Aktuelle Lage im Ticker
Ukraine-News: Russland verliert ganze Kompanie – EU-Land mit heiklem Putin-Vorstoß
Ukraine-News im Ticker: Putins Minister beharrt auf die russischen Maximalforderungen. Ein Vorstoß bei Pokrowsk wird zurückgedrängt.
Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen rund um den Krieg in der Ukraine finden Sie in unserem neuen News-Ticker.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 11. Februar, 5:45 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw westlich von Charkiw sind vier Menschen getötet worden, darunter drei Kleinkinder. Das teilte der Gouverneur der Region, Oleh Syniehubow, über Telegram mit.
Neben den drei kleinen Kindern kam auch ein 34-jähriger Mann ums Leben, wie Reuters berichtet. Eine 74-jährige Frau wurde bei dem Angriff verletzt. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt zunächst nicht vor, eine russische Stellungnahme ebenfalls nicht.
Ukraine-News: Selenskyj will Flugabwehr teils „komplett“ umstrukturieren
Update, 22:09 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat Veränderungen bei der Organisation der Flugabwehr angekündigt. „In einigen Regionen wird die Arbeitsweise der Teams komplett umstrukturiert“, das betreffe Abfangjäger, mobile Feuergruppen und den gesamten Komplex der lokalen Flugabwehr, so der Ukraine-Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. Entsprechende Anordnungen seien bei einer Beratung mit der Militärführung getroffen worden.
Die Ukraine leidet schwer unter den anhaltenden russischen Drohnen- und Raketenangriffen. Mitten im Winter bei tiefstem Frost ist die Strom- und Wärmeversorgung vieler Städte im Land massiv beeinträchtigt. Millionen Ukrainer müssen täglich stundenlang ohne Heizung und Strom auskommen.
Ukraine-News: Kenia wirft Russland vor, Staatsbürger „als Kanonenfutter“ an die Front zu schicken
Update, 20:13 Uhr: Kenias Vize-Außenminister hat Putins Regierung vorgeworfen, kenianische Staatsbürger nach Russland zu locken und als „Kanonenfutter“ an die ukrainische Front zu schicken. „Diese Menschen werden als Kanonenfutter an der Front missbraucht“, sagte der kenianische Vize-Außenminister Korir Sing‘Oei der Nachrichtenagentur AFP. Außenminister Musalia Mudavadi kündigte am Dienstag an, im nächsten Monat nach Moskau zu reisen, um „diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten“.
Er werde sich auch für die Freilassung von in der Ukraine inhaftierten Kenianern einsetzen und den Zustand der im Krankenhaus behandelten Staatsbürger überprüfen, sagte Mudavadi. Dem Minister zufolge wurden in den vergangenen zwei Monaten mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. Skrupellose Anwerbe-Agenturen in dem ostafrikanischen Land wurden demnach geschlossen.
Ukraine-News: Putin-Minister pocht in Propaganda-Rede auf Russlands Maximalforderungen
Update, 18:26 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat vor Diplomaten die eigenen territorialen Maximalforderungen an die Ukraine bekräftigt. „Das Volk der Krim, des Donbass und Neurusslands hat in Referenden seinen Willen bekundet“, sagte er in Moskau, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. „Wir werden den Prozess der Rückkehr dieser traditionell russischen Gebiete in die Heimat vollenden.“
Die sprachlichen, kulturellen und religiösen Rechte ethnischer Russen, die unter der Herrschaft Kiews bleiben, müssten wiederhergestellt werden, forderte Lawrow in seiner Propaganda-Ansprache zum Tag des Diplomaten. Die Grundursache des Konflikts, wie er den Ukraine-Krieg nannte, müsse bereinigt werden: „die Beseitigung der militärischen Bedrohungen für die nationale Sicherheit Russlands, die von der Ukraine ausgehen“, behauptete der Außenminister.
Ukraine-News: Tote und Verletzte nach russischem Bombenangriff
Update, 16:22 Uhr: Durch einen russischen Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben eine Frau und deren elfjährige Tochter getötet worden. Weitere 14 Personen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Gouverneur für das Gebiet Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
Vor dem Ukraine-Krieg hatte Slowjansk 105.000 Einwohner. Es ist eine der Städte im Industrierevier Donbass, deren Räumung Russland verlangt, die die Ukraine aber unbedingt verteidigen will.
Update, 14:09 Uhr: Nach Auffassung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist es unerlässlich, dass Europa im Bemühen um Frieden in der Ukraine den unmittelbaren Kontakt zu Kremlchef Wladimir Putin wiederherstellt. Man könne die Gespräche mit Moskau nicht einfach den USA überlassen, erklärte Macron gegenüber mehreren europäischen Zeitungen, darunter die Süddeutsche Zeitung und Le Monde.
„Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Warum? Weil an dem Tag, an dem wir Frieden haben, dieser Frieden auch Europa betreffen wird“, sagte Macron. „Wir haben die Diskussionskanäle auf einer technischen Ebene wiederhergestellt.“ Es bedürfe eines gut koordinierten europäischen Vorgehens. Angesprochen darauf, ob er persönlich das Gespräch mit Putin suche, antwortete Macron, die Zahl der Gesprächspartner dürfe nicht zu groß sein.
