Im Endspurt
Nicht Europa! Gladbach gibt erstes Saisonziel bekannt
Für Borussia Mönchengladbach ist in dieser Saison noch vieles drin. Das kommunizierte Saisonziel ist auf Basis des Möglichen eine Überraschung.
Mönchengladbach – Mit der Saison 2024/25 haben Spieler und Verantwortliche von Borussia Mönchengladbach die Wogen geglättet. Noch ist das Ende der Fahnenstange aber nicht erreicht.
Für Gladbach ist noch alles drin
Infolge der schwachen Auftritte gegen den FC St. Pauli (1:1) und SC Freiburg (1:2) sowie der Niederlage gegen Borussia Dortmund (2:3) ist die Qualifikation für den Europapokal unwahrscheinlicher geworden, aber noch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wenige Spieltage vor Schluss bleibt weiterhin eine Restchance bestehen, erstmals seit 2019/20 den Sprung ins internationale Geschäft zu packen.
Da mit dem FC Bayern noch ein Brocken wartet, dürfen sich die Fohlen gegen Holstein Kiel, 1899 Hoffenheim und den VfL Wolfsburg keine Ausrutscher erlauben, wenn sie noch ein Wort um eine Platzierung innerhalb der Top-Sechs mitreden wollen.
„Wir sind abhängig von gegnerischen Resultaten, weil wir Siebter sind. Für uns ist es wichtig, jedes Spiel gewinnen zu wollen – egal ob in Dortmund oder München. Du brauchst neun oder zehn Punkte, um unter den ersten Sechs zu sein“, sagte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus am Freitag vor dem Gastspiel beim BVB über die Aussichten und über den Gladbacher Ehrgeiz in der Crunchtime dieser Saison.
Gladbach benennt neues Saisonziel
Da Europa keineswegs planbar ist, rief Virkus ein anderes Saisonziel aus. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir mehr Punkte holen als in den letzten vier Jahren. Die Fünf davor zu haben, wäre eine schöne Geschichte. Deshalb wollen wir Gas geben, um die zu erreichen“, so der Fohlen-Boss.
Gladbach schneidet mit 44 Punkten aus 29 Spielen schon jetzt besser ab als in den Saisons 2023/24 (34 Punkte) und 2022/23 (43 Punkte), außerdem sind die Punkteausbeuten aus 2021/22 (45 Punkte) und 2020/21 (49 Punkte) in Sichtweite.
Letztmals sammelte Borussia in der Saison 2019/20 über 50 Punkte, als Marco Rose die Fohlen mit 65 Zählern in die Champions League führte. Das war zugleich das sechste Mal, dass Gladbach seit 2011/12 diese Marke geknackt hat. Gelängen im Endspurt vier aufeinanderfolgende Siege, feierten Gerardo Seoane und die Seinen mit 56 Zählern eine erfolgreiche Saison.
Gladbach-Coach Seoane lebt Angriffslust vor
Ob Gladbach intern auch mit zwölf Punkten rechnet, darf angezweifelt werden. In Dortmund ließ sowohl das Abwehrverhalten der Fohlen bei den Gegentoren als auch das Offensivspiel zu wünschen übrig. Außerdem ist das Potenzial, den FC Bayern zu ärgern, geringer als noch vor ein paar Jahren.
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Dennoch vermeiden es die Verantwortlichen, von „Bonuspunkten“ gegen Spitzenklubs zu sprechen. „Nein, das kann nicht die Einstellung sein. Wenn man mit der Einstellung in ein Spiel gehen will, dass es nur Bonuspunkte sind, ist das keine gute Voraussetzung“, sagte Seoane auf der Spieltagspressekonferenz am Freitag.
Unabhängig vom Gegner lautet der Auftrag, alles in die Waagschale zu werfen und den größtmöglichen Erfolg zu feiern. Die Erwartungen sind innerhalb des Fan-Umfelds nach zwei enttäuschenden Auftritten gedämpft, die Angriffslust hat Gladbach aber keineswegs verloren.
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