Gala-Auftritt als Fingerzeig

Gladbach muss alles dafür tun, um Pléa länger zu halten

Alassane Pléa sollte nicht nur wegen der Leistung in Bremen über 2026 hinaus bei Borussia bleiben, kommentiert Gladbach-Reporter Florian Bajus.

Mönchengladbach – Noch im Dezember 2018 erklärte Alassane Pléa bei Canal+, Borussia Mönchengladbach sei eine Zwischenstation auf seinem Weg in die Spitze.

Längst ist der Franzose aber ein Gesicht des Klubs geworden. Bis heute ist Pléa der Rekordeinkauf der Borussia, die seinerzeit 23 Millionen Euro an OGC Nizza für den variablen Offensivspieler zahlte. Ein Investment, das sich angesichts von 66 Toren und 52 Vorlagen in 229 Einsätzen allemal gelohnt hat.

Beim 4:2-Sieg in Bremen bot Pléa mit drei Toren und einer Vorlage einen Gala-Auftritt, zuvor sorgte er in Heidenheim und gegen Hoffenheim für magische Momente. Hin und wieder hat auch der 32-Jährige mit einer Durststrecke zu kämpfen, dennoch muss Gladbach alles daran setzen, den 2026 endenden Vertrag um mindestens ein Jahr zu verlängern.

Pléa ist Gladbachs Künstler

Pléa ist neben Florian Neuhaus – der unter Gerardo Seoane keine Rolle spielt – der letzte filigrane Fußballer der Borussia. Weder Konkurrent Kevin Stöger, noch der einrückende Robin Hack oder Flügelflitzer Franck Honorat erfüllen dieses Profil. Im Dribbling klebt Pléa der Ball am Fuß, sobald er aufdrehen kann, wird sein Spielwitz greifbar.

Für Alassane Pléa darf in Gladbach noch nicht 2026 Schluss sein, meint Reporter Florian Bajus.

Sinnbildlich dafür war nicht nur der Auftritt in Bremen. In der Vorwoche saß Pléa gegen Mainz 05 in der Bank, kam erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel. Stöger hatte gegen seinen Ex-Klub Schwierigkeiten, doch Pléa spielte sich zwischen den Linien regelmäßig frei, riss den Ball im letzten Drittel an sich und hatte bei vielen Angriffen seine Finger im Spiel.

Gladbach-Star liefert seit Jahren Tore

Außerdem ist der Routinier seit jeher einer der torgefährlichsten Borussen. In den Jahren 2019 (zwölf Bundesligatore) und 2020 (zehn) sicherte sich Pléa in der vereinsinternen Torschützenliste den Spitzenplatz, 2022 (zehn) und 2024 (sieben) landete er auf Platz zwei. Diesen hat er auch in der laufenden Saison mit neun Treffern inne, bei acht ausstehenden Spielen kann er seinen persönlichen Rekord brechen.

Auch als Vorlagengeber ist Pléa zur Stelle. So lieferte er 2020 (zehn Vorlagen) und 2022 (acht) die meisten Assists aller Gladbach-Stars, 2023 (neun) landete er auf dem zweiten Platz.

Pléa ist ein wichtiger Gerüstspieler

Gladbach hat in den vergangenen Jahren viele Gesichter verloren, Pléa aber ist geblieben. Anders als Jonas Hofmann ergriff er im Sommer 2023 nicht die Flucht, vielmehr bekannte er sich schon im Vorjahr mit der Vertragsverlängerung bis 2025 samt Option auf ein weiteres Jahr zum Klub.

Diese Stars schafften den Sprung aus dem Amateurbereich zu den Profis

Kaum zu glauben, aber das links im grünen Trikot des Oberligisten SV Auersmacher ist Jonas Hector. Es sollte eines seiner letzten Spiele für den SVA sein. Mit 20 Jahren ging es dann zum 1. FC Köln. Der Rest ist Kölner Legendengeschichte.
Florian Niederlechner trägt auf dem linken Bild eine Bierbank im Trainingsshirt der SpVgg Unterhaching. Auf dem rechten Bild jubelt er im Trikot von Hertha BSC.
Für Julian Gressel sollte es in Deutschland nie zum Profifußball reichen. Am nächsten kam er dem im Trikot von Eintracht Bamberg in der Regionalligasaison 2012/13. In den USA schaffte er mit 23 bei Atlanta United den Durchbruch. 2024 kickte er bei Inter Miami an der Seite von Lionel Messi.
Miroslav Klose gab erst mit 21 Jahren sein Profi-Debüt bei Kaiserslautern. Zuvor spielte er für Homburg in der Regionalliga (l.). Sein größter Erfolg war der Gewinn der WM 2014.
Diese Stars schafften den Sprung aus dem Amateurbereich zu den Profis

Als einer der dienstältesten und erfahrensten Spieler ist Pléa ein wichtiger Baustein im Mannschaftsgefüge, in dem Talente wie Lukas Ullrich, Rocco Reitz oder künftig Jens Castrop wachsen sollen.

Wie lange der 32-Jährige noch zaubern will, muss er letztendlich selbst entscheiden. Dennoch muss Gladbach alles daran setzen, Pléa mindestens ein weiteres Jahr an sich zu binden. 2026 darf noch nicht Schluss sein.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sven Simon/Montage

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