Update, 13:11 Uhr: An der Ukraine-Front haben russische Truppen ihre Angriffe intensiviert und neue Territorien in zwei strategisch wichtigen Regionen eingenommen. Die Militäranalysten von DeepState bestätigten russische Vorstöße sowohl im Dorf Sakitne in der Oblast Donezk als auch in der Nähe von Huljaipole in der Oblast Saporischschja. Der ukrainische Generalstab dokumentierte binnen eines Tages 21 feindliche Attacken allein im Abschnitt Huljaipole. Die russischen Kräfte griffen dabei acht verschiedene Siedlungen an, darunter Huljaipole selbst sowie die umliegenden Ortschaften Prywilne und Uspeniwka, wie die Prawda berichtet.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




News zum Ukraine-Krieg: Verheerende Pokrowsk-Schlacht
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die Entwicklungen rund um Pokrowsk prägen derzeit die Lage im Ukraine-Krieg. Die Ukraine behauptet, einen umfassenden Durchbruchsversuch der russischen Streitkräfte erfolgreich abgewehrt zu haben. Die Gefechte gegen die Truppen von Wladimir Putin dauerten zwei Tage, und letztlich wurden die angreifenden Soldaten zurückgeschlagen. Eine gesamte russische Angriffskompanie wurde dabei ausgeschaltet, wobei eine solche Einheit in Russland je nach Typ bis zu 250 Soldaten umfasst.
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete auf Facebook, dass russische Truppen insgesamt 36 Versuche unternahmen, die Front bei Pokrowsk zu durchbrechen. „Seit Tagesbeginn kam es insgesamt zu 159 Gefechtsbegegnungen. […] Der Feind führte einen Raketenangriff mit zwei Raketen, 43 Luftangriffe und den Abwurf von 113 Lenkbomben durch. Darüber hinaus setzte er 4034 Kamikaze-Drohnen ein und führte 2089 Angriffe auf Siedlungen und Stellungen unserer Truppen durch“, heißt es in dem Bericht zur Lage im Ukraine-Krieg.
Auch an anderen Fronten setzte Russland seine Angriffe im Ukraine-Krieg mit voller Härte fort. „Der Feind hat letzte Nacht einen weiteren heimtückischen Angriff auf die Energieinfrastruktur des Gebiets Odessa durchgeführt. Im Süden der Region wurden Schäden an einer Energieanlage und ein Brand festgestellt“, erklärte Oleh Kiper, der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets.
Seit Monaten zielt Russland im Ukraine-Krieg auf den Energiesektor des Gegners. Zuletzt trafen die russischen Truppen die Versorgung in Kiew empfindlich, wodurch Tausende Haushalte ohne Strom und Heizung blieben. Angesichts der Schäden im ukrainischen Stromnetz plant die Regierung in Kiew, Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und alternativen Energiequellen zu unterstützen. Diese Maßnahme kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Beratungen mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an.
Mehrere russische Luftangriffe seit Anfang Januar haben die Energieversorgung der Ukraine so stark beeinträchtigt, dass Städte wie Kiew und Charkiw bei eisigen Temperaturen kaum Strom und Heizung haben. Unternehmen setzen Dieselgeneratoren ein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der staatliche Versorger Ukrenergo hat für diesen Dienstag landesweite Stromsperren angekündigt.
In Reaktion auf die Angriffe hat Kiew die Liste der kritischen Infrastruktureinrichtungen überarbeitet. Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal gab auf Facebook bekannt: „Krankenhäuser, Wasserwerke und soziale Einrichtungen haben weiterhin absolute Priorität – sie werden als erste mit Strom versorgt. Andere Institutionen werden schrittweise auf autarken Betrieb umgestellt und mit Generatoren ausgestattet.“
Selenskyj verkündete in seiner abendlichen Videoansprache, dass die „Garantiedokumente fertig“ seien. Er betonte: „Es gibt keine Alternative zur Sicherheit. Es gibt keine Alternative zum Frieden. Es gibt keine Alternative zur Wiederherstellung unseres Staates.“ Zudem erklärte er: „Unser Verhandlungsteam arbeitet praktisch täglich an Dokumenten und Vorschlägen, die bei künftigen Treffen zu Ergebnissen führen könnten. Frieden ist unerlässlich, und verlässliche Sicherheitsgarantien sind die einzige wirkliche Grundlage für Frieden und um zu verhindern, dass die Russen die Abkommen durch Angriffe oder hybride Operationen untergraben.“
Russland plant Sommer-Offensive: Fachleute rechnen mit geringen Erfolgsaussichten
Analysten befürchten, dass Russland eine große Sommer-Offensive plant. Der Kreml konzentriere Truppen und militärisches Material, um die Ukraine zu besiegen und Kiew bis zum Ende des Sommers Friedensbedingungen aufzuzwingen. Roman Pohorily, Gründer von DeepState, erklärte, dass Moskau strategische Reserven für einen groß angelegten Angriff im späten Frühjahr in den östlichen und später südlichen Sektoren der Ukraine angehäuft habe.
Das Institute for the Study of War (ISW) veröffentlichte eine ähnliche Einschätzung. Die Planungen seien durch Truppenbewegungen und auffällige Rekrutierungsmuster im Ukraine-Krieg bestätigt worden. Das ISW kommt jedoch zu dem Schluss, dass eine neue russische Offensive aufgrund der starken drohnengestützten Verteidigungsnetzwerke der Ukraine und der sinkenden Rekrutierungszahlen in Russland wenig Erfolgsaussichten habe.
Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen: Russland verliert 980 Soldaten an einem Tag
Die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen weiter an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete auf Facebook, dass Putins Armee am vergangenen Tag 980 Soldaten verloren habe, die entweder getötet oder verwundet wurden. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs belaufen sich die gesamten Verluste Russlands demnach auf 1.248.560 Soldaten. Zudem hat Russland 11.656 Panzer, 24.018 gepanzerte Kampffahrzeuge und 37.089 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)
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