Entscheidende Verhandlungsrunde

Klopp-Poker im News-Ticker: Riesen-Wut an der Basis über Millionen-Gehalt für Wunsch-Bundestrainer

Die geplante Verpflichtung von Jürgen Klopp sorgt für heftige Kritik: Dem DFB wird wegen des Millionen-Gehalts eine Ignoranz der Basis vorgeworfen. Alle News im Ticker.

Update vom 17. Juli, 23.20 Uhr: Während die Verhandlungen zwischen Jürgen Klopp, dem DFB und RB Leipzig um den Bundestrainer-Posten weiterlaufen, meldet sich Klopp zwei Tage vor dem WM-Finale in den sozialen Medien zu Wort. Dabei hat der 59-Jährige kursierenden Medienberichten entschieden widersprochen und Spekulationen um seine Person aus der Welt geschafft. Hier geht’s zum Video.

Update vom 17. Juli, 19.45 Uhr: Auch aus Stuttgart gibt es Rückenwind für Jürgen Klopp als möglichen neuen Bundestrainer: Wie der kicker berichtet, sieht VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß die sich abzeichnende Verpflichtung als „logische Entscheidung“ an und traut Klopp zu, dem deutschen Fußball nach dem WM-Aus wieder einen entscheidenden Schub zu geben. Zugleich machte er deutlich, dass ein Trainerwechsel allein nicht ausreiche, sondern grundsätzlichere Fragen aufgearbeitet werden müssten.

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth schloss sich der positiven Einschätzung an und lobte Klopps internationale Erfahrung sowie seine Fähigkeit, auch in Drucksituationen bei großen Turnieren die gesamte Nation hinter sich zu vereinen. Klopp sei jedoch kein alleiniger Heilsbringer für die deutschen Probleme – die Verantwortung für das frühe WM-Aus sieht Wohlgemuth in erster Linie bei der Mannschaft selbst.

Update vom 17. Juli, 18.40 Uhr: Noch ziehen sich die Verhandlungen zwischen dem DFB, RB Leipzig und Jürgen Klopp um dessen Installation als Bundestrainer. Bis sich alle Parteien auf eine Einigung verständigt haben, bleiben erste geplante Maßnahmen von Klopp im Verband nur Spekulation. Was feststeht: Der erfahrene Coach stellt gewissermaßen eine Antithese zum jungen Vorgänger Julian Nagelsmann dar.

Update vom 17. Juli, 12.05 Uhr: Die geplante Verpflichtung von Jürgen Klopp sorgt an der Basis für heftige Kritik. Die Amateurfußball-Vertretung „Hartplatzhelden“ wirft dem DFB vor, die Sorgen der über 24.000 Amateurvereine wegen des Profifußballs komplett zu vernachlässigen. Besonders die Millionen-Gehälter für Bundestrainer stoßen sauer auf. Während gehandelt wird, dass Klopp künftig über sieben Millionen Euro im Jahr kassieren soll, kämpfen die Vereine an der Basis mit maroden Sportplätzen und Bürokratie. Der DFB müsse den Amateurfußball endlich wieder in den Fokus rücken.

Update vom 17. Juli, 9.20 Uhr: Auch Argentiniens Mittelfeld-Ass Alexis Mac Allister blickt gespannt auf das bevorstehende DFB-Engagement seines Ex-Trainers. „Ich bin einfach glücklich, dass er in den Fußball zurückkehrt. Er ist jemand, der mir viel geholfen hat“, schwärmte der Weltmeister von 2022 über Jürgen Klopp. Unter ihm gewann er in Liverpool den Carabao Cup. Für Klopps Zukunft in Deutschland hat er nur gute Wünsche übrig: „Hoffentlich macht er einen großartigen Job für Deutschland. Alles Gute für ihn!“

Update vom 15. Juli, 21.09 Uhr: Auch wenn eine endgültige Einigung zwischen Red Bull und dem DFB noch aussteht, konnten beide Parteien große Fortschritte in den Verhandlungen um Jürgen Klopp machen. So sollen, neben dem vorverhandelten Vertrag bis 2030, weitere wichtige Eckpunkte in den Gesprächen geklärt worden sein. Auch kreative Lösungen könnten dabei angewandt werden, um Klopp als neuen Bundestrainer vorstellen zu können.

