Wendet es sich zum Guten?

Gladbach steht nach Kleindienst-Ausfall vor heißem Poker um anderen Star

Ein Star von Borussia Mönchengladbach hat offen über eine Ausstiegsklausel gesprochen. Bleibt er den Fohlen trotzdem treu?

Mönchengladbach – Noch ist es um Transfers von Borussia Mönchengladbach ruhig bestellt. Das bedeutet aber keineswegs, dass hinter den Kulissen nicht gearbeitet wird.

Verliert Gladbach einen Offensiv-Star?

Primär sind die Verantwortlichen damit beschäftigt, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Das Problem aus ihrer Sicht ist, dass die Handlungsfähigkeit nach den Verpflichtungen von Kevin Diks und Jens Castrop eingeschränkt ist. Kommen keine Einnahmen über Spielerverkäufe zustande, ist wenig Bewegung im Kader.

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Die Zahl der Abgangskandidaten ist indes geschrumpft. Rocco Reitz kündigte frühzeitig seinen Verbleib an, Tim Kleindienst wird nach seiner Knieverletzung ebenfalls bleiben. Die heißeste Aktie ist somit Ko Itakura, doch auch bei Alassane Pléa steht ein Wechsel im Raum.

Der Gladbacher Rekord-Transfer sprach vor einiger Zeit in seiner französischen Heimat über eine Ausstiegsklausel, die in seinem bis 2026 befristeten Vertrag enthalten sei und nicht allzu hoch ausfalle. Lässt der 32-jährige Offensivspieler seine Karriere in der Ligue 1 ausklingen?

Gladbach will dem Vernehmen nach mit Pléa verlängern

Ein vorstellbares Szenario, das laut Informationen der Bild-Zeitung aber nicht unbedingt eintreffen muss. Dem Boulevardblatt zufolge soll sich Borussia um einen Verbleib von Pléa bemühen.

Alassane Pléa (3. v.l.) könnte Borussia Mönchengladbach in diesem Sommer verlassen.

Konkret habe Gladbach der Spielerseite ein Angebot zur Vertragsverlängerung unterbreitet. Die Laufzeit sei bis 2027 datiert, allerdings müsse Pléa finanzielle Einbußen hinnehmen. Gegenwärtig soll der Franzose etwa vier Millionen Euro pro Jahr verdienen und damit zu den Spitzenverdienern zählen.

Wie berichtet wird, stelle das Gehalt keine unüberwindbare Hürde dar, da Pléa bei einer Rückkehr nach Frankreich mutmaßlich auch Abstriche machen müsse. Allerdings liebäugele der Routinier mit einer Vertragsverlängerung bis 2028 – eine Laufzeit, bei der Gladbach zögere.

Pléa fordert offenbar längere Vertragslaufzeit in Gladbach

Für Borussia geht es in der Kaderplanung um einen Balanceakt. Seit seiner Verpflichtung im Sommer 2018 hat Pléa den Fohlen große Dienste erwiesen, in absehbarer Zeit wird es jedoch einen Nachfolger benötigen. Bei einer Verlängerung bis 2027 blieben zwei Jahre Zeit, um einen jüngeren Spieler zu verpflichten und diesen nachhaltig aufzubauen. Bliebe Pléa bis 2028, wäre ein Kaderplatz für ein weiteres Jahr blockiert.

Die Gründe dafür, warum Gladbach offenbar eine Verlängerung anstrebt, liegen auf der Hand. Der Franzose ist einer der wenigen Kreativspieler des Kaders und besticht regelmäßig mit seiner Torgefahr. In vier von sieben Bundesliga-Saisons hat Pléa mindestens zehn Tore erzielt, erreichte 2024/25 mit elf Treffern den zweitbesten Wert nach seiner Debütsaison 2018/19 (zwölf Tore).

Seit Gerardo Seoane ihn auf der Zehn einsetzt, lieferte Pléa in 57 Bundesligaspielen 29 Scorerpunkte. Damit bewegt er sich auf demselben Niveau wie unter dem letzten Gladbacher Trainer, der zwei Jahre im Amt blieb: Zwischen 2019 und 2021 war Pléa in 56 Liga-Partien unter Marco Rose an 27 Toren direkt beteiligt.

Noch erfolgreicher war er nur zwischen 2016 und 2018 unter Lucien Favre bei OGC Nizza (60 Ligue-1-Spiele, 36 Scorerpunkte).

Rubriklistenbild: © IMAGO/Moritz Mueller

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