Bekennender BVB-Fan
Kanzler Merz bezieht Position: Machtwort zur 50+1-Regel
Mit Blick auf die kommende DFL-Generalversammlung richtet Bundeskanzler Friedrich Merz einen Appell zur Prüfung der 50+1-Regel an die Vereine.
Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz ist Fan von Borussia Dortmund, daraus macht der 69-Jährige kein Geheimnis. Der deutsche Fußball also ist für ihn alles andere als Neuland, sodass er sich vor der DFL-Generalversammlung am 3. September kritisch zur 50+1-Regel äußert. Sein Appell: Sie darf unter keinen Umständen fallen.
Vertreterinnen und Vertretern des Ligaverbands und der Vereine waren in Berlin zu Gast, als sich Merz klar für 50+1 positionierte. Sein eindeutiges Statement: „Ich bleibe ein Befürworter dieser Regel. Die feste Verankerung zusammen mit den Vereinen ist und bleibt wichtig.“ Dass permanent über eine Abschaffung diskutiert werde, könne er aber grundsätzlich verstehen.
Bundeskanzler Merz unterstützt 50+1-Regel
Merz weiß: Die deutschen Vereine, gerade die, die in Europa um Siege kämpfen, haben es schwer, vor allem „im Hinblick auf die Kapitalausstattung und natürlich im Wettbewerb mit vielen anderen europäischen Vereinen“, so Merz. „Aber Fußball sollte, wie ich finde, ein Vereinssport bleiben, in dem die Vereine eine starke Rolle spielen.“
Die Vereine sollen demnach weiterhin sicherstellen, dass externe Investoren nicht die Kontrolle übernehmen können. In der Premier League ist dies längst gang und gäbe, entsprechend war es der Liga auch möglich, in der abgelaufenen Transferperiode weit mehr als drei Milliarden Euro auszugeben. Allein beim FC Liverpool waren es circa 500 Millionen.
Vereinzelte Coups und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände




Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und auch RB Leipzig waren zuletzt durch ihre Sonderstellung in den Fokus geraten, die Vereinbarkeit von 50+1 und dem Kartellrecht ist stets ein heißes Diskussionsthema. Merz nutzte die Bühne in Berlin übrigens auch, um an die Klubs zu appellieren, das Stadionerlebnis weiterhin so sicher wie möglich zu gestalten.
„Wir müssen ein gemeinsames gesellschaftspolitisches Interesse daran haben, dass die Stadien sicher sind, dass wir das, was dort von den Fans kommt, einigermaßen unter Kontrolle halten“, so der Bundeskanzler. Wie oft er selbst eine Arena von innen sieht? Er freue sich sehr, wenn sich eine Chance ergeben würde, „ein Spiel live und in Farbe zu sehen. Das ist in letzter Zeit leider etwas seltener geworden.“ (is)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Ulrich Hufnagel