Update vom 15. Juli, 19.50 Uhr: DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Gremien des Deutschen Fußball-Bundes, welche über die Bundestrainer-Nachfolge entscheiden, über die Fortschritte in den Verhandlungen mit Jürgen Klopp informiert. So berichtete der DFB-Boss bei einem Treffen am frühen Mittwochabend über einen „positiven Verlauf“ in den Gesprächen. Der ehemalige Liverpool-Trainer bleibt weiterhin der absolute Wunschkandidat auf die Nagelsmann-Nachfolge, ein Vertrag bis zur WM 2030 soll bereits vorverhandelt sein.

Bernd Neuendorf und der DFB wollen weiterhin Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer vorstellen.

Update vom 15. Juli, 12.50 Uhr: Der Optimismus im Poker um Jürgen Klopp wächst offenbar weiter. Nach Informationen des SID sieht sich der DFB nach den Gesprächen mit Red Bull „auf der Zielgeraden“. Von einer endgültigen Einigung kann allerdings weiterhin keine Rede sein. Gegenüber der Nachrichtenagentur bestätigten die DFB-Bosse um Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke die gute Entwicklung, wollten darüber hinaus jedoch „keine Angaben“ machen.

Entscheidend dürfte das für das Wochenende geplante Treffen zwischen Klopp und Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in New York werden. Hier sollen die Abgangsmodelle geklärt werden. Verläuft dieses positiv, könnte der 58-Jährige in der kommenden Woche als neuer Bundestrainer vorgestellt werden.

Update vom 15. Juli, 9.55 Uhr: Im Poker um Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer ist entgegen anderslautender Berichte offenbar noch keine Einigung zwischen dem DFB und Red Bull erzielt worden. Nach Informationen von Absolut Fussball und der Frankfurter Rundschau verlief das Treffen zwischen DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Hans-Joachim Watzke und Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zwar positiv, mehrere Details sind aber weiterhin offen.

Die entscheidenden Gespräche sollen am Wochenende in New York fortgesetzt werden. Dort will Mintzlaff mit Klopp und dessen Berater Marc Kosicke über die Auflösung des bis 2029 laufenden Vertrags sprechen. Nach wie vor gelten alle Beteiligten als optimistisch, sodass Klopp nach seiner Rückkehr aus den USA möglicherweise bereits in der kommenden Woche am DFB-Campus vorgestellt werden könnte.

Update vom 14. Juli, 21.30 Uhr: Jetzt ist die Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer ganz nah: DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat nach dpa-Informationen beim Gipfeltreffen mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff eine Einigung erzielt. Details zu den Resultaten des Termins der Bosse in München wurden bisher nicht bekannt. Aber die letzten Hindernisse eines Klopp-Wechsels von Red Bull zum Deutschen Fußball-Bund sind demnach aus dem Weg geräumt.

Zu welchen Bedingungen Red Bull Klopp aus dem bis 2029 datierten Vertrag als Head of Global Soccer entlassen wird, ist aber noch nicht bekannt. Vor einer offiziellen Verkündung müssen ohnehin noch die zuständigen DFB-Gremien zustimmen.

Update vom 14. Juli, 20 Uhr: Hans-Joachim Watzke hat dem Sport-Informations-Dienst bestätigt, dass sich die DFB-Spitze mit den Verantwortlichen von Klopps aktuellem Arbeitgeber Red Bull trifft. Das Gespräch findet in München statt. Nähere Angaben wollte Watzke allerdings nicht machen. Auch eine Verbandsmeldung wurde noch nicht veröffentlicht.

Update vom 14. Juli, 17 Uhr: Die Verhandlungen zwischen dem DFB und Red Bull um Jürgen Klopp dürften keine einfachen sein, jedoch habe Konzern-Boss Oliver Mintzlaff bereits seine generelle Bereitschaft signalisiert. Allerdings könnte es noch eine große Hürde geben, denn ein Thailand-Milliardär spielt plötzlich eine entscheidende Rolle im Klopp-Deal.

Update vom 14. Juli, 15.10 Uhr: Das Treffen zwischen der DFB-Spitze um Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Boss Aki Watzke mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff wird mit Spannung erwartet – es geht um die Ablösung von Jürgen Klopp, der neuer Bundestrainer werden soll. Fest steht: Der DFB muss keine Ablöse zahlen und Klopp soll dem Brausekonzern wohl nicht als Werbegesicht erhalten bleiben. Allerdings wird Red Bull sein Aushängeschild nicht kampflos abgeben. Im Gespräch ist, dass Klopp dem Konzern gelegentlich mit seiner Expertise zur Verfügung steht. Genauere Details erfahren wir in den nächsten Stunden.

