Geht er im Sommer?

BVB setzt auf einfache Rechnung beim Verkauf von Brandt

Offenbar ist Borussia Dortmund bereit, Julian Brandt abzugeben. Ein erstes Preisschild wurde dem Angreifer von den Bossen bereits angehängt.

Dortmund – Borussia Dortmund könnte ein turbulenter Transfersommer bevorstehen. In der Aufarbeitung einer sportlich enttäuschenden Saison – die im Falle einer verpassen Champions-League-Qualifikation auch schwerwiegende finanzielle Folgen haben könnte – dürfte der BVB im Kader die ein oder andere Veränderung vornehmen wollen. Im Zentrum der jüngsten Transfer-Spekulationen: Julian Brandt.

Brandt-Zukunft in Dortmund steht auf wackeligen Beinen

Der Mittelfeldspieler ist bei den Schwarz-Gelben inzwischen längst nicht mehr unumstritten. Seine Leistungen sind oft inkonstant, seine eigentliche Klasse kommt zu selten zum Vorschein. Wie gut er sein kann, wenn Form und Einstellung stimmen, stellte er beim 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim unter Beweis, als er ein Tor einleitete, einen Elfmeter herausholte und auch noch selber traf.

Erst vor wenigen Wochen geriet er allerdings wegen eines unmotivierten Auftritts und resultierender Gegentore im Topspiel gegen den FC Bayern (2:2) ins Kreuzfeuer der Kritik. Es scheint immer unwahrscheinlicher, dass sein im Sommer 2026 auslaufender Vertrag in der nahen Zukunft verlängert wird.

Stattdessen gilt ein Abschied vom BVB im Sommer als wahrscheinlich. Das berichtet die SportBild. Besonders interessant: Offenbar hat in Werder Bremen ein Konkurrent aus der Bundesliga ernsthaftes Interesse an Brandt. Ob die Grün-Weißen sich die Dienste des Offensivstars leisten können, steht aber auf einem anderen Blatt.

Beim BVB zunehmend auf dem Abstellgleis: Julian Brandt.

BVB legt Preisschild für Brandt fest

Denn klar ist: Dortmund wird Brandt nicht einfach so ziehen lassen. Laut SportBild haben die BVB-Bosse eine erste Ablöseforderung bereits ausgearbeitet, diese soll zwischen 15 und 20 Millionen Euro liegen. Vermutlich zu viel für Werder, das eine solche Summe noch nie für einen einzelnen Spieler aufbrachte. Der bisherige Rekord-Transfer der Bremer ist Davy Klaasen, der in der Saison 2018/19 für 13,5 Millionen Euro vom FC Everton kam.

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Die Borussia hatte Brandt im Sommer 2019 für 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen verpflichtet. Dieselbe Summe wird man jetzt voraussichtlich nicht mehr einnehmen können, doch die Klub-Verantwortlichen wollen möglichst viel Kapital aus einem möglichen Abgang des Spielers schlagen, um noch im Sommer einen adäquaten Ersatz verpflichten zu können. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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