Wildes Szenario

Italien doch noch zur WM? Entscheidende Iran-Frist läuft bald ab

Italien hat die WM-Teilnahme in den Playoffs gegen Bosnien-Herzegowina verpasst. Dennoch könnte die Squadra Azzurra jetzt doch noch zur Weltmeisterschaft fahren.

Trotz der Rekord-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada, an der erstmals 48 Teilnehmer qualifiziert sind, hat Italien erneut die Qualifikation verpasst. In den Playoffs verlor die Mannschaft von Trainer Genaro Gattuso, der kurz darauf seinen Rücktritt als Chefcoach bekanntgab, im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:5.

Italien könnte nun doch bei der WM 2026 teilnehmen.

Nach 2018 und 2022 ist es bereits das dritte Mal in Folge, dass der viermalige Titelträger nicht beim größten Fußball-Ereignis der Welt am Start sein wird. Dies könnte sich allerdings noch ändern. Grund ist der andauernde Krieg zwischen Gastgeber USA und dem Iran, der eventuell zu einer Absage des WM-Teilnehmers führen könnte.

Italien als Nutznießer bei möglicher WM-Absage des Irans

Aufgrund des nicht absehbaren Endes des Krieges im Nahen Osten könnten die USA den qualifizierten Iranern die Einreise verweigern, sollte Iran die WM nicht freiwillig boykottieren und eine Teilnahme damit absagen. Bis zum 13. Mai hat Iran noch Zeit, um der FIFA eine endgültige Entscheidung vorzulegen. Bei einem Rückzug droht dem nationalen Verband des Landes eine Strafe von 500.000 Euro.

Sollte der Iran zurückziehen, liegen drei Szenarien vor, einen neuen WM-Nachrücker zu nominieren. Da mit dem Iran eine Mannschaft aus dem asiatischen Fußball-Verband zurücktreten würde, könnte die FIFA eine Nation des Kontinents Asien bestimmen. Zusätzlich wäre eine weitere Playoff-Runde möglich, in der vier nicht qualifizierte Nationen aus Europa und Asien den letzten Teilnehmerplatz ausspielen könnten. Diese Option gilt aufgrund des vollgepackten Terminkalenders und Organisationsproblemen als unrealistisch.

Die finalen Teilnehmer der WM 2026 – Mehrere Debütanten und historische Türkei

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Bei der dritten Variante kommt nun Italien ins Spiel. So könnte die FIFA nämlich die nächstbeste Nation aus der offiziellen Weltrangliste nachnominieren, die sich nicht für die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika qualifizieren konnte. Nach aktueller Tabelle würde sich die Squadra Azzurra als Weltranglisten-Zwölfter den frei werdenden Platz sichern.

Stand jetzt plane die FIFA jedoch weiterhin mit der Teilnahme Irans an der WM. Einen Plan B habe der Weltverband um Gianni Infantino bisher nicht im Kopf. Jedoch wird dieses Vorhaben mit den andauernden Konflikten zwischen dem Iran und der USA immer unwahrscheinlicher. So sagte bereits US-Präsident Donald Trump zu einer Teilnahme Irans: „Sie sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens.“ (seb)

Rubriklistenbild: © Imago

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