DFB-Boss Neuendorf trifft sich heute mit RB-Chef Mintzlaff

Erstmeldung vom 14. Juli: Der nächste Akt im Klopp-Poker steht bevor. Nach dem mehr als vierstündigen Geheimgipfel von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke mit Jürgen Klopp in New York rückt nun das entscheidende Treffen mit dem Red-Bull-Konzern in den Fokus. Nach Informationen von Absolut Fussball kommen Neuendorf und Watzke am Dienstag im Süden Deutschlands mit Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff zusammen.

Jürgen Klopp soll neuer Bundestrainer werden.

Dabei soll es um die Bedingungen gehen, unter denen Klopp aus seinem bis 2029 laufenden Vertrag als Head of Global Soccer beim Brausekonzern herauskommt. Das letzte große Hindernis auf dem Weg zum Bundestrainer-Deal – und es könnte bald aus dem Weg geräumt sein. Denn die Grundsatzvereinbarung zwischen Klopp und dem DFB steht bereits.

Klopp-Gehalt als Bundestrainer: Sieben Millionen Euro – und kein Cent Ablöse für Red Bull

Beide Seiten sollen sich über die wesentlichen Eckpunkte eines Vertrages verständigt haben, wie der DFB offiziell bestätigte. Klopp soll dem sogenannten „Patriotismus-Abschlag“ zugestimmt haben: Mit einem Jahresgehalt von knapp über sieben Millionen Euro würde er zwar zum bestbezahlten Bundestrainer aller Zeiten aufsteigen, aber deutlich weniger verdienen als zuletzt bei Red Bull.

Als Ausgleich soll Klopp dem Konzern auch als Bundestrainer gelegentlich mit seiner Expertise zur Verfügung stehen – eine Ablösezahlung des DFB wäre damit vom Tisch. Genau dieses Konstrukt sorgt allerdings für Unruhe im DFB-Innenleben. Mehrere Landesverbände und Fanorganisationen lehnen eine fortbestehende Red-Bull-Bindung des Bundestrainers ab.

Sky dementierte zudem, dass eine offizielle Doppelrolle als Bundestrainer und Markenbotschafter je ernsthaft diskutiert worden sei. Dem Kicker zufolge ist lediglich denkbar, dass Klopp dem Konzern „abseits des nicht immer zeitaufwendigen Bundestrainer-Lebens“ hin und wieder beratend zur Seite steht. Neuendorf soll von den DFB-Gremien erheblichen Verhandlungsspielraum erhalten haben.

BVB- und Liverpool-Legende, RB-Feindbild und jetzt Bundestrainer: Die Karriere von Jürgen Klopp

Schon als Spieler galt Klopp als verlängerter Arm des Trainers, als Führungspersönlichkeit und Antreiber auf dem Platz. Nach mehreren Jahren bei unterklassigen Vereinen wechselte er 1990 zum FSV Mainz 05. Für die Nullfünfer bestritt er 340 Pflichtspiele, ehe er seine Karriere im Februar 2001 beendete – um in Mainz überraschend den Posten als Cheftrainer zu übernehmen.
Weil die Vereinskasse leer war, implementierte der FSV Mainz 05 im Februar 2001 kurzerhand den noch als Spieler aktiven Jürgen Klopp als Cheftrainer. Sein Debüt auf der Trainerbank endete am 28. Februar 2001 mit einem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg.
Von Beginn an zeigte sich Klopps außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, Mannschaften zu begeistern und Spieler für gemeinsame Ziele einzuschwören. Obwohl ihm anfangs sogar noch der erforderliche Trainerschein fehlte, gewann Mainz unter Klopp sechs der ersten sieben Partien und schaffte den Klassenverbleib.
Der FSV Mainz 05 schaffte unter Klopp nach drei vergeblichen Anläufen im Jahr 2004 den Aufstieg in die Bundesliga.
BVB- und Liverpool-Legende, RB-Feindbild und jetzt Bundestrainer: Die Karriere von Jürgen Klopp

Als Assistenten plant Klopp, seine langjährigen Weggefährten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders mitzubringen. Sportdirektor Rudi Völler, dessen Vertrag noch bis 2028 läuft, soll an Klopps Seite weitermachen. Der personelle Umbau beim DFB nimmt also bereits Konturen an – noch bevor Klopp überhaupt unterschrieben hat.

Nun liegt der Ball bei Mintzlaff. Das Treffen mit der DFB-Spitze am Dienstag dürfte zeigen, ob der Weg für Klopp endgültig frei wird. Ende der Woche soll Mintzlaff dann auch das direkte Gespräch mit Klopp in New York suchen – just am Rande des WM-Finales am Sonntag. Fußball-Deutschland wartet auf das erlösende Ja. (ck)

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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