehen.
Ohne Atom-Deal mit dem Iran: USA könnten mit „etwas sehr Hartem“ reagieren
Die gleichzeitige Fortsetzung der Gespräche und der massive Militäraufbau zeigen die Doppelstrategie der US-Regierung: Verhandlungen sollen möglich bleiben, allerdings unter maximalem Druck. Trump selbst fasste diese Linie bereits zusammen:
Entweder komme es zu einem Deal – oder zu „etwas sehr Hartem“, wie er laut Axios erklärte. Der US-Präsident machte klar, dass jede Vereinbarung eine zentrale Bedingung erfüllen müsse: keinerlei Urananreicherung durch den Iran. Diese harte Linie gilt als zentraler Streitpunkt, da Teheran bislang auf einem begrenzten Anreicherungsrecht beharrt.
Trump hält sich im Iran alle Optionen offen – Experten rechnen mit Eskalationsspirale
„Präsident Trump hat in Bezug auf den Iran alle Optionen offen“, betonte Anna Kelly, eine Sprecherin des Weißen Hauses. Die militärischen Vorbereitungen erhöhen laut Reuters womöglich das Risiko eines länger andauernden Konflikts. Sie seien weitaus komplexer als die Vorbereitungen für den sogenannten 12-Tage-Krieg im Sommer 2025.
Experten rechnen mit iranischen Gegenangriffen, die eine Spirale aus Vergeltungsschlägen auslösen könnten. Der Iran verfügt über ein umfangreiches Raketenarsenal und könnte im Ernstfall, wie bereits angedroht, US-Basen in der gesamten Region ins Visier nehmen. (Quellen: Axios, Reuters, eigene Recherche)